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25 Jahre Kulturkreis ...

Emmertsgrund-Boxberg, herzlichen Glückwunsch. Die Antwort auf einen schlecht recherchierten Fernseh-Talk wurde bereits 1991 gegeben: Bürgerinnen und Bürger haben sich verabredet, selbst etwas für ihre Stadtteile zu tun.

Die Handicaps sind Arbeitslosigkeit, hoher Anteil an Migranten, ein unbegründet schlechter Ruf und die unzureichende Anbindung an die Stadt in der Ebene, verkehrlich, mehr noch aber die mangelhafte wechselseitige Wahrnehmung.

Aber jeder Mangel hat seine Kehrseiten. Die Bergstadtteile zeichnet der Weitblick bis zu den Pfälzer Bergen aus. Und die Mischung der Bevölkerung umfasst einen reichen Schatz an Schicksalen und internationalen Biografien.

Der Kulturkreis hat in beharrlicher Arbeit, mit Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen und Exkursionen, den beiden Stadtteilen ein eigenes, freundliches Gesicht gegeben. „Identität, Integration und Kommunikation“ sind die Kurzfassung seiner Aufgabenstellung.

Da lässt sich nur rufen: Viel Erfolg und weiter so!

Wechsel beim Kinderschutzbund

Wir gratulieren unserer GAL-Mitstreiterin Claudia Kaufmann, die seit Ende April neue Vorsitzende des Kinderschutzbundes ist.

Schon als sie zum ersten Mal bei uns kandidierte, bezeichnete sie sich selbst als eine „Lobbyistin für Kinder“ und als solche kennen wir sie seit vielen Jahren: Engagiert für die Interessen von Kindern, mit Fachkompetenz und Empathie eintreten für deren Bedürfnisse und immer wieder den Blick darauf lenken, was Kinder brauchen, um gesund und glücklich aufzuwachsen. Was könnte sie mehr qualifizieren für diese neue Aufgabe....

Wir wünschen ihr Kraft, Elan und Freude im neuen Ehrenamt!

Die Glückwünsche für die neue Vorsitzende sind auch verbunden mit dem Dank an ihre Vorgängerin: Annemarie Lerch hat viele Jahre den Kindern in unserer Stadt eine Stimme gegeben. Ihr Engagement für die Spielstube, die Kleiderkammern, den betreuten Umgang und das Sorgentelefon bleiben wegweisend. Für uns war ihr vielfältiger Einsatz gegen Kinderarmut ein politischer Ansporn – das werden wir auch mit Claudia Kaufmann weiter verfolgen.

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Vor 2 Wochen hatte die GAL eine sehr gut besuchte Veranstaltung zu diesem Thema durchgeführt. Hauptsächlich Eltern schulpflichtiger Kinder äußerten ihre Unzufriedenheit bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen und der Kommunikation mit der Stadt.

Nicht alle Vorwürfe waren berechtigt, wie ich einige Tage nach der Veranstaltung feststellen konnte.

Die GAL hat in den letzten Wochen mehrere Anträge gestellt. Einer beschäftigt sich mit dem Gemeindevollzugsdienst. Im Januar wurde der Antrag gestellt, dass der GVD über die Monate November-Januar berichten soll (Schwerpunkte benennen) doch erst im Juli!!! bekommen wir eine Informationsvorlage.

Ein weiterer Antrag von uns sieht vor, die Altstadt "abzupollern" um Unberechtigten die Zufahrt zu verwehren. Momentan darf morgens bis 11 Uhr jeder in die Hauptstraße fahren, wenn er dort ein Anliegen hat. Das geht gar nicht. Unser neuester Antrag sieht vor, dass an allen Wohnstraßen, die an Schulen angrenzen, geprüft wird, ob alternierendes Parken möglich ist. So werden die Gehwege für Fußgänger frei gemacht.

Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie über weitere Veranstaltungen informieren.

Hotel am Neuenheimer Markt?

Ein Bauantrag stößt auf Protest: In der Lutherstraße 17−19 soll ein Hotel entstehen. Das Haus Nr. 19 ist über 100 Jahre alt, steht aber nicht unter Denkmalschutz; das Nebengrundstück ist unbebaut.

Die Einwände haben drei Aspekte: Die Nr. 19 muss erhalten werden; die Fassade des Neubaus ist zu wuchtig; ein Hotel erzeugt weiteren Verkehr an diesem bereits überlasteten Platz.

Zur Fassade hat der Bauherr einen Wettbewerb zugesagt. Hotels sind in Wohngebieten zulässig, sodass gegen eine verkehrliche Verdichtung kein baurechtliches Kraut gewachsen ist. Bliebe noch der Erlass einer Erhaltungssatzung, für die die Voraussetzungen aber erst geprüft werden müssen.

Der Bauausschuss hat letzte Woche einstimmig der Aufstellung eines Bebauungsplans zugestimmt; die Verwaltung will dabei auch die Möglichkeit einer Erhaltungssatzung prüfen. Auf dieser Grundlage kann der Bauantrag um ein Jahr zurückgestellt werden. Es ist also Zeit gewonnen. Der Konflikt ist dagegen nur vertagt.

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