

Rhein-Neckar-Zeitung 19.02.2022


Rhein-Neckar-Zeitung 19.02.2022
Pressemitteilung von Reinhard Bütikofers – MdEP Europäisches Parlament (GRÜNE/EFA) – aus seinem EU-Büro in Brüssel. Reinhard Bütikofer ist ein „Urgestein“ der Grün-Alternativen in den 80er Jahren in Heidelberg.
„Europa – Die Parzen bei der Arbeit“ – Das Bild des griechischen Heidelbergers Wassili Lepanto kommt nach Hause ins Europäische Parlament
„Am 12. Januar 2022 wurde im Europäischen Parlament in Brüssel das Bild „Europa – Die Parzen bei der Arbeit“ des verstorbenen Heidelberger Malers Wassili Lepanto (auch Dr. phil. Vasilios Loukopoulos) enthüllt. Der Künstler hatte es kurz vor seinem Tod 2018 dem Europäischen Parlament zugedacht. Das Bild zeigt seine Vision eines friedlichen Europa und strahlt auf seinen 2 x 2.50m Ruhe und Zuversicht aus. Um dem letzten Wunsch des Künstlers nachzukommen, hat die Witwe Lepantos, Leena Ruuskanen-Lepanto, das Bild kurz vor der Corona-Pandemie als persönliche Schenkung an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, David Sassoli, gegeben.
Wegen der Pandemie konnte das Bild erst 2021 aus Nafpaktos, der griechischen Heimat von Wassili Lepanto, nach Brüssel transportiert werden und wurde nun offiziell übergeben und enthüllt.
Dieser Termin sollte der letzte offizielle Termin im Kalender von EP-Präsident David Sassoli vor dem regulären Ende seiner Amtszeit sein. Es war das einzige Bild, welches er als Schenkung annahm. Sein plötzlicher Tod erlaubte ihm nicht mehr, dies selbst zu erleben. Aber Lepantos Bild im Europäischen Parlament gibt nun auch dem Gedenken an Präsident Sassoli einen festen Platz.
An der Übergabe beteiligt waren Frau Leena Ruuskanen-Lepanto aus Heidelberg (die Witwe des Künstlers), der 1. Vize-Präsident des Europäischen Parlaments Otmar Karas aus Österreich (EVP), die Generalsekretärin der Grünen/EFA-Fraktion Paraskevi Tsetsi aus Griechenland und der Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer, der die Schenkung vermittelt hatte und den eine lange Freundschaft mit dem Künstler verband.“

Heidelberger Naturschützer hatten es bereits vermutet: Zementarbeiten am Schloss-Wolfsbrunnenweg sind die Ursache für das massive Amphibiensterben im vergangenen Frühjahr. Die Stadt hat nun ein Gutachten nachgeschoben.
Rhein-Neckar-Zeitung 21.01.2022

Heidelberger Naturschützer vermuten, dass Zementarbeiten am Schloss-Wolfsbrunnenweg die Ursache für das Amphibiensterben im vergangenen Frühjahr sein könnten. Die Stadt will nun ein Gutachten nachschieben. Am Heidelberger Schloss-Wolfsbrunnenweg soll in direkter Nachbarschaft zu denkmalgeschützten Gebäuden ein Terrassenanbau mit großzügigem Loft entstehen – mit Blick direkt auf den Heidelberger Schlossgarten.
Doch das Bauareal liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet.
Geschützte Amphibien sind qualvoll verendet
Im Sommer wurden die Bauarbeiten gestoppt. Angeblich wegen statischer Probleme und Abweichungen von der Baugenehmigung. Naturschützer vermuten jedoch auch, weil durch Zementarbeiten zahlreiche Amphibien wie der streng geschützte Feuersalamander qualvoll verendet sind.
Hier bei SWRaktuell weiterlesen
Und einen Beitrag im Mannheimer Morgen dazu vom 15.12.2021:

„War toll“, so lautet schlicht der Kommentar von unserem Stadtrat Michael Mfeiffer, der gestern mit Stadtratskolleginnen und -kollegen sowie mit unserer Stadtspitze und HD-Marketing die Weihnachtsbäume vom abgebauten Weihnachtsmarkt gegen eine Spende an Bürgerinnen und Bürger abgab. Rund 2000.- Euro wurden gespendet, die heute Abend kurz vor Beginn der Gemeinderatssitzung an die Rhein-Neckar-Zeitung für deren jährliche Weihnachtsaktion übergeben wird.
Wir finden, das war eine tolle Idee und eine ganz tolle Aktion!

Als Stadtrat Michael Pfeiffer erfahren hat, dass der Weihnachtsmarkt schließen muss, hat er sich Gedanken gemacht, was denn mit den Bäumen passiert. Früher wurden die mal verkauft. Nun hatte er die Idee, dass es doch eine tolle Sache wäre, wenn die Stadträtinnen und Stadträte gemeinsam mit unserer Stadtspitze und HD-Marketing eine Weihnachtsbaumaktion machen und die Bäume gegen eine Spende ausgeben würden. Das Geld könnte dann der RNZ – Weihnachtsaktion gespendet werden.
HD-Marketing und Matthias Schiemer, fanden seine Idee Spitze und nun werden die Bäume am Mittwoch, 07.12. von 16-18 Uhr am Kornmarkt unter das Volk gebracht.

Rhein-Neckar-Zeitung 07.12.2021
Endlich sind die ersten Poller da. Die GAL freut sich, da wir und schon seit Jahren dafür eingesetzt haben. Unseren Antrag haben wir im März 2016 gestellt, der Beschluss stammt aus dem Jahr 2018. Noch wurden nur an drei Standorten die Poller gebaut. Für eine Verkehrsberuhigung und mehr Sicherheit für zu Fußgehende in der Altstadt noch zu wenig. Aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan. Wir bleiben an diesem Thema dran!
Pressemitteilung der Stadt Heidelberg 15.11.2021:
Pünktlich zum Weihnachtsmarkt sind die Hochsicherheitspoller in der Altstadt einsatzbereit
Anlagen sind ab 18. November aktiv – Zufahrt für Anwohnerschaft, Polizei und Feuerwehr gewährleistet
Punktlandung: Wie geplant können in der Heidelberger Altstadt zum Start des Weihnachtsmarktes an drei Standorten automatisch versenkbare Polleranlagen in Betrieb genommen werden. Die Hochsicherheitspoller sollen die Kernaltstadt sicherer und autofreier machen sowie die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen. Die versenkbaren Poller sind an den Standorten Hauptstraße/Sofienstraße, Hauptstraße/Kornmarkt sowie Grabengasse nördlich der Plöck installiert.
Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr sind entsprechend ausgestattet, um im Notfall die Polleranlagen zu senken und über die drei Standorte ein- und auszufahren. Die versenkbaren Poller werden ab Donnerstag, 18. November 2021, zum Start des Weihnachtsmarktes aktiviert. Das Amt für Verkehrsmanagement informiert die Anwohnerschaft noch diese Woche darüber, wie deren Zufahrt gewährleistet ist.
„Netz aus Polleranlagen zur Verkehrslenkung und Aufwertung unserer Innenstadt“
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat die Poller am Kornmarkt bei einem Pressetermin am Montag, 15. November 2021, gemeinsam mit Bärbel Sauer, Leiterin des städtischen Verkehrsmanagements, präsentiert.
„Es ist ein ganz wichtiger Schritt, dass wir mit den Pollern nun die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger gewährleisten und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen können“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner. „Diese drei Standorte sind der Anfang eines breit angelegten Netzes aus Anlagen, die den Verkehr im Kernbereich der Altstadt besser lenken und zu einer kontinuierlichen Aufwertung unserer Innenstadt beitragen werden.“
Bärbel Sauer, Leiterin des Verkehrsmanagements, fügte an: „Nach der Aufhebung der ersten Ausschreibung Mitte 2020 aufgrund mangelhafter Angebote brachte die zweite Runde Ende 2020 endlich das erhoffte Resultat – und nun wird es sichtbar! Das starke Verkehrsaufkommen im Kernbereich der Altstadt ist einer der Gründe für diese Maßnahme. Damit ist mehr Sicherheit gewährleistet und der Aufenthalt in der Altstadt wird angenehmer – schließlich sind Städte für Menschen da.“
Ein- und Ausfahrten werden nur zwischen 6 und 11 Uhr möglich sein
Das Besondere: Es handelt sich um sogenannte Hochsicherheitspoller. Die verstärkte Baukonstruktion dient dem Schutz der innerstädtischen Veranstaltungszone. Die Poller sind 90 Zentimeter hoch und besitzen im Kopf einen auffälligen Kranz aus LED-Lichtern. Zusätzlich zeigt eine Ampel an, ob die Durchfahrt möglich ist. Nur am Standort Hauptstraße/Sofienstraße bleiben die Poller dauerhaft ausgefahren, also oben. In der Grabengasse und in der Hauptstraße/Kornmarkt werden die versenkbaren Poller anlässlich des Weihnachtsmarktes täglich ab 11 Uhr ausgefahren. Warenanlieferungen, Ein- und Ausfahrten werden nur zwischen 6 und 11 Uhr möglich sein.
Besonderheiten während des Weihnachtsmarktes
Für die Zeit des Weihnachtsmarktes gilt für den Standort Grabengasse Folgendes: Analog zur Baustellenzeit gilt hier der Umleitungsverkehr – dazu wird die Verkehrsführung in der Marstallstraße im Zweirichtungsweg geöffnet. Eine Bus-Andienung des Universitätsplatzes ist deshalb nicht möglich. Vor Ort weisen Schilder auf die Umleitung sowie die Ersatzhaltestellen (Peterskirche und Marstallstraße) hin. Nach Beendigung des Weihnachtsmarktes ist der Standort wieder wie gewohnt befahrbar.
Verkehrslenkungs- und Verkehrsberuhigungskonzept für die Altstadt
Die Polleranlagen verhindern, dass Fahrzeuge außerhalb der erlaubten Lieferzeiten beziehungsweise bei Veranstaltungen in der Altstadt an den genannten Standorten illegal in die Fußgängerzone fahren. Die Poller halten damit störenden wie gefährdenden Verkehr aus dem Fußgängerbereich heraus. Die Bauphase startete im Juni 2021, Restarbeiten werden Anfang 2022 erledigt. Die Erfahrungen mit den drei ersten Standorten fließen in die Installation der geplanten weiteren Anlagen an den Zufahrten der Fußgängerzone ein. Das Verkehrslenkungs- und Verkehrsberuhigungskonzept für die Altstadt, das unter anderem den Einbau von versenkbaren Pollern vorsieht, hat der Gemeinderat 2018 beschlossen.
Fauler Pelz: OB bezeichnet Klage-Drohung des Sozialministeriums als „sehr irritierend“
OB bespricht weiteres Vorgehen mit Gemeinderat
Das Stuttgarter Sozialministerium hat in einem Brief an den Heidelberger Gemeinderat sein Vorhaben unterstrichen, im stillgelegten Gefängnis „Fauler Pelz“ in der Heidelberger Altstadt einen Maßregelvollzug für psychisch kranke und suchtkranke Straftäter einzurichten. In dem Schreiben kündigt der Amtschef des Ministeriums an, „dass wir eine abschlägige Baugenehmigung nicht hinnehmen könnten und in diesem Fall den Rechtsweg beschreiten müssten“. Dazu erklärt Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner:
„Ich finde es schon sehr irritierend, dass ein Ministerium eine Klage androht, falls ein Rechtsverfahren nicht in seinem Sinne entschieden wird. Nach meinem Verständnis sollte auch eine Regierungsbehörde erstmal den Abschluss eines Verfahrens abwarten, bevor sie dessen Rechtmäßigkeit öffentlich in Frage stellt.
Unabhängig vom Ergebnis der baurechtlichen Prüfung haben wir in Bezug auf den Faulen Pelz einen klaren politischen Konsens in Heidelberg. Wir halten die Unterbringung therapiebedürftiger Straftäter mitten in der Altstadt, in einem stillgelegten Gefängnis aus dem 19. Jahrhundert, sowohl für die angestrebte Entwicklung unserer Universität und der Altstadt wie auch für die Insassen für nicht geeignet.
Ich werde das weitere Vorgehen mit dem Gemeinderat besprechen.“
Presseinformation der Stadt Heidelberg 18.11.2021
Unser Antrag (hier zu lesen), darüber nachzudenken, ob man nicht das Schlossfeuerwerk durch eine Laser- oder Drohnenshow ersetzen könnte, wurde vertagt. Rückendeckung bekamen wir auch von den Grünen. GAL Stadträtin Judith Marggraf hat sich im Gemeinderat letzte Woche zu diesem Thema geäußert und klar gestellt, dass wir nichts verbieten wollen, sondern gerne das Schlossfeuerwerk durch eine Laser- oder Drohnenshow ersetzen lassen würden. Innovativ und gut für die Umwelt wäre das. In der Stellungnahme von „Heidelberg Marketing“ wurde nicht einmal das Thema Laser diskutiert.

Rhein-Neckar-Zeitung 18.11.2021
In Heidelberg sprechen sich Stadtspitze und Gemeinderat klar gegen die Einrichtung eines Maßregelvollzugs im ehemaligen Gefängnis „Fauler Pelz“ aus. Das baden-württembergische Sozialministerium hatte mit Datum vom 11. November 2021 eine offizielle Bauvoranfrage an die Stadt gestellt, ob die Einrichtung eines Maßregelvollzugs dort für zulässig erachtet wird. Die Bauvoranfrage wird nun geprüft – über die Dauer der Prüfung und ein voraussichtliches Ergebnis kann die Stadt keine Aussage treffen. Die Stadt hatte in ihrer Zuständigkeit als untere Baurechtsbehörde dem Ministerium aber bereits Anfang November mitgeteilt, dass für eine Einrichtung des Maßregelvollzugs ihrer Ansicht nach ein neuer Antrag nach der Landesbauordnung gestellt werden müsse.
Unabhängig von der baurechtlichen Prüfung ist die Stadt Heidelberg grundsätzlich der Ansicht, dass das Areal städtebaulich geöffnet und für urbane Nutzungen zur Verfügung stehen soll. Eine Nutzung durch die Universität Heidelberg ist bereits in Planung, einen entsprechenden Bauvorbescheid hat die Stadt bereits 2017 erteilt und Anfang 2021 aktualisiert.
Universität hat dringenden Bedarf
Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärt dazu: „Die Universität benötigt den Faulen Pelz dringend für ihre Bedarfe. Das ist eine Nutzung, die sich optimal in unsere Altstadt fügt. Damit wird das Areal für alle Bürgerinnen und Bürger zugängig. Eine Reaktivierung als Gefängnis für psychisch kranke und suchtkranke Verurteilte passt dagegen überhaupt nicht zur Entwicklung unserer Altstadt. Ich habe meine kritische Haltung gegenüber dem zuständigen Ministerium bereits deutlich gemacht. Ich freue mich sehr über das klare Signal der Heidelberger Gemeinderats-Fraktionen, die das Vorhaben in einer gemeinsamen Stellungnahme ablehnen. Ich werde dies nochmals gegenüber dem Land verdeutlichen.“
Nahezu alle Fraktionen im Heidelberger Gemeinderat haben am 12. November in einer gemeinsamen Erklärung zur möglichen Einrichtung eines Maßregelvollzugs im „Faulen Pelz“ festgehalten: „Die Zwischennutzung soll zwar auf 3 Jahre begrenzt werden. Dennoch sind die unterzeichnenden Fraktionen und Gruppierungen im Heidelberger Gemeinderat der Auffassung, dass dies eine qualitätvolle Stadtentwicklung im traditionellsten Stadtteil Heidelbergs behindern würde, und stellen sich gemeinsam dagegen. Vielmehr sollte das Areal und die leerstehende Einrichtung in dieser zentralen Lage den Bürgerinnen und Bürgern Heidelbergs schnellstmöglich zurückgegeben werden. Hier teilen wir die Ansicht der Stadtverwaltung und der Universität, dass das ehemalige Gefängnis künftig Raum für die Universität Heidelberg mit Arbeits- und Forschungsplätzen bieten und gleichzeitig für öffentlich zugängliche Nutzungen den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt offen stehen soll.“
Pressemitteilugn 16.11.2021

Rhein-Neckar-Zeitung 13.11.2021