Einladung zum Protestcamp „End Cement“ vom 13.–19. April in Heidelberg

Liebe Engangierte in Initiativen, Gruppen oder Vereinen der Klimagerechtigkeitsbewegung in Heidelberg,

nächste Woche startet das zweite Protestcamp des Bündnisses End Cement im Park am Römerbad, direkt gegenüber der Hauptzentrale von Heidelberg Materials. Das Camp findet von Montag bis Sonntag, 13.–19. April 2026, statt.
Unser Protest richtet sich gegen Heidelberg Materials als den größten CO₂-Emittenten im DAX sowie gegen Landraub und die Ausbeutung von Mensch und Natur – insbesondere in Ländern des globalen Südens.
Das diesjährige Camp stößt auf großes Interesse: Zahlreiche Wissenschaftler:innen, Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und Künstler:innen haben Beiträge angeboten – so viele, dass wir gar nicht alle unterbringen konnten. Daraus ist ein vielfältiges und lebendiges Programm entstanden.
Das vollständige Programm finden Sie hier.

Am Mittwoch, den 15. April,  wird es von 14:00 bis 17:30 Uhr einen kleinen Markt mit Infoständen, Kleidertausch, Siebdruck und die Möglichkeit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen geben. Ihr könnt Euch gern beteiligen – einfach vorbeikommen oder selbst einen Infostand gestalten.

Wir laden Euch herzlich ein, das Protestcamp zu besuchen, mit uns und mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich an den Diskussionen zu beteiligen. Vielleicht sehen wir uns nächste Woche?

Mit freundlichen Grüßen
Dorothee Hildebrandt
(für End Cement)

Keine GGH-Profite mit unserer Miete

Kundgebung von Heidelberger Mieter:innen bei der GGH und anderswo gegen die erneute Steigerung der Miete


am Donnerstag, 16. April um 17:00 

vor dem Heidelberger Rathaus (Marktplatz)

 Mit kreativen Aktionen für Groß und Klein:
Buttons selber machen
Miethai-Dart
Mitmach-Song

Um 18:00: Kritische Fragen an den OB zur GGH und zur Wohnungspolitik der Stadt in der Fragestunde des Gemeinderats

Nur 21 Monate nach der letzten Mieterhöhung ist es wieder so weit: Die GGH erhöht die Kaltmieten und schöpft damit den rechtlichen Rahmen von 15% in drei Jahren völlig aus. In dem GGH-Dreiklang „sozial – ökologisch – wirtschaftlich“ gibt die Wirtschaftlichkeit offensichtlich den Ton an – das heißt, die Gewinnsteigerung auf Kosten der Mieter:innen.

Für guten, barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum in unserer Nachbarschaft!

Mit den hohen Mieten vertreibt die GGH als Tochtergesellschaft der Stadt uns aus der Stadt, aus unserem sozialen Umfeld, aus unserem zu Hause und zerstört damit auch unsere Mieter:innengemeinschaft. Vor allem Menschen, die auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sind, haben oft keine anderen Möglichkeiten. Auch Familien, Alleinerziehende, Rentner:innen, Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, etc. werden in ihrer Lebensgrundlage bedroht.

Wohnen muss ein Grundrecht sein! 

Deswegen fordern wir:

  • Keine weiteren Mietpreiserhöhungen!
  • Transparente und nachvollziehbare Aufstellung der Nebenkosten. Keine unnötigen oder überteuerten Ausgaben,sondern demokratische Planung
    unter Einbezug der Mieter:innen!
  • Wiedereinführung des Mieter:innenbeirates mit echter Mitbestimmung!
  • Kein Profit mit unsere Miete! Die GGH muss wieder gemeinnützig werden!

Seid solidarisch mit unserem Kampf gegen die ins unermessliche steigenden Mieten – egal ob ihr Mieter:innen der GGH seid oder nicht. Die Preisentwicklung ist eng miteinander verbunden und betrifft uns alle! 
Die GGH besitzt etwa 15% der Mietwohnungen in Heidelberg. Wenn sie die Mieten erhöht, wirkt sich das direkt auf den Mietspiegel der Stadt aus – und begründet damit gleich die nächste Erhöhung, auch durch andere Vermieter:innen.

Mieteninitiative Höllenstein mit Mark-Twain-Village
und der Unterstützung von Mieterverein Heidelberg, KDA, Linkspartei, ISO, Hagebutze, Solidarisches Kollektiv OBG und End Cement

Kontakt: miete.hoellenstein@gmx.de
https://ggh-nachbarschaft.de/
0157 74966802

 

Klimaschutzprogramm / Earth Tour 2025

Vorgestern wurde das aktuelle Klimaschutzprogramm der Bundesregierung veröffentlicht. „Mit 67 Maßnahmen unabhängiger von Öl und Gas werden„.

Einrichtungen wie der WWF, aber auch andere Kritiker*innen sehen mit der aktuellen und geplanten Energiepolitik die bisherigen Fortschritte bei Energiewende und Klimapolitik in Gefahr. Das Klimaschutzprogramm gehe in viel zu kleinen Schritten vorwärts, die leider dem Klimanotstand kaum gerecht werden.

Auch aus diesem Grund nimmt die GAL auch dieses Jahr wieder teil an der „Earth Tour“ des WWF Deutschland.: Am 28. März um 20:30 Uhr schalten wir das Licht aus, um ein Zeichen zu setzen: Für unsere Erde und das Klima. Die GAL ist auf der interaktiven Karte des WWF zu finden. Wir würden uns freuen, wenn unsere Mitglieder und Freunde ihre eigene Adresse ebenfalls dort eintragen lassen.

Viele Grüße, eure GAL

Lärmaktionsplan

Im Juni 2025 wurde vom Gemeinderat der Lärmaktionsplan beschlossen. Der Oberbürgermeister und die Konservativen hatten sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, noch mehr Straßen als von der Verwaltung vorgeschlagen, mit Tempo 30 auszuweisen, obwohl dies der Gesundheit der Menschen in diesen Straßen zugutekommt. Der Beschluss hätte schon umgesetzt werden können aber wenn es dem OB nicht passt kann es schon sein, dass noch das ein oder andere Jahr ins Land geht.

 

Stadtblattartikel von Michael Pfeiffer am 18. März 2026

„Ein gutes Leben für alle“: partizipatives Dialogformat am 9. März 2026 im Welthaus

Liebe politisch Engagierte in Heidelberg,

die Werkstatt Ökonomie lädt am Montag, 9. März 2026, um 19 Uhr, Aktive aus allen gesellschaftlichen Bereichen und interessierte Bürgerinnen herzlich zum nächsten Treffen innerhalb des Projektes „Gesellschaft zusammenbringen“ ins Welthaus ein. Thema ist, wie ein gutes Leben für alle ermöglicht werden kann. Dafür wird das Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ angewendet. Es wurde von Mehr Demokratie e. V. entwickelt und fördert eine demokratische Gesprächs- und Diskussionskultur.

Ziel des Projekts „Gesellschaft zusammenbringen“ ist, einerseits ein Bewusstsein zu schaffen, was wir für ein gutes, zufriedenes Leben wirklich benötigen. Andererseits eine Kooperation und Vernetzung kleiner Akteur*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu fördern, die sich für einen zukunftsfähigen Lebensstil einsetzen. Schließlich geht es darum, „Spielregeln“ neu zu denken und Rahmenbedingungen gemeinsam so zu gestalten, dass sie uns einladen und motivieren, nachhaltig zu handeln.

Die Veranstaltung findet statt:

am Montag, 9. März 2026

um 19 Uhr

im Welthaus Heidelberg, Kurfürsten‑Anlage 25, im Veranstaltungsraum.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ab 18:00 Uhr gibt es: Gemütliches Ankommen, Was bisher geschah?, Einführung zu Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), Bücher- und Infotisch, Bücher zum Verschenken.

!!! Bitte beachten: Das Welthaus hat eine automatische Türöffnung, die nur von innen funktioniert. Von außen ist die Tür geschlossen. Deshalb bitte klingeln und warten, bis jemand kommt und öffnet. Bitte nicht mit Gegenständen (z. B. Kiste oder Keil) die Tür offen halten, das mag der automatische Türmechanismus gar nicht.

Weitere Informationen

Aktueller Stand Gesellschaft zusammenbringen
Werkstatt Ökonomie (WÖK): www.woek.de
Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ): https://germany.econgood.org/

Redebeitrag von GAL- Mitglied Gerd Guntermann anlässlich des 4. Jahrestages des Kriegsbeginns gegen die Ukraine

„Der Kriegsterror des Moskauer Regimes gegen die Ukraine hat viele Facetten – ein Grund, warum ich hier mit der Fahne der Krim-Tataren stehe, die zum Symbol des Widerstands gegen die russischen Besatzer geworden ist.

Dieser Krieg wurde zwar vollumfänglich erst seit 2022 geführt, aber eingeleitet wurde er schon 2014 mit einem militärischen Überfall auf die ukrainische Krim, in dessen Verlauf ein sogenanntes Referendum mit Waffengewalt durchgeführt wurde, das genau so verlogen war wie die ganze russische Propaganda.

Seit 35 Jahren hat Heidelberg eine Partnerstadt auf der Krim: Simferopol, deren Hauptstadt. Diese Partnerschaft liegt logischerweise auf Eis, denn die Annexion widerspricht absolut dem Völkerrecht. 100 000 Menschen verließen seitdem die Krim auf das ukrainische Festland, darunter ein Großteil der Krimtataren, ein ursprünglich auf der Krim lebendes turksprachiges Volk. Unter Stalin wurden sie 1944 unter unmenschlichen Umständen nach Zentralasien, Sibirien und in den Ural deportiert. Dabei starben so viele von ihnen, dass die Deportation heute als Völkermord gilt.

Unter Gorbatschow kehrten sie zurück, was zu Konflikten mit den sowjetischen und postsowjetischen Behörden führte – und mit Teilen der russischen Bevölkerung, die sich auf ihren Liegenschaften angesiedelt hatte. Als die Krim 2014 von Russland besetzt wurde, widersetzte sich ein Großteil der Krimtataren der Annexion.

Eine neue Welle politischer Verfolgung war Folge des Widerstands. Viele Menschen verschwanden spurlos, wurden gefoltert, ermordet oder landeten in Haftanstalten und Straflagern am Polarkreis: eine weitere Facette dieses Krieges.

Seit 1995 ist Simferopol Hauptstadt der autonomen ukrainischen Republik Krim, die 2014 von den Russen dem „Föderationssubjekt Südrussland“ zugeschlagen wurde, seitdem also nix mehr mit Autonomie.
Noch eine Facette des hybriden Kriegs, kaum als solche erkannt: von knapp mehr als 300 000 Einwohnern Simferopols vor 2014 stieg deren Zahl seitdem auf mehr als 500 000, d.h.: Russen aus Russland wurden angesiedelt, ersetzten nicht nur die Geflüchteten und Vertriebenen, sondern wurden zusätzlich geholt: eine Russifizierungspolitik, die Ukrainer und Tataren weiter in eine Minderheitsposition drückt. Wie in Russland macht sich jetzt hier die Unterdrückung jeglicher Menschenrechte bemerkbar. Kinder und Jugendliche werden einer militärischen Früherziehung unterworfen, die Bevölkerung propagandistisch gegen den „dekadenten“ Westen in Stellung gebracht (also gegen uns!): Methoden, die ihre Analogien schon im Hitler- und Stalinreich hatten.

Die Krim ist unter dem Kreml-Regime zu einem Zentrum von Verbrechen gegen die Menschlichkeit verkommen, zu einem stationären Flugzeugträger im Schwarzen Meer, der von dort aus das ukrainische Festland bedroht. Auch diese Facetten des Krieges dürfen nicht vergessen werden.

Und hier gibt es Menschen, die diesen hybriden Krieg in unsere Gesellschaft tragen: ein Markus Frohnmaier, AfD-Kandidat für das Ministeramt in Baden-Württemberg, vor kurzem in Heidelberg aufgetreten, pflegt enge Kontakte zum Kreml und dessen Propagandisten, hatte auch an Treffen mit Putin-Vasallen auf der Krim teilgenommen und lässt sich von dort ideologisch munitionieren.

Das, der hybride Krieg der Moskauer Verbrecher und all seine Facetten sollten uns sehr zu denken geben.“

Gerd Guntermann, 24. Februar 2026, anläßlich des 4. Jahrestages des Kriegsbeginns gegen die Ukraine

35 Jahre Städtepartnerschaft Heidelberg-Simferopol/Krim, Film „Wiederkehr“

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Heidelberg-Simferopol/Krim zeigt das Heidelberger Gloria-Kino in Kooperation mit der Hochschulgruppe von Amnesty International den Film „Wiederkehr“ (Gloria, Montag 23.2.2025, 18:00. D 2023, 61 Min., Krimtatarisch/Russisch, deutscher UT).

Seit der Annexion der Krim 2014 durch Russland liegt die Partnerschaft auf Eis. Die Menschenrechtslage auf der Halbinsel ist seitdem besorgniserregend und hat sich seit Beginn des vollumfänglichen Kriegs gegen die Ukraine weiter verschlechtert. Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit werden mit aller Härte unterdrückt. Krimtataren, Menschenrechtsaktivisten, kritische Jounalisten und Anwälte stehen im Visier der russischen Machthaber.

Der Film „Wiederkehr“ zeigt am Portrait zweier Frauen auf eindrückliche Weise den Alltag der Unterdrückung von KrimtatarInnen. Unter Stalin deportiert, unter Gorbatschow zurückgekehrt, werden sie unter Putin seit 2014 erneut verfolgt, weil sie die Annexion zum großen Teil boykottierten.

Regisseurin Katja Fedulova erzählt die Geschichte frei vom Stigma des muslimischen Terrorismus, das die Moskauer Propaganda Vertretern der Krimtatarischen Gemeinschaft anzuheften versucht. Sie beleuchtet die Repression am Beispiel der beiden Frauen Mumine und Maje, die mit deren Folgen kämpfen. Ihr traditionell weibliches Rollenverständnis steht ihrem Engagement nicht entgegen – ganz im Gegenteil.

Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit Regisseurin Fedulova, die für Q&A digital zugeschaltet wird.

Unter diesem Link gibt es weitere Infos zum Film (nach unten scrollen), dort können auch Tickets bestellt werden.

 

 

GAL Neujahrsempfang 2026 – ein Kurzbericht

Am 06. Januar 2026 feierte die GAL ihren traditionellen Neujahrsempfang im DAI. Auf dem Podium diskutierten Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität und Dorothee Hildebrandt, langjähriges GAL-Mitglied und Aktive im Bereich Klimaschutz und Wohnwende. Moderiert wurde das Gespräch von Caroline Kraus.

Thema war die Umsetzung der bisherigen Klimaschutzmaßnahmen, seit im Jahr 2019 der Klimanotstand in Heidelberg ausgerufen wurde; auch vor dem Hintergrund des jetzt angespannten Haushalts und zukünftigen Projekten.

Schnell wurden die unterschiedlichen Standpunkte klar. Während aktive Gruppen sich fragen, warum Vieles so lange dauere, ausgebremst werde und wichtige Projekte wenig Priorität fänden, erklärte Herr Schmidt-Lamontain die Prozesse, die hinter städtischen Maßnahmen liegen. Diese bräuchten Zeit , Planung von langer Hand und seien mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es gebe finanzielle und rechtliche Zwänge, die man nicht umgehen könne. Grundsätzlich habe die Stadtverwaltung nicht die Aufgabe, Gesetze zu ändern oder die Rolle einer NGO zu spielen.

Kleinteilige Maßnahmen sollten umsetzbar sein, so der Wunsch. Beispielsweise Balkonmodule von Mietern, die die GGH längere Zeit blockiert habe. Zwischennutzung von Gebäuden auf PHV, die vielleicht abgerissen werden müssen. Oder noch besser, gar nicht abreißen sondern sanieren. Projekte, bei denen zu lange geprüft und zu wenig gehandelt werde. Ein ausgerufener Klimanotstand passe nicht zu einer Stadt mit vielen Parkplätzen und zugeparkten Gehwegen, ganz zu schweigen von der Pendlerproblematik.

Herr Schmidt-Lamontain erwiderte hierauf, dass die GGH auf Grund von mangelnder Umsetzbarkeit bislang Photovoltaik nicht habe anbringen lassen, sich das geändert habe und sich diese Anlagen ohnehin eher auf landwirtschaftlichen Betrieben lohnen würden, wo sich auf relativ breiter Fläche viel Sonne einfangen ließe. Auf PHV habe die Stadt nur die Rolle einer Bittstellerin beim Bund (IBA). Nachnutzungen seien natürlich sinnvoll, aber um langfristig einen Raum städtisch nutzbar zu machen, wären Abrisse oft notwendig. Es gebe Gutachten für die Gebäude, um sich für oder gegen den Substanzerhalt zu entscheiden. Um kompakt bauen zu können, würde sich jedoch oft für einen Abriss entschieden werden. Es brauche eine kompakte Gebäudestruktur, damit ausreichend viele Bewohner in die neuen Gebäude einziehen können, welche auch alle Arbeitsplätze, Einkommen, Versorgungsstrukturen und eine funktionierende Anbindung an den ÖPNV brauchen. Dies alles könne erst in die Wege geleitet werden mit einer ausreichenden Zahl an Bewohnern und Arbeitsplätzen. Nicht zuletzt hingen hiervon auch Fördergelder des Bunds ab.

Um den Pendelverkehr einzudämmen, setze man auf die Verbesserung des ÖPNV. Die Stadt sei in die Finanzierung von regionalen Buslinienbündeln eingestiegen. Auch Radschnellwege werden gefördert. Heidelberg beteiligt sich am EU- Projekt „Reallocate“ und an Bikesharing. Stellplätze von Seiten der Stadt zu entfernen werde mitunter auch gemacht, würde aber auf viel Kritik und Widerstand stoßen. Die Verwaltung sei zwar grundsätzlich bereit, diesen Weg zu gehen und ist auch selbst überzeugt von der Wichtigkeit, aber nicht jeder bei der Stadt werde „so gut bezahlt, sich dann dem Widerstand der Autofahrer vor Ort aussetzen zu müssen“. Deswegen brauche es auch den zivilgesellschaftlichen Gegendruck der (umwelt-)politisch Aktiven. Bereits der Wunsch, das Anwohnerparken von 32 Cent pro Tag auf 49 Cent pro Tag anzuheben, stieß auf massiven Widerstand von Seiten der Autofahrer.

Es kam die Frage auf, ob sich die Stadt durch den „Widerstand tragen lasse“ oder auch proaktiv selbst handle, denn immerhin entstehe sonst der Eindruck „es ginge um nix“! (beim Thema Naturschutz). Je nach Zweckmäßigkeit und Zielsetzung sollten auch Gesetze durchaus in Frage gestellt und bei Bedarf geändert, Prozesse priorisiert oder beschleunigt werden. Letztlich sollten Gesetze dem Menschen dienen und nicht der Mensch dem Gesetz. Dorothee Hildebrand fasste es zusammen mit „Die Zwänge muss man boykottieren!“

Am Ende stand der Wunsch, mehr miteinander zu kommunizieren. Runde Tische, Bürgerräte, mit Akteuren aus Stadtverwaltung und Wissenschaft, mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie evtl. des Gemeinderats.