Penta Park

Wie sehr habe ich mich gefreut, in der RNZ den Artikel über den wiederbelebten Penta-Park zu lesen. Als ich 2014 in den Gemeinderat gewählt wurde, war er praktisch schon dem Tode geweiht und sollte einem Hotelanbau geopfert werden. Aus dem konservativen Lager erhielt man „Prügel“, wenn man sich für den Erhalt der Anlage aussprach. Die GAL hatte, nachdem die Hotelerweiterung vom Tisch war, beantragt, den Penta Park wieder neu zu gestalten. Dank dem Landschaftsamt und deren 6 Azubis ist er wunderschön geworden. Mittlerweile posten sogar ehemalige Gegner Fotos vom Park in ihren sozialen Medien. Es lohnt sich manchmal doch, sich für mehr Natur und weniger Neuversiegelung einzusetzen. Den Teich nach Beate Weber-Schuerholz zu benennen war eine gute Idee.

Die GAL bei der Auftaktveranstaltung Frühjahrsputz

GAL- Stadtrat Michael Pfeiffer und GAL- Bezirksbeirat Jo-Hannes Bauer staunten nicht schlecht über die Menge an Zigaretten, die innerhalb kürzester Zeit zusammengetragen wurden. Bei der Auftaktaktion „Den Kippen auf der Spur“ im Rahmen des Heidelberger Frühjahrsputzes fanden die TeilnehmerInnen am vergangenen Samstag zahlreiche Abfälle.

Wer möchte, kann sich beim Frühjahrsputz beteiligen: Am Samstag, dem 23. März ab 10:00 Uhr an folgenden Treffpunkten:

  • Bahnstadt: Gadamer Platz
  • Bergheim, Nachbarschaftsraum, Bergheimer Straße 144
  • Emmertsgrund: Stadtteilbüro Emmertsgrund, Emmertsgrundpassage 11a
  • Rohrbach: Quartiersbüro, Freiburger Straße 21
  • Wieblingen: Altes Rathaus, Mannheimer Straße 259

 

 

GAL-Mitglieder machen sich für Ochsenkopfwiese stark

RNZ vom 24.03.2023

(u.A.) GAL-Mitglieder waren im Namen des BUND am Rathaus, um für den Erhalt der Ochsenkopfwiese zu demonstrieren.

Hier die Rede von GAL-Bezirksbeirat Gerd Guntermann zu dem Thema:

„Am 20. Januar hatte sich OB Würzner bei einem Gespräch mit Vertretern von NABU und BUND dahingehend geäußert, dass diese Verbände bei Natur und Landschaft betreffenden Bauvorhaben frühzeitig eingebunden werden sollen. Am 2. März mussten allerdings wieder mal aufmerksame Bürger die Stadt darauf aufmerksam machen, dass auf dem Gelände des Großen Ochsenkopfes illegale Rodungen durch den RNV stattfinden. Die Stadt wusste angeblich nichts davon. Misstrauisch macht aber, dass das Baurechtsamt sich schon in der Vergangenheit bei anderen Bauvorhaben ignorant verhalten hat, etwa bei der illegalen Erweiterung des Königstuhlhotels oder der Baumaßnahme am Schlosswolfsbrunnenweg 18, die die ganze Amphibienpopulation im Schlossgarten durch Eintrag hochalkalischen Wassers gefährdet.
Absicht der RNV: Auf einem Hektar, also einem Viertel der Grünfläche des Großen Ochsenkopfs, eine 170 Meter lange, 6 Meter hohe Abstellanlage für Straßenbahnen zu bauen, also dieses Areal großräumig zu versiegeln.
Die dortige Hecke aus Schlehen, Wildrosen, Weissdorn, Haselsträuchern, Brombeeren, Birken und Ebereschen ist wie alle Wildhecken enorm wichtig für die Artenvielfalt, für Insekten, Vögel und Eidechsen, aber auch für das Mikroklima. 520 Meter Hecke, 5 Meter breit, kompensiert den CO2-Fußabdruck eines durchschnittlichen Deutschen für 10 Jahre. Hecken sind multifunktional: für den Biotopschutz, als Verbindungsbrücken zwischen Biotopen, sie reduzieren die Austrocknung der Böden. Sie sind wichtig für aktiven Klimaschutz, denn sie speichern große Mengen Kohlenstoff in ihrer Wurzelbiomasse und in ihrem Humus.
Typisch: Die Mitarbeiter der von der RNV beauftragten Firma zerstörten zwar einige hundert Quadratmeter wertvoller Vegetation und damit Lebensräume, den dortigen Plastik- und sonstigen Müll entsorgten sie aber nicht, sondern beließen ihn fein zerhäckselt an Ort und Stelle. So sieht Naturschutz in Heidelberg oft aus.
Ihr wisst: Nicht an ihren Worten, an ihren Taten werdet ihr sie erkennen, wenn sie von Naturschutz reden. Hier geht es um den Großen Ochsenkopf, nicht um einen geschrumpften Kleinen Ochsenkopf!“

Ochsenkopfwiese – Möglichkeit der Petitionsunterzeichnung / Stellungnahme

Im Jahr 2020 hatte die GAL den Antrag der SPD unterstützt, die gesamte Fläche des Ochsenkopfes als gewerblich nutzbare Fläche aus der Flächennutzungsplan herauszunehmen und statt dessen dessen Bedeutung für das Heidelberger Mikroklima zu untersuchen. Der Gemeinderat stimmte dem mehrheitlich zu.

Im Februar 23 gab der Nachbarschaftsverband Heideberg-Mannheim bekannt, dass nun der Interkommunale Flächennutzungsplan (FNP) für die Fläche „Großer Ochsenkopf“ geändert werden soll: Die bisher als „Gewerbliche Baufläche“ ausgewiesene Wiese im Stadtteil Bergheim soll als „Grünfläche“ dargestellt werden. Plandarstellung und Begründung finden sich hier: http://www.nachbarschaftsverband.de/fnp/fnp_verfahren_aktuell.html

Bei Umsetzung dieser Änderung wird allerdings nur ein Teil der Ochsenkopfwiese geschützt. Die Forderungen des Bürgerentscheid im Jahr 2019 zum Erhalt der Grünfläche Großer Ochsenkopf, die vom Gemeinderat beschlossen wurden, bezogen sich auf ein größeres Gebiet.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben aktuell zwei Möglichkeiten, sich beim Thema „Ochsenkopf“ mit einzubringen:

  • Per Stellungnahme: Die Möglichkeit einer Stellungnahme durch die Öffentlichkeit wurde auf der Webseite des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim eingerichtet: Wer eine solche abgeben möchte, kann diese innerhalb der Auslegungsfrist bis zum 22.3. einreichen.
  • Per Unterzeichnung der Petition  hier klicken

GAL freut sich mit dem Aktionsbündnis Bergheim-West: Umwidmung des „Großen Ochsenkopfs“ zur Grünfläche beschlossen

Presseerklärung des Aktionsbündnis Bergheim-West zum Beschluss des Gemeindeates vom 20.07.2022:

„Gemeinderat beschließt Umwidmung des „Großen Ochsenkopfes“ zur Grünfläche – Gewerbliche Nutzung ist nicht mehr möglich“

„Fast auf den Tag genau drei Jahre nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid vom 21. Juli 2019 besiegelt der Gemeinderat endlich die Umsetzung der wichtigsten Ziele und beschließt die Umwidmung der Fläche „Großer Ochsenkopf“ zu einer Grünfläche!

Das Areal, begrenzt durch die B 37 im Norden, die Gneisenaustraße im Osten, die Bahngleise der DB AG im Süden und die ehemalige OEG Trasse über den Neckar im Westen, bleibt nun dauerhaft als Grünfläche erhalten und soll auch als solche in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes eingehen.

Damit wird auch dem geplanten Bau einer Abstellanlage zwischen den Gleisen der OEG und der Deutschen Bahn AG eine Absage erteilt. HSB und rnv werden über diese Entscheidung sehr froh sein, denn zwei dezentrale Abstellanlagen für Straßenbahnen haben sie von vornherein für das neue rnv-Betriebshofkonzept strikt abgelehnt, wie aus den internen Protokollen der „Taskforce (Tf) rnv-Betriebshof“ hervorgeht.

Inzwischen hat die Verwaltung offensichtlich auch erkannt, dass eine Baugenehmigung für die geplante Erweiterung der H.I.S. aufgrund ihrer Lage im Außenbereich nicht ohne das Eingehen von juristischen Risiken erteilt werden könnte. Da die konkreten Planungen zur H.I.S.-Erweiterung erst jetzt beginnen sollen und weder eine Bauvoranfrage noch ein Bauantrag vorliegen, wie aus einem Schreiben des Stadtplanungsamtes vom 03.06.2022 hervorgeht, dürfte eine Zurücknahme des vereinbarten Flächenverkaufes unproblematisch sein.

Mit der jetzt vorgelegten Beschlussempfehlung will die Verwaltung eindeutig eine weitere gewerbliche Nutzung verhindern und leitet so die richtigen, längst überfälligen Schritte für einen aktiven Klimaschutz ein.

Diesen Beschluss zur Umwidmung des „Großen Ochenskopfes“ zu einer Grünfläche, getroffen mit einer deutlichen Mehrheit des Gemeinderates, begrüßen wir als großen Beitrag zum innerstädtischen Klimaschutz und zum Erhalt einer der wichtigen Frischluftschneisen im westlichen Bergheim sehr.“

Gemeinderat beschließt Bebauungspläne – Hundewiese mitberücksichtigen

Aufstellungsbeschluss für Druckmaschinen- und Stadtwerke-Areal auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 20. Juli 2022 u.a. den Bebauungsplan Bergheim „Kurfürsten-Anlage Nord, westlicher Teil“ behandelt: Der Gemeinderat hat den Aufstellungsbeschluss einstimmig gefasst. Mit dem Bebauungsplan soll auf dem ehemaligen Gelände der Heidelberger Druckmaschinen AG und dem daran angrenzenden Areal der Stadtwerke Heidelberg Baurecht für ein neues, vielfältiges und klimagerechtes Stadtquartier aus Miet- und Eigentumswohnungen, Gewerbe- und Dienstleistungseinheiten sowie einer Kindertagesstätte geschaffen werden. Die Grundlage für den Bebauungsplan bildet das Ergebnis des durchgeführten städtebaulichen Wettbewerbs. Gebaut werden Wohnungen mit eineinhalb bis fünf Zimmern. Dabei werden 20 Prozent geförderter Wohnraum mit einer Bindung von zehn Jahren geschaffen nach der Fassung des Baulandmanagements zur Auslobung des Wettbewerbs im November 2020.

Der GAL war es wichtig, dass bei der Planung auch an Hundewiesen gedacht wird und hat deshalb einen Sachantrag gestellt, der auch so angenommen wurde. Die Hundebesitzer:innen und Vierbeiner wird es freuen!