Nach der Erkenntnis der Ökologen, Denkmalschützer und Stadtplaner wird „die zukunftsfähige Stadt von Morgen die Stadt von Gestern sein“.
Auch deshalb sollte im Rahmen der „Machbarkeitsstudie Straßenbahn durch die Ebert-Anlage“ auch eine eingleisige Straßenbahnführung durch die Hauptstraße (ohne Überleitung, behindertengerecht), untersucht werden.
Um die Altstadt als ein sozial u. kulturell intaktes Gebilde in ihrer Nutzungsvielfalt zu sichern, bedarf es eines Umdenkens! Neue stadtplanerische Konzepte wie „Entschleunigung“ und „shared space“ (geteilter öffentlicher Raum) auf die Hauptstraße übertragen, ermöglichen eine solche Bahn (außer Busverkehr der Anlage).
Sie würde die Einseitigkeit der durchkommerzialisierten Einkaufsmeile (den Zustand vor der Fußgängerzone vor 30 Jahren kenne ich gut) aufheben zugunsten einer Nutzungs-Gleichberechtigung u. einer besseren Einteilung des Fußgängerstroms.
Eine sanfte Bahn käme auch dem Geschäftsleben mit seinen Seitenstraßen, dem nicht mehr „fußflinken“ Klientel zu Gute.
Frohe Feiertage!
Autor: peter
Neujahrsempfang der GAL am Freitag, den 6. Januar 2012, 11 Uhr
Auch wenn die Abbildung uns scheinbar in das neue „Premiumviertel“ Bahnstadt führt, findet der Neujahrsempfang der Grün Alternativen Liste Heidelberg wie immer im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI)) Sofienstraße 12 statt.
Im Mittelpunkt steht das Thema „Soziale Stadtentwicklung“ mit seiner wichtigen Rolle bei den anstehenden Projekten wie Bahnstadt oder Konversionsflächen. Aber auch in allen anderen Stadtteilen, besonders den sozial benachteiligten, muss neben baulichen Maßnahmen immer auch in die dort lebenden Menschen und die Entwicklung des sozialen Lebensraums investiert werden.
Lebenswerte Stadtteile sind die Grundlage sozialen Zusammenhalts, gelingender Integration und bürgerschaftlichen Engagements.
Hierzu berichten unsere Gäste, Prof. Dr. Andreas Strunk, Stadtplaner und Sozialwissenschaftler, Joachim Hahn, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik sowie VertreterInnen von Projekten des Quartiersmanagements in Heidelberg.
Speisen und Getränke stehen bereit, für den Musikalischen Rahmen sorgen Sigi Geiberger, Gunter Kraus und Michael Herzer
Wissen, Kreativität und ein langer Atem – Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 12.12. 2012
Wissen, Kreativität und ein langer Atem zeichnen BürgerInnen und Initiativen aus, die sich bei wichtigen Themen konstruktiv einmischen. Viele Menschen fragen nach, befassen sich mit Bebauungsplänen, um Grünflächen, historische Bausubstanz und Lebensqualität zu erhalten.
Sie befassen sich mit Zeiterscheinungen oder der Historie ihres Viertels und entwickeln Konzepte. Sie wenden sich gegen Großprojekte und undurchsichtige Planungen, die primär wirtschaftlichen Interessen dienen. Sie fordern Transparenz, frühzeitige Mitsprache und Verbindlichkeit.
Als Mitwirkende an der Entwicklung der „Leitlinien für Bürgerbeteiligung“ wünsche ich mir für 2012 deren zielführende Diskussion und Verabschiedung, damit sie bei den anstehenden Projekten eingesetzt werden können.
Für eine Renaissance der Hauptstraße (II), Stadtblattartikel von Wassili Lepanto vom 5.12. 2011
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollte auch die Möglichkeit einer historisch orientierten und behindertengerechten (zudem leise und ohne Oberleitung) Straßenbahn durch die Hauptstraße nachgedacht werden, die zusätzlich zum Busverkehr der Friedrich-Ebert-Anlage fahren würde.
Eine solch zentrale Verkehrsverbindung käme nicht nur den Bewohnern & Touristen zugute,
sondern würde auch den Einzelhandel nachhaltig stärken, indem ein nicht mehr „fußflinkes“,
aber zahlungskräftiges Klientel befördert würde. Solch eine nützliche wie attraktive Funktion der Hauptstraßen-Straßenbahn als „Sozialromantik“ abzutun, greift zu kurz!
Wir brauchen eine neue Sicht der Dinge, um der Altstadt ihre Würde zurückzugeben, sie vom negativen Image als gesichtslose Event- und „billige“ Konsummeile zu befreien und die Lebensader der Stadt durch eine einspurige Straßenbahn alten Stils im positiven Sinne zu „revitalisieren“.
Erinnerung
Nach vielen Jahren wurde endlich eine „kleine“ Erinnerung an Menschen verwirklicht, die in den dreißiger Jahren von den Nationalsozialisten verhaftet oder zur Flucht gezwungen wurden. Diese „Stolpersteine“,
die mittlerweile in vielen Städten verlegt werden, wurden bereits 2005 von der GAL-Gemeinderatsfraktion zum ersten Mal in den Heidelberger Gemeinderat eingebracht, auf Initiative der damaligen Stadträtin Susanne Bock:
Antrag zur Behandlung im Gemeinderat (19.7. 2005)
„Stolpersteine“
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, vor welchen Häusern, in denen früher jüdische Bürger lebten, es machbar ist, sog. Stolpersteine in den Gehweg einzulassen.
Begründung: In Deutschland wurden bereits 5500 Stolpersteine, in denen Name, Geburts- und Sterbedatum eines NS-Opfers eingraviert wurde, in 97 Städten verlegt. Im Sinne eines weiteren würdigen Gedenkens an Heidelberger NS-Opfer sollte permanent an ihre Namen, verbunden mit dem konkreten Wohnhaus, erinnert werden.
Da in Heidelberg, wie viele bereits wissen, die Zeit nicht nach Jahren sondern nach „Heideln“ bemessen wird, dauerte es immerhin bis 2010, um die Idee zu realisieren.
Deshalb freut es uns besonders, dass vor einigen Tagen direkt vor unserer Geschäftsstelle in der Rohrbacherstraße 77a Stolpersteine zum Gedenken an 4 Mitglieder der jüdischen Familie Freund verlegt wurden.
Zu danken ist hierbei der Stolpersteine Initiative Heidelberg, die bis heute 36 von diesen kleinen Gedenksteinen im Stadtgebiet Heidelberg verlegt hat.
Ein klares Votum – Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 28.11. 2011
für ein Hip-Hop-Archiv wäre auch eine klare Ansage, dass Kultur in Heidelberg nicht bei Brentano und Eichendorff aufgehört hat und auch neben unserer elaborierten Festivalkultur stattfindet und sich entwickelt.
Was für eine Verlockung, dem Mythos Heidelberg in den Texten von Torch nachzuspüren.
Herauszufinden, warum er in Heidelberg den ‚Deutschrap‘ entwickeln konnte. Nachvollziehen, welch immense Bedeutung die deutschen Texte bis heute für viele Menschen haben….
Ein solches Archiv würde eine ganz originäre und authentische Heidelberger Entwicklung dokumentieren und nutzbar machen. Soetwas mit einem CD Verleih oder einem Schuhkarton voll ‚Kram‘ zu verwechseln, den man auch in Mannheim aufheben könnte, scheint mir unbedarft und fahrlässig zu sein.
Bürgerbeteiligung im ganzen Ländle – Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 21.11. 2011
Alle Bürgerinnen und Bürger des Landes sind am Sonntag erstmals zu einer Volksabstimmung aufgerufen. Sie können mit ihrer JA-Stimme einem Gesetz zustimmen, das die Landesregierung dazu verpflichtet, Kündigungsrechte beim Finanzierungsvertrag für ‚Stuttgart 21‘ wahrzunehmen.
In den letzten Monaten haben sich viele Menschen aus unterschiedlichsten Gründen gegen die Realisierung von Stuttgart 21 organisiert und über die negativen Auswirkungen, auch für unsere Region, informiert. Fehlende Transparenz und der fragwürdige politische Stil der letzten Jahre führten zu Kritik und Misstrauen.
Deshalb: Beteiligen Sie sich! Gehen Sie am kommenden Sonntag zur Volksabstimmung!
Stimmen Sie mit Ja!
Für eine Renaissance der Hauptstraße – Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 14.11. 2011
Als Vertreter der Kulturinitiative möchte ich den großen Fehler auf Kosten einer nachhaltigen Stadtentwicklung aufzeigen, verursacht durch den Rückbau mehrerer Straßenbahnlinien in und aus Heidelberg in die Region zugunsten von Individualverkehr und „autogerechter“ Stadt, besonders die Entfernung der Straßenbahn aus der Hauptstraße vor 30 Jahren.
Die Umgestaltung zur reinen Fußgängerzone führte zur Bildung einer Event-Einkaufsmeile bei gleichzeitiger Verödung des Kultur- und Geschäftslebens der Umlandgemeinden und einer Zerstörung der intakten Wohnstruktur der Altstadt durch Verteuerung.
Die Wiedereinführung der Straßenbahn in kleinteilig-historischer Struktur, ohne Oberleitung, behindertengerecht, wäre eine vernünftige Lösung, im Interesse der Attraktivität der Altstadt für den Einzelhandel, den sanften Tourismus und die Bewohner.
Treitschkestraße, Stadtblattartikel von Judith Marggraf vom 7.11. 2011
Soll dem Wegbereiter des politischen Antisemitismus („Die Juden sind unser Unglück“) die Ehrung durch den Straßennamen aberkannt werden oder soll – in bester intellektueller Absicht – eine Informationstafel darauf hinweisen, dass die Stadt sich distanziert?
Diese Alternative stellt sich nicht wirklich: Seit vielen Jahren wird die Umbenennung gefordert, Prof. Heil von der Hochschule für jüdische Studien hat die Gründe dafür ausführlich dargelegt…… die Umbenennung der Carl-Diem-Straße ( Diem war ein bedeutender Sportfunktionär, der noch im März 1945 die Hitlerjugend zum „finalen Opfergang für den Führer“ aufrief) ging fast lautlos über die Bühne….. Wenn der Gemeinderat die Umbenennung der Treitschkestraße jetzt ablehnt, ist das ein Akt höchster Peinlichkeit!
Aktionsbündnis der Heidelberger gegen S 21
Mitarbeit an den Infoständen.
Am 5.11 am 9.11, am 19 und 23.11 sowie am 25.11 hat das Aktionsbündnis die Federführung bei den Infoständen am Bismarckplatz.
Samstags immer von 9.00 bis 18:00 Uhr, Mittwochs von 13:00 bis 19:30 Uhr.
Mitwirkende sind wie immer heftig gesucht. Ein Stündchen Flugblätter verteilen, mit Passanten diskutieren – jede Hilfe ist erwünscht.
Am 7.und 8.11 steht das Infomobil der Befürworter am Uniplatz. Auch hier ist ein Stand des Aktionsbündnisses angemeldet. Wer mitwirken möchte….
Weitere Infos: www.stuttgart21.binetz.de
