Neujahrsempfang 2017

Populismus scheint populär zu sein:
Unsicherheit aufgreifen, einfache Antworten ohne Lösungen anbieten, Wahrheit relativieren. Ist das eine Kapitulation vor der komplex gewordenen Welt? Werden wir wieder biedermeierlich-privat und blenden alles Fremde draußen aus? Muss unsere Demokratie das aushalten oder muss sie schon verteidigt werden? Die Diskussion wird geführt, Antworten stehen noch aus.

Einen Blick auf Heidelberg und die Welt warf Holger Schultze, Intendant Theater und Orchester Heidelberg.

Beim Neujahrsempfang  der  GAL am Freitag, den 6. Januar 2017, 11 Uhr im Deutsch-Amerikanischen-Institut (dai), waren fast 70 Personen anwesend, die nach einer kurzen Begrüßung durch Martina Weihrauch und Gerd Guntermann mit großem Interesse dem Beitrag von Holger Schultze zum Thema Populismus und seinem Plädoyer für mehr Dialog folgten.

Für den musikalischen Rahmen sorgten wie immer Sigi Geiberger, Gunter Kraus und Michael Herzer.


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Begehung Bergheim-West

Begehung Bergheim-West am Samstag, 21. Januar 2017, 14 Uhr 30, Treffpunkt am Eingang der Kurfürstenpassage (gegenüber Hauptbahnhof Nord)

In Bergheim West konzentrieren sich derzeit viele Entwicklungsthemen. Neubau oder Verlagerung des Betriebshofes, Fahrradverkehr über den Neckar, Zukunft der ehemaligen Feuerwache und des Landfriedgeländes, Wohnen, Grünflächen und vieles mehr.

Rundgang, zu entsprechenden Arealen,  als Basis für eine Diskussion der dazugehörigen Fragen > Betriebshof Südseite, Dezernat 16 Ostseite, Blücherstraße, OEG-Bahnhof, Emmaus, Großer Ochsenkopf, Gneisenauplatz, Wehrsteg, Pentapark, St. Albert, Landfried, Passage gegenüber Hbf-Nord.

Mehr als 20 Personen nahmen an der Begehung und Diskussion teil.

Jahreshauptversammlung 2016 Rückblick

Am 30. November 2016 fand die jährliche Jahreshauptversammlung statt. Der Vorstand hatte eingeladen, diesmal fand die Versammlung in den Räumen des Dezernats 16 statt. Vor den satzungsgemäßen Wahlen wurde mit einem interessanten kleinen Vortrag noch einmal daran erinnert, was welche Aktivitäten 2016 stattgefunden haben. So gab es vier Mitgliederversammlungen, jeweils mit politischen Themen bestückt und weitere Themenabende, bei denen wir immer ein volles Haus hatten.

Die Kassenprüfer_innen konnten den Vorstand entlasten und danach wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der alte Vorstand, dessen Kandidat_innen wieder zur Wahl antraten, Gerd Guntermann, Ernest Kellner und Martina Weihrauch wurden in ihrem Amt bestätigt und Klaus Flock wurde als viertes Vorstandsmitglied neu gewählt.

Anschließend gab es noch Raum für die Mitglieder, die vollzählig anwesenden Fraktionä_innen zu aktuellen politischen Themen zu befragen.


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Jahreshauptversammlung der Grün-Alternativen Liste Heidelberg (GAL) am 30.11. 2016.

Beginn um 20 Uhr im Dezernat 16 .

 

  1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit durch Martina Weihrauch

 

  1. Zum Protokollführer Ernest Kellner gewählt, zum Versammlungsleiter Jörg Schmidt-Rohr.

 

  1. Zwei Vertreter von Amnesty International stellen ihre Arbeit in Heidelberg vor.

 

  1. Jahresrückblick 2016 Martina Weihrauch stellt die Aktivitäten vor und berichtete ausführlich über die Veranstaltungen seit der letzten Mitgliederversammlung.

 

  1. Kassenbericht 2015

Der Kassierer Ernest Kellner erläuterte den Kassenbericht für 2015 und die mittelfristige Finanzplanung an Hand einer Tischvorlage.

Kassenprüfbericht:

Gabriele Faust-Exarchos als Kassenprüferin erklärt, dass sie und Christoph Nestor als zweiter Kassenprüfer die Kasse geprüft und keine Beanstandungen festgestellt haben. Alle Unterlagen und Belege lagen vollständig vor.

Sie beantragt die Entlastung des Vorstandes.

 

  1. Aussprache und Entlastung des Vorstands

Es gab noch einige Rückfragen zur Arbeit des Vorstandes und viel Lob für die engagierte Arbeit und die vielen Veranstaltungen. Der Vorstand wurde anschließend einstimmig entlastet.

 

  1. Neuwahlen

Es wurde einstimmig beschlossen für die folgende Wahlperiode 4 Vorstände zu wählen.

Es kandidierten die 3 bisherigen Vorstände Martina Weihrauch, Gerd Guntermann und Ernest Kellner und erstmals Klaus Flock.

Anschließend wurden die 4 Vorstände in getrennten Wahlgängen gewählt.

Als Kassenprüfer wurden Gabriele Faust-Exarchos und Christoph Nestor gewählt.

 

Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Der Kohlhof …

..wird uns in Heidelberg sicherlich noch längere Zeit beschäftigen. Nachdem ich aus der RNZ erfahren habe, dass die „Hofbauer Gruppe“ nun ein Gourmet-Restaurant im „Alten Kohlhof“ eröffnen möchte, musste ich schon mal tief durchatmen. Allein die Art und Weise, wie Hofbauer sein Konzept der Bewirtschaftung mit mindestens 8 Personen, nur Menue und Vorbestellung präsentiert, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Den Normalbürger möchte er nicht. Der „Kohlhof“ ist vielen von uns noch als eine Naherholungseinkehr von früher bekannt. Nach mehreren Rodelfahrten hat man sich als Kind auf die heiße Schokolade gefreut und im Sommer nach einem mühevollen Aufstieg auf eine Erfrischung. Auch Familienfeste konnten zu annehmbaren Preisen gebucht werden. Dieses Kleinod wiederzubeleben war und ist ein großes Anliegen der Heidelberger Bevölkerung. Die Stadt Heidelberg sollte diesem „Investor“ so schnell als möglich den Stuhl vor die Türe stellen. Der Kohlhof ist ein Stück Heidelberg für alle!!!

In Bergheim-West …

kreuzen sich aktuell viele Linien der Stadtentwicklung. Wie überall sind die Probleme des Verkehrs und der Gentrifizierung zu spüren. Insbesondere sind es die großen Bauvorhaben, die Fragen aufwerfen: Wo soll der neue Betriebshof entstehen, am alten Standort oder am Ochsenkopf? Wie sieht die Zukunft der ehemaligen Feuerwache und des Dezernats 16 aus? Was wird aus der Sozialeinrichtung Emmaus, wenn die Fahrradbrücke über die Bahngleise gebaut wird? Wie soll sich der Fahrradverkehr künftig über Gneisenauplatz und Neckar ins Neuenheimer Feld bewegen? Welche Grünflächen wird es geben? Wie kommt Bergheim-West nach der Aufgabe des Pentaparks an den Neckar? Welche Perspektiven gibt es für den Marktplatz vor St. Albert? Was passiert auf dem Landfriedgelände?

Die GAL lädt zu einem Rundgang ein, um die Areale in Augenschein zu nehmen und die Fragen zu diskutieren: Samstag, 21. Januar, 14.30 Uhr, Treffpunkt an der Kurfürsten-Passage (gegenüber dem Nordausgang des Hauptbahnhofs).

Zum Neuen Jahr

Im zu Ende gehenden Jahr scheint unsere Welt in Unordnung geraten zu sein. Wut, Hass, Terror sind überall präsent. Wir im Westen vergessen manchmal, wie gut es uns eigentlich geht. Im Süden und Osten unserer Welt wird man allein gelassen, verzweifelt am Alltag und stirbt in sogenannten ‚Bürgerkriegen‘. Die USA, als ehemals große Schutzmacht für Freiheit und Demokratie wählt einen autistischen Laien zum Präsidenten. Von Polen, Ungarn und Frankreich rede ich jetzt nicht…. Auf all das haben wir, Sie, du und ich keinen Einfluss – oder? Ich persönlich glaube, dass Wahrheit und Klarheit; das Eintreten für unsere und die Rechte aller anderen; Toleranz, die nicht Gleichgültigkeit ist und ein entschiedenes Bekenntnis zu Freiheit, Demokratie und Verantwortung im Kleinen gelebt auch im Großen zurückkommen!

 

Herzliche Einladung zum Neujahrsempfang der GAL, 6.1.2017, 11 Uhr im DAI

Holger Schultze, Intendant Theater und Orchester Heidelberg, spricht zu „Populismus populär?“

Altstadt wird gestylt!

Im Zuge der „Modernisierung“  unserer Altstadt sehen wir immer wieder, wie die modernistischen Gestaltungen hier zu einer gesichtslosen „Citysierung“ führen. Das heißt: den historischen Arealen wird ein Design-Outfit gemäß dem Zeitgeist verpasst – in seiner Formensprache glatt und glasig, kühl-stählern und cool-nüchtern. Wie im Falle des Glaspavillons am barockisierenden Komplex „Hauses der Begegnung“ bei der Jesuitenkirche (und Neufassade Augustinergasse). Ein prägendes Stadtviertel des Barocks ist so in seiner historischen Intaktheit entwürdigt. Nichts anderes passiert jetzt mit dem Garten der Jesuitenkirche, wo Bagger das Gelände „umwühlen“ und das Areal mit klobigen Sitzbänken und modernistischen Lichtquellen „umgestylt“ wird. Warnende Beispiele sind hier die unpassende Möblierung Marktplatz und Kornmarkt  und der „leere“ Ebert-Platz.

Nicht viel anders verhält es sich mit der Verzerrung des „intakten“ Stadtlebens  durch die bestehenden Sperrzeiten. Das Recht auf grenzenloses Feiern und individuelle Freiheiten einer Gruppe Studierender  dürfen nicht den Vorrang haben vor den Grundrechten der Altstadtbürger.  Jetzt muss dringend eine Verlängerung der Sperrzeit zum Wohle der Bürger kommen!

Schwimmfix darf nicht baden gehen

Eine großartige Idee von Manfred Lautenschläger. Alle Kinder  sollten noch vor der 3. Klasse schwimmen lernen. Seit 2006 fördert Herr Lautenschläger das Programm „Schwimmfix“. Die Zweitklässler der Heidelberger Schulen werden zum Schwimmunterricht an der Schule abgeholt und unter fachkundiger Anleitung erlernen sie das Schwimmen.  Ursprünglich war angedacht, dass das Projekt 3 Jahre lang finanziert und dann von der Stadt übernommen wird. Aus den 3 Jahren wurden 10 Jahre und im Februar 2017 läuft das Sponsoring aus. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Lautenschläger, das Institut für Sport und Sportwissenschaft und alle Beteiligten. Die Quote der Nichtschwimmerkinder in der Grundschule sank von ca. 40% auf derzeit ca.9 %. Eine Erfolgsgeschichte. Für mich steht daher fest, dass Schwimmfix weitergehen muss. Es wurden nun auch schon erste Gespräche geführt, wie das Programm weiterhin gefördert werden kann. Wenn sich kein neuer Sponsor findet,  sollte die Stadt Heidelberg diese Kosten übernehmen.

Lasst doch das Kulturamt inhaltlich arbeiten!

Der Etat des Kulturamts für Eigene Projekte und für die City of Literature ist 2017/18 auf rd. 215 T€ pro Jahr erhöht worden, um den neuen Aufgaben gerecht zu werden. Ohne fiskalische Not beantragen nun die drei großen Fraktionen Kürzungen um 12 bis 25 %. Die Grünen wollen zudem den renommierten Brentano-Preis nur noch zweijährig vergeben. In der Tendenz würde das Kulturamt auf die Rolle eines Kassenamts zur Verteilung von Zuschüssen reduziert.

Der SPD-Antrag geht noch weiter. Künftig sollen einige wenige Einrichtungen („Bundesliga“) in ihrer Förderung gesichert, die übrigen auf den Prüfstand gestellt werden. Auch die CDU will „große fördern, kleine … herunter fahren“. Die Vorschläge für den beabsichtigten Kahlschlag soll das Kulturamt mit den Kulturleitlinien machen. Ein neuer Innovationsfonds dagegen würde vom Kulturbürgermeister bewirtschaftet. Das Rennen um die Nachfolge von Dr. Gerner (2020!) wird mit einem schrillen Startschuss eröffnet.

Hermann Lehmann

ist vergangene Woche, kurz nach seinem 82. Geburtstag, gestorben. Wir haben einen Freund, Weggefährten und Ratgeber verloren.

Seit den frühen 80er Jahren verband uns der Kampf für eine lebenswerte Stadt, um den Erhalt von Kulturdenkmalen und gegen die intransparente Honoratiorenpolitik des damaligen Oberbürgermeisters.

Folgerichtig saß er nach der Einführung der Bezirksbeiräte für uns in der Altstadt in diesem Gremium und hat sich – nicht nur dort – mit Klugheit, Engagement und Hartnäckigkeit um seinen Stadtteil mehr als verdient gemacht.

Auch über Altstadtthemen hinaus wurde er für uns zum Ratgeber bei vielen Fragen des Bauens und der Stadtentwicklung. Wir haben oft von seinen profunden Kenntnissen und seinem klugen Rat profitiert.

Kurz nach unserem letzten Treffen schickte er mir ein Inhaltsverzeichnis seines umfangreichen privaten Archivs mit der Aufforderung zur Nutzung und der Anmerkung, man dürfe Stadtpolitik nicht „geschichtslos“ betreiben. Danke Hermann, auch für diesen letzten Rat!