Das Ampelmädchen

Das Mädchen in dem Ampelstrampler ist Mariam, die Tochter unserer Mitarbeiterin. Der Strampler wurde der Kleinen als Willkommensgeschenk von unserem Vorstand überreicht. In diesem Sinne: Willkommen im Leben und in unserer schönen Stadt, Mariam.

Dass sich auch die Kleinen und Kleinsten in Heidelberg wohl fühlen, liegt auch der GAL am Herzen. So ist beispielsweise unser Mitglied Claudia Kaufmann seit Ende April 2016 Vorsitzende des Kinderschutzbundes. Schon vorher engagierte sie sich mit großer Fachkompetenz als „Lobbyistin für Kinder“.

Für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr macht sich unser Stadtrat Michael Pfeiffer stark. Dazu gehören beispielsweise freie Gehwege für (Schul)Kinder und für Eltern mit Kinderwägen. Bei der letzten Veranstaltung der GAL zum Thema „Sicherheit im Straßenverkehr“ durften demnach auch die Kinderbeauftragten nicht fehlen.

Zur finanziellen Entlastung von Eltern forderte die GAL bereits seit dem Jahr 2000 Beitragsfreiheit für Eltern der untersten Einkommensstufe für KiTa und Kindergarten. Durch unser beständiges Engagement haben wir dies nun mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2015/16 für alle KiTa- und Kindergartenjahre erwirken können.

Auch die Einrichtung von Familienzentren befürworten und unterstützen wir: Bereits Ende der 90er Jahre hatten wir uns für eine Weiterentwicklung der Bürgerämter zu ‚Familienzentren‘, besonders mit dem Schwerpunkt ’niedrigschwellige Sozialberatung‘, eingesetzt. Das Thema der Einrichtung von Familienzentren war im Juni wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

Gratulation und Dank zum 125. Jubiläum „Alt-Heidelberg“

Bereits im Mittelalter, aber besonders seit dem 19. Jh. mit dem Beginn von Industrialisierung und Arbeiterbewegungen in Deutschland, gab es in den Städten aufklärerisch gesinnte Vereinigungen. Diese fühlten sich vor allem der Pflege von Bildung und Kultur verpflichtet.

Der 1891 gegründete Verein Alt-Heidelberg war und ist das Sprachrohr besonders der 10.000 Bürger, die in der Altstadt Heidelbergs wohnen. Die forcierte Ökonomisierung der letzten Jahre wird im breiten Bewusstsein als Pervertierung der Freiheitsvorstellung einiger Weniger wahrgenommen, die bis in die frühen Morgenstunden ihren lautstarken Freizeitaktivitäten nachgehen.

Als Gegenpol zu Vermarktungsstrategien, Beschleunigung und Nützlichkeitskalkül propagiert der Verein Alt-Heidelberg die Erhaltung des Stadtbildes, der Nachtruhe, einer lokalen Authentizität, der Beständigkeit sowie der Nachhaltigkeit und erhebt diese zu Symbolen der Lebensqualität.

Anstelle von Universalität, Enträumlichung und Ökonomisierung wünschen sich die Menschen Ortsbindung, Emotionalität, Empathie, Bildung, Vertrautheit und Identität. Diese Ziele verfolgt der Alt-Heidelberg-Verein mit Erfolg. Dies um so mehr mit der neuen Vorsitzenden Dr. Karin Werner-Jensen, einer Persönlichkeit, die aus einem reichen ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Wissen schöpft und sich zus. mit ihrem Team bemüht, die Kultur der „alten“ Stadt Heidelbergs zu bewahren.

Alla Hopp Park

Der Bau des neuen Alla Hopp Parks schreitet schnell voran und bisher liegt noch kein Gesamtkonzept vor, wie der Verkehr und das Parken funktionieren soll. Geplant ist, den Harbigweg, der am Park vorbeiführt, durch Poller zu sperren, so dass nur noch der Bus durchfahren darf.

Viele Fragen bleiben offen. Wie kommen die Besucher des Kletterzentrums mit ihrem Auto dorthin. Wie kann verhindert werden, dass die im näheren Umfeld des Parks vorhandenen Feldwege, die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind, nicht als Schleichwege genutzt werden.

Wie wird geregelt, dass die Seitenstreifen an den Feldern und die Parkplätze der anliegenden Vereine nicht ordnungswidrig beparkt werden. Warum wurden bisher nicht alle betroffenen Vereine und Anwohner zu einem „runden Tisch“ zusammengebracht, um an Lösungen zu arbeiten.

Die Feldwege um den Alla Hopp Park werden sowohl von Erholung suchenden Fußgängern als auch von Fahrrad fahrenden Sportlern auf dem Weg zu ihren Vereinen stark benutzt und sollen auch weitestgehend autofrei bleiben.

In Bergheim-West …

sind verschiedene Projekte im Gespräch: die Teilverlagerung des Betriebshofs der RNV, die Radverbindung vom Hauptbahnhof ins Neuenheimer Feld und der Neubau des Wehrs; spekuliert werden darf über die Zukunft des Toys„R“us-Gebäudes und mittelfristig auch über das Gelände der ehemaligen Feuerwache.

Während sich Bergheim-Ost unter starkem Aufwertungsdruck zügig entwickelt, herrscht westlich der Mittermaierstraße öffentliches Rätselraten.

Die Richtlinien zur Bürgerbeteiligung greifen hier nur zum Teil, weil sie aus guten Gründen auf städtische Vorhaben beschränkt sind. Darum sollten andere Formen der Partizipation zur Anwendung kommen: umfassende Information durch die Verwaltung, öffentliche Versammlungen und vielleicht so etwas wie einen Masterplan Bergheim-West.

Dabei müssen auch weitere Ziele herausgearbeitet und diskutiert werden: der Umgang mit der hohen Verkehrsbelastung, die Verbesserung der Einzelhandelsversorgung und die Sicherung der öffentlichen Grünflächen.

25jähriges Jubiläum des Kulturkreises Emmertsgrund-Boxberg

Vortrag Hans-Martin Mumm am 7. Mai 2016 zum Jubiläum des Kulturkreises Kulturkreis Emmertsgrund-Boxberg unter dem zentralen Motto Identifikation – Integration – Kommunikation.

Wer mehr von diesem Vortrag lesen möchte, kann dies mit folgendem link versuchen:

http://www.emmertsgrund.de/sites/default/files/downloads/Rede_Mumm_25_Jahre_Kulturkreis.pdf

Falls dies nicht funktioniert, findet sich der Text auch als Pdf im Anhang.

Hoch soll er leben – zum Geburtstag des Heidelberger Theateroligarchen

Ein Kommentar von Gerd Guntermann

Wahrscheinlich war das „Rich Bitch“ auf der Oberteil-Rückseite einer der aus Osteuropa bestellten ultraschlanken Hostessen nicht Teil der offiziellen Inszenierung des Geburtstags von Wolfgang Marguerre, aber nichtsdestoweniger symptomatisch für die 4-tägige neofeudalistische Feier des Heidelberger Sponsoren. Dass ihm das Geprotze im Theater, auf dem Platz davor, in der Stadthalle und im Schloßpark nicht peinlich erschien, spricht für sich. Dankenswerterweise sind andere Sponsoren und Mäzene aus der Region weitaus zurückhaltender bei ihren Geburtstagsfeiern, was nicht nur daran liegen mag, dass sie mit ihren Millionen weit abgeschlagen hinter unserem Theateroligarchen liegen.

Stutzig machte die Errichtung von gewaltigen Pavillons, die nicht nur die Relationen des Schlossparks sprengten – einem Landschaftsschutzgebiet, das zudem der Heidelberger Gesamtanlagenschutzsatzung unterliegt, sondern auch, dass Eingriffe wie der über 6 Wochen gehende Auf- und Abbau während der Vegetationsperiode und der Laichzeit geschützter Amphibien möglich sind: das Heidelberger Umweltamt war offensichtlich nicht, wie eigentlich nötig, vorab einbezogen worden. Erst auf Hinweis eines Spaziergängers konnte es die Errichtung eines Amphibienschutzzaunes bewirken – nachdem die vorübergehende Bebauung der Schloßparkwiese weit voran geschritten war mit der zwangsläufigen Folge, dass etliche Salamander, Bergmolche und Erdkröten unter den Materialmassen und Schwerlastern geplättet wurden. Der Geburtstag dieses Bürgers hat offensichtlich mehr Gewicht als Schäden am Artenspektrum, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind.

Weitere Schäden sind an den parkprägenden Bäumen dieses Bereichs zu erwarten: durch die gewaltigen Auflasten wurde der Boden massiv komprimiert und hat sich – trotz angeblicher Schutzmatten – abgesenkt mit der Gefährdung der lebenswichtigen Feinwurzeln – nicht kompensierbar mittels Bezahlung eines neuen Rasens durch Herrn Marguerre (oder – steuerlich absetzbar – seiner Firma?).

Dieser Präzedenzfall – und wenn es keiner war, dann war es privilegierte Behandlung eines Bürgers – lässt für die Zukunft zunehmende Nutzungen für private und kommerzielle Zwecke befürchten, die das Schloss zu einer Event-Kulisse degradieren.

Wenn Menschen, deren Reichtum jedes vernünftige Maß sprengt, nach Durchschnittsverdiener-Kriterien besteuert würden, bräuchte es weder für Heidelberger noch für andere Einrichtungen Spender, die sich mit einem (steuerlich absetzbaren?) Griff in ihre Portokasse Einfluss und Anerkennung erwerben. Dass 2014 ausgerechnet im Marguerre-Saal Brechts „heilige Johanna der Schlachthöfe“ aufgeführt wurde, lässt tief in die Widersprüche dieser Stadt blicken.

Gerd Guntermann,
Bezirksbeirat Altstadt

Bildquelle: http://www.die-stadtredaktion.de/2016/06/diestadtredaktion/der-kommentar/hoch-soll-er-leben-zum-geburtstag-des-heidelberger-theateroligarchen/

Sind wir übergeschnappt?

Es stehen gerade interessante Projekte zur Entscheidung an: Eine Großsporthalle mit rund 4000 Plätzen auch für ‚kleinere Kulturveranstaltungen‘. Das Mark-Twain-Center in der ehemaligen Kommandantur für u.a. ‚ein Kulturprogramm‘. Das neue Konferenzzentrum, in dem auch Kulturveranstaltungen stattfinden werden. Pläne für den Umbau der Stadthalle zu einem Konzerthaus und die Forderung, das Gebäude des Karlstorbahnhofes der Altstadt für Kulturveranstaltungen zu erhalten.

Für diese Projekte müssten Mittel in mehrstelliger Millionenhöhe aufgebracht werden, dazu kommen natürlich jeweils jährliche Zuschüsse… All dieses Geld hat die Stadt nicht.

Was mich aber noch mehr empört: Bei diesen Projekten wird „Kultur“ missbraucht zur Beschaffung von Akzeptanz und zum Generieren wenigstens eines Teiles der fehlenden Gelder. Sie wird zur Hure eines konzeptlosen Größenwahns.

Der Gemeinderat sollte hier sehr genau hinschauen was er entscheidet, denn das hat Kultur in Heidelberg nicht verdient.

Parken auf Gehweg

Gehweg heißt für Autofahrer „Geh weg“. Nun wurde dem Gemeinderat seitens der Stadt eine Infovorlage vorgestellt, in dem der GVD verstärkt diesen Regelverstoß überwachen soll. Immer mehr zugeparkte Gehwege waren der Anlass, nun endlich tätig zu werden.

Ich bin mir sicher, wenn alle Autofahrer*innen, die einen privaten Stellplatz haben, diesen auch konsequent nutzen würden, wären auch viele Straßen und Gehwege nicht so zugeparkt. Es ist leider schon viel zu sehr zur Selbstverständlichkeit geworden, dass man beim Spaziergang oder Einkauf hinter oder vor seinem Partner laufen muss. Im Auto sitzt der Mitfahrer doch auch nicht hinter dem Fahrer. Eine Unterhaltung ist so nicht möglich.

Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen werden oft gezwungen, auf die Straße auszuweichen. Es wird Zeit und sollte eigentlich auch selbstverständlich sein, dass der schwächste Verkehrsteilnehmer wieder den Bereich zurückbekommt, der ihm von Rechts wegen zusteht.

Das Problem „wohin mit dem Auto“ darf nicht zum Problem der Fußgänger werden.

25 Jahre Kulturkreis …

Emmertsgrund-Boxberg, herzlichen Glückwunsch. Die Antwort auf einen schlecht recherchierten Fernseh-Talk wurde bereits 1991 gegeben: Bürgerinnen und Bürger haben sich verabredet, selbst etwas für ihre Stadtteile zu tun.

Die Handicaps sind Arbeitslosigkeit, hoher Anteil an Migranten, ein unbegründet schlechter Ruf und die unzureichende Anbindung an die Stadt in der Ebene, verkehrlich, mehr noch aber die mangelhafte wechselseitige Wahrnehmung.

Aber jeder Mangel hat seine Kehrseiten. Die Bergstadtteile zeichnet der Weitblick bis zu den Pfälzer Bergen aus. Und die Mischung der Bevölkerung umfasst einen reichen Schatz an Schicksalen und internationalen Biografien.

Der Kulturkreis hat in beharrlicher Arbeit, mit Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen und Exkursionen, den beiden Stadtteilen ein eigenes, freundliches Gesicht gegeben. „Identität, Integration und Kommunikation“ sind die Kurzfassung seiner Aufgabenstellung.

Da lässt sich nur rufen: Viel Erfolg und weiter so!

Wechsel beim Kinderschutzbund

Wir gratulieren unserer GAL-Mitstreiterin Claudia Kaufmann, die seit Ende April neue Vorsitzende des Kinderschutzbundes ist.

Schon als sie zum ersten Mal bei uns kandidierte, bezeichnete sie sich selbst als eine „Lobbyistin für Kinder“ und als solche kennen wir sie seit vielen Jahren: Engagiert für die Interessen von Kindern, mit Fachkompetenz und Empathie eintreten für deren Bedürfnisse und immer wieder den Blick darauf lenken, was Kinder brauchen, um gesund und glücklich aufzuwachsen. Was könnte sie mehr qualifizieren für diese neue Aufgabe….

Wir wünschen ihr Kraft, Elan und Freude im neuen Ehrenamt!

Die Glückwünsche für die neue Vorsitzende sind auch verbunden mit dem Dank an ihre Vorgängerin: Annemarie Lerch hat viele Jahre den Kindern in unserer Stadt eine Stimme gegeben. Ihr Engagement für die Spielstube, die Kleiderkammern, den betreuten Umgang und das Sorgentelefon bleiben wegweisend. Für uns war ihr vielfältiger Einsatz gegen Kinderarmut ein politischer Ansporn – das werden wir auch mit Claudia Kaufmann weiter verfolgen.