…war das Motto zu dem wohl in den letzten Jahren größten Kinderfest in Kirchheim, das vom Verein „Kirchheim bewegt“ organisiert wurde. Mit viel Unterstützung der GGH, auf deren Areal das Kinderfest stattfand, der Stadtverwaltung Heidelberg und unglaublich vielen HelferInnen und SpenderInnen gab es ein vielfältiges Programm für die Kleinen, das seinesgleichen sucht. Und das alles ehrenamtlich und ohne Fördergelder. Wenn man bedenkt, wie viel Geld in die Erwachsenenkultur fließt, sollten Stadt und Politik überprüfen, ob sie nicht eher einmal solche Veranstaltungen fördern, anstatt immer mehr Geld in die großen Player unserer Stadtkultur zu investieren. Das Lächeln/Lachen eines Kindes ist unbezahlbar und kostet doch so viel weniger.
Leserbrief zum Konzert vor der Stadthalle von unserem Altstadt Bezirksbeirat Gerd Guntermann

Rhein-Neckar-Zeitung 22.06.2022
Umweltamt um Schadensbegrenzung bemüht
Jutesäcke mit Eichenholz sollen den pH-Wert in den Wasserbecken des Vater Rhein im Schlosspark reduzieren, damit der Nachwuchs von Erdkröten, Bergmolchen und Feuersalamandern eine Chance aufs Überleben hat.
Die Becken sind seit Jahren wichtige Laichgewässer, aber schon 2021 ist wegen saurem Wasser und hohem Zementeintrag ein großer Teil des Amphibiennachwuchses verendet. Das hat auch etwas mit der Baustelle oberhalb zu tun. Dort wurden einige der zahlreichen Quellen in Mitleidenschaft gezogen die bislang die Wasserbecken mit ausreichend gutem Wasser versorgten. Wissen die zuständigen Ämter nichts von den vielen Quellen am Schlossberg oder warum wurden in diesem sensiblen Gebiet unsensible Baugenehmigungen erteilt?
Besuch in Heidelbergs Partnerstadt Bautzen
GAL Stadträtin Judith Marggraf (vorne, 1.v.r.) war beim Besuch in Bautzen mit dabei. Lesen Sie dazu auch Ihren Stadtblattartikel „Bautzen lohnt sich“.

Rhein-Neckar-Zeitung 13.06.2022
Kerchemer Wind
Liebe Kirchheimerinnen und Kirchheimer, liebe Heidelbergerinnen und Heidelberger,
viel zu lange herrschte Stillstand im Gewerbegebiet Bieth. Doch dies wird sich nun ändern, da entlang des westlichen Schlosskirschenweg und der Straße „Im Bieth“ ein Handwerkerhof entstehen wird, auf dem sich 5 Handwerkerbetriebe niederlassen werden. Wir begrüßen die Handwerker ganz herzlich und freuen uns, dass Kirchheim durch diese Maßnahme das Gewerbe gestärkt wird und neue Ausbildungsplätze für junge Menschen geschaffen werden.
Am 16. Mai fand eine Besprechung auf dem Wirtschaftsweg zwischen Friedenskreuz und Bruchhausen statt, bei dem mit den Landwirten darüber gesprochen werden sollte, an welchen Stellen denn Bäume bzw. kleine Bänke auf dieser Strecke möglich wären. Das Angebot seitens des Umwelt- und Landschaftsamtes Hecken zu pflanzen wurde mit der Begründung abgelehnt, dass dort dann Autoreifen und ähnlicher Müll abgelagert würde. Obstbäume wurden mit der Begründung abgelehnt, dass das Laub die Ernte verunreinigen würde. Bänke zur Aufenthaltsqualität wurden mit der Begründung abgelehnt, dass sich dann dort Jugendliche mit Fastfood treffen und ihren Müll abladen. Letztendlich blieb von dem ursprünglichen Antrag, eine Baumallee zu pflanzen lediglich übrig, dass eine ca. 20 m lange Hecke, ein ca. 250m langer Blühstreifen sowie 2 zusätzliche Bäume zu dem Baum gepflanzt werden, der schon relativ nahe am Friedenskreuz steht. Wir hätten uns für die Erholungsuchenden, die dort spazieren gehen, etwas mehr Aufenthaltsqualität gewünscht, haben uns aber nun mit der „kleinen Lösung“ arrangiert.
Bleiben Sie gesund.
Ihre Meinung interessiert uns. Welche Themen sind für Sie wichtig? Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, dann schreiben Sie uns oder rufen Sie an. Auf unserer Homepage www.gal-heidelberg.de erfahren Sie mehr über unsere Aktivitäten und Ziele.
Ihre Kirchheimer Stadträtin Judith Marggraf und Ihr Stadtrat Michael Pfeiffer
Grün-Alternative Liste

Bautzen lohnt sich!
Ich hatte die letzten 3 Tage Gelegenheit, mit einer städtischen Delegation zur Feier von 30 Jahren Städtepartnerschaft mit Bautzen vor Ort Eindrücke zu sammeln. Es ist schön in der Oberlausitz! Bautzen ist ein Schmuckkästchen mit über tausendjähriger Geschichte und Baukultur. Die Besonderheiten der sorbischen Bevölkerung sind überall präsent und machen Lust auf mehr Information und Begegnung. Wie schön, dass Heidelberg schon 1991 eine völlig heruntergekommene Stadt finanziell und verwaltungsmäßig unterstützt hat! Der Sportkreis hatte daran in erster Stunde maßgeblichen Anteil! Fahren Sie mal hin! Viele reizende Hotels und Restaurants warten ebenso, wie ein großer See, ein 5 Sterne Campingplatz und viele andere Freizeitangebote.
Baumfällungen
… sind immer mehr ein Thema in der Öffentlichkeit und im Gemeinderat. Dabei meine ich die Bäume, die in Baufeldern stehen und für Neubauten weichen sollen. Schon mehrmals wurden wertvolle Bestandsbäume gefällt, bzw. sollen gefällt werden, weil es Fehler in der Planung gab oder die Pläne nicht transparent genug waren. Die GAL hat daher in der letzten Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, dass im Verlauf der Bebauungspläne explizit auf Probleme / Zielkonflikte im Hinblick auf Bestandsbäume hingewiesen wird. Bei Zielkonflikten ist der Bezirksbeirat miteinzubeziehen. Ich hoffe, dass sich durch diesen Antrag, den der Gemeinderat einstimmig beschloss, keine überraschenden Baumfällungen für Neubauten mehr ereignen werden.
Die SchulRadler*innen (SR)…
… sind schon viele Jahre ein wichtiger Bestandteil für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die SR sind meist 8-Klässler, die sich bereit erklärt haben, ihre neuen Mitschüler nach den Sommerferien in den ersten Wochen mit dem Fahrrad (oder auch Bus und Bahn) zur Schule zu begleiten. Sie sind bereit, Verantwortung für die neuen 5.Klässler zu übernehmen. Viele wurden damals schon selbst begleitet und möchten der Gemeinschaft etwas zurückgeben. In Kooperation mit 6 Schulen und der RNV werden 114 SR vom ADFC in Erste Hilfe, Kommunikation, Selbstbehauptungstraining und Verkehrsregelkunde ausgebildet, letzteren Part hatte ich übernommen. Dieses Gesamtkonzept gilt es weiter zu unterstützen.
Fremd geblieben
Ein Statement von GAL Mitglied Dr. Dorothee Hildebrandt zu IBA und PHV:
10 Wochen lang feiert sich nun die IBA selbst mit großem Aufwand, mit vielen Plakaten und dicken Broschüren, selbst welche ohne Text. IBA-Chef Braum gibt ein weinerliches Interview, in dem er Stadtverwaltung und Gemeinderat angreift, sie würden die IBA nicht genug würdigen. Und fürsorglich fordert er in der Zeitung die Einstellung seiner Mitarbeiter durch die Stadt, was der Oberbürgermeister prompt per Zeitung zusagt. Was wohl der Personalplan und der Personalrat der Stadt dazu sagen? Kritik am Masterplan PHV ignoriert Braum und verschweigt, dass die Entwicklung von PHV einen wohnungs- und sozialpolitischen Konsens in der Stadt erfordert. Aber nein, der „dynamische Masterplan“ müsse jetzt genau so und nicht anders umgesetzt werden. Verschwiegen wird das politische Gezerre um das Ankunftszentrum, dass erst gar nicht und jetzt doch im PHV geplant wird. Verschwiegen wird die geplante Bebauung der Ackerflächen, die jetzt gar nicht nötig ist. Verschwiegen wird die Unfähigkeit, die Uni für das PHV zu gewinnen. Und das alles geschieht in trautem Einklang mit dem Oberbürgermeister. Die fehlende Initiative beim Verkehrsministerium für ein Modellprojekt Straßenbahn nach PHV und Schwetzingen verwundert genauso wie die mangelnde Einbeziehung der Umlandgemeinden in die Planung. Dass die IBA den meisten Menschen in Heidelberg fremd geblieben ist, kann nicht mit vielen gelben Plakaten behoben werden.
Dorothee Hildebrandt
Erdüberlastungstag
…ein sperriges Wort, dass darauf hinweist, dass wir ab diesem Tag mehr Ressourcen verbrauchen als uns weltweit zustehen.
Dieses Jahr ab dem 4. Mai, letztes Jahr nach dem 29. Juli und im Jahr zuvor „erst“ ab dem 22. August.
Das Umweltbundesamt sagt dazu, dass wir inzwischen unsere natürlichen Ressourcen 3x schneller verbrauchen als sie sich regenerieren können. Handeln ist also dringend nötig.
Jetzt wurde Heidelberg Modellstadt für Klimaneutralität. Und was tun wir? Wir erarbeiten einen verbindlichen Fahrplan! Danach kümmern wir uns um Maßnahmen und konkrete Zwischenziele… Hauptsache Modellstadt, alles andere später. Früher hieß der running gag: Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
