Frühling lässt sein grünes Band …

Provinziell sei Heidelberg, meinen einige. Ich finde unsere Stadt wunderbar überschaubar! Man trifft sich, kennt sich, teilt Interessen und Ideen – und weil man sich trifft und kennt, werden manche Ideen auch Realität. So, wie unser ‚Heidelberger Frühling‘.

Man möge mir jetzt bitte verzeihen, dass ich zum 20. Geburtstag nicht das wie immer ambitionierte Programm und die hervorragenden Künstler in den Vordergrund stelle.

Stattdessen will ich an dieser Stelle die Förderer der ersten Stunde würdigen: HeidelbergCement und MLP. Mit Herrn Scheifele und Herrn Schroeder-Wildberg hat der Frühling mehr als Geldgeber, er hat Freunde. Wie das eben so ist in Heidelberg: Man trifft sich, kennt sich und lässt aus Ideen Realität werden!

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Am Donnerstag, 7. April, laden wir um 20 Uhr zu unserer Veranstaltung „Mehr Sicherheit im Straßenverkehr“ ins Bürgerzentrum Neuenheim, Lutherstr. 18, ein. Es diskutieren: Alexander Thewalt (Amt für Verkehrsmanagement), die Kinderbeauftragten der Altstadt und Michael Pfeiffer, Stadtrat der GAL.

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr!

Am Donnerstag, 7. April, laden wir um 20 Uhr zu unserer Veranstaltung „Mehr Sicherheit im Straßenverkehr“ ins Bürgerzentrum Neuenheim, Lutherstr. 18, ein. Es diskutieren: Alexander Thewalt (Amt für Verkehrsmanagement), die Kinderbeauftragten der Altstadt und Michael Pfeiffer, Stadtrat der GAL.

Bürgerbeteiligung – Balance von Macht und Vertrauen

Inwieweit stellt Bürgerbeteiligung eine Gefährdung von Macht dar, etwa der des OB oder der des Gemeinderates? Inwieweit schafft sie Vertrauen zwischen den Akteuren auf der kommunalpolitischen Ebene? Welche Beteiligungsprojekte können als gelungen, welche als weniger gelungen oder gar gescheitert angesehen werden? Diese Fragen zogen sich durch Vorträge und Diskussion bei unserer öffentlichen Mitgliederversammlung am 22. März.

Für Gabi Faust-Exarchos, Altstadträtin und Mitglied des Arbeitskreises, der von Februar 2011 bis Juli 2012 die Leitlinien für die Bürgerbeteiligung erarbeitete, war und ist oberstes Ziel, Vertrauen zu schaffen und eine Beteiligungskultur herzustellen. Sie will Bürgerbeteiligung nicht als Automatismus verstanden wissen, sondern als Haltung. Vor allem die Erfahrungen aus dem Bürgerbegehren gegen den Stadthallenanbau hätten gezeigt, dass Bürger ein großes Misstrauen gegenüber der Verwaltung gehabt hätten, weil die Transparenz fehlte. Daher ging es bei der Erstellung der Leitlinien darum, Transparenz herzustellen, die Öffentlichkeit frühzeitig zu informieren, verlässliche Verfahren und verbindliche Regeln zu etablieren. Dies sei sehr gut gelungen, etwa durch die Veröffentlichung der städtischen Vorhabenliste oder die Beteiligungsverfahren über alle Projektphasen hinweg (s. GFE_Vortrag_GAL_22-03-16). Und so wurden „unsere“ Leitlinien beispielsweise von Bonn und Graz fast vollständig übernommen. Ob das allerdings so sinnvoll ist, stellte Albertus Bujard in Frage: Jede Kommune brauche ein eigenes, individuell zugeschnittenes Modell, denn es gehe darum zu kapieren, nicht zu kopieren.
Einschätzungen zu politischen Auswirkungen von Bürgerbeteiligung und zu den bisherigen Beteiligungsverfahren gab Hans Martin Mumm ab. Fragen der Bürgerbeteiligung seien immer auch Machtfragen. Im Großen und Ganzen hätte sich ein offeneres Verhältnis zwischen Verwaltung und Bürgerschaft herausgebildet, und die Verwaltung sei gestärkt durch den direkten Kontakt mit den Bürgern. Andererseits sei der Gemeinderat geschwächt, weil er sich mit Ergebnissen aus Bürgerbeteiligungen auseinandersetzen müsse. An diesem Punkt waren sich die Podiumsteilnehmer nicht einig. Nach Meinung von Gabi Faust-Exarchos nützen die neuen Kooperationsstrukturen dem Gemeinderat, und auch Joachim Hahn, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik, ist der Ansicht, dass der Gemeinderat durch die Bürgerbeteiligung bessere Information zur Verfügung hat und politische Entscheidungen dadurch leichter würden.

Zum Theaterplatz, so Mumm, sei die Bürgerbeteiligung gut gelungen. Dennoch sind momentan viele Fragen offen, weil nicht klar ist, was der Eigentümer des Gebäudes genau vorhat. Somit könnten die Ergebnisse der Bürgerforen Makulatur sein. Große Diskurse und erheblicher Kraftaufwand waren bezüglich der Konversionsflächen nötig. Durch das Verfahren wurden Bebauungspläne modifiziert. Die Beteiligung zu den Patton-Barracks sieht Mumm eher negativ, weil das Verfahren mitten in seinem Lauf durch den OB geändert wurde, indem er einen Beirat berief und verfügte, dass dort nur gewerbliche Nutzung in Frage käme. Die Bürger hatten sich auch Wohnnutzung in dem Areal gewünscht. Auch Michael Pfeiffer monierte, dass viele enttäuscht seien vom Patton-Beteiligungsverfahren, weil man keine Chance habe gegen den Wunsch des OB, das Areal gewerblich zu nutzen. Dabei hätten es die Bewohner von Mörgelgewann und Kirchheimer Weg verdient, dass man das Areal öffne und sie aus ihrer Isolation hole. Joachim Hahn dagegen meinte, der Patton-Prozess werde die Integration fördern und einen Modernisierungsschub bringen. Gar keine Bürgerbeteiligung gab und gibt es bei der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen – was sich Mumm zufolge als zentralstädtisches Anliegen aber auch nicht dafür geeignet hätte. Zum Betriebshof kann es laut Hahn keine Bürgerbeteiligung geben, weil die Verlagerung ein Projekt der RNV ist und kein städtisches Vorhaben. So kann der Gemeinderat den OB nur bitten, bestimmte Positionen im Verfahren zu vertreten. Die Nachnutzung des Betriebshofs hingegen wird dann städtisches Projekt sein und offen für Bürgerbeteiligung.

Joachim Hahn schilderte die Bürgerbeteiligung aus Sicht der Verwaltung. Eine gute Bürgerbeteiligung ist u.a. verbindlich und verlässlich und in die lokale Beteiligungskultur eingebettet (Qualitätsstandards und -kriterien siehe PDF-Datei „Qualitaetskriterien_Netzwerk_Buergerbeteiligung“). Hahn stellte klar, dass es sich bei Bürgerbeteiligung nicht um Öffentlichkeitsarbeit handle und sie die Fachplanung durch die städtischen Ämter nicht ersetze. Das Verfahren sei natürlich aufwändig, doch halte sich der zusätzliche Zeitbedarf in Grenzen, weil zum einen die Vorbereitung der Bürgerforen die Vorbereitung der Gemeinderatssitzungen erleichtere, und weil zum anderen im Beteiligungsverfahren rasch komplexe Fragen bearbeitet und vorangebracht werden könnten. Nach der ersten Evaluation sei klar, dass sich die Leitlinien bewährt hätten, dass es allenfalls kleine handwerkliche Verbesserungsmöglichkeiten gebe. Genau dies wurde auch von Wolfgang Weber, der seit Jahren bürgerschaftlich aktiv ist, bestätigt. Das Vertrauen zwischen Bürgerschaft und Verwaltung hat sich laut Joachim Hahn verbessert, sei jedoch weiterhin fragil wegen „Enttäuschungsanfälligkeit“.

Kritisiert wurde von Birgit Müller-Reiss, Vorstand der IG Handschuhsheim, dass diverse Verfahren die Beteiligungsgegenstände unterschiedlich steuern können. Es gebe Informationsbedarf, herauszuarbeiten, welche Art Beteiligungsprozess wofür optimal wäre und darüber, dass die Bürgerschaft selbst Beteiligungsprozesse einleiten könne. Ob es Bürgerbeteiligung erster und zweiter Klasse gebe? Ob eine paritätische Besetzung des jeweiligen Koordinationsbeirats tatsächlich immer gegeben sei? Sie sehe das nicht beim Koordinationsbeirat zum Masterplan Neuenheimer Feld, denn darin säßen Bürger, die die Positionen der Universität befürworteten.

Kann Bürgerbeteiligung ein Instrument sein, auch politikferne Kreise zu erreichen? Vielleicht sollte sie öfter Kampagnencharakter haben. Statistisch interessant fand nicht nur Joachim Hahn, dass offenbar eine „kognitive Dissonanz“ besteht: in einer Erhebung fanden 96 % der Befragten Bürgerbeteiligung wichtig, weniger als 30 % aber haben Interesse an Stadtpolitik.

Quelle Qualitätskriterien Netzwerk Bürgerbeteiligung: http://www.netzwerk-buergerbeteiligung.de/fileadmin/Inhalte/PDF-Dokumente/Qualita%CC%88tskriterien/nwbb_qualitaetskriterien_stand_februar2013.pdf

Hilfsaktion für Idomeni: Crowdfunding

Unser GAL-Mitglied Jörg Schmidt-Rohr bittet in einer E-Mail an uns um Spenden für einen Hilfseinsatz in Idomeni:

Liebe Freunde, Familie, Bekannte, Menschen aus den verschiedensten Zusammenhängen

Meine beiden Söhne und ich haben ziemlich spontan beschlossen unseren „Osterurlaub“ zu einem kleinen Hilfseinsatz in Ideomeni zu nutzen.

(Für die nicht so intensiven Zeitungsleser- Idomeni ist der griechisch mazedonische Grenzort, an dem seit Schließung der Balkanroute viele tausend Flüchtlinge fest hängen und der von vielen jungen Freiwilligen aus den europäischen Ländern versorgt wird- das Lager mitten in Europa eine humanitäre Katastrophe)

Wir werden also dort hin fahren – meine Tochter ist zum zweiten Mal schon dort und hilft bei der Essensversorgung – und ich möchte dort auch im kleinen Rahmen materiell helfen können. Lebensmittel einkaufen, Zelte, Kleidung etc. was eben vor Ort tatsächlich materiell notwendig ist. Mitnehmen können wir nichts, da wir mit einem Linienbus fahren.
Da ich nicht wirklich reich bin, starte ich eine kleine private Spendenaktion. Wer also einen finanziellen Beitrag
– klein oder groß,dick oder dünn- leisten kann und will überweise den Betrag auf das Konto unten Stichwort „Idomeni“.Ich garantiere persönlich, dass das Geld 1 zu 1 in die humanitäre Versorgung vor Ort geht.

Wenn jemand eine Spendenquittung braucht, bitte vorher Bescheid geben,dann leite ich es über eine gemeinnützige Struktur (ist bisschen umständlicher, aber geht)

Da wir Ende der Woche fahren wäre bald gut.

Konto Jörg Schmidt-Rohr, Sparkasse Heidelberg DE67 6725 0020 0010 3305 64 SOLADES1HDB

Danke

Jörg Schmidt-Rohr

Foto: https://www.proasyl.de/news/wir-sterben-hier-langsam-zur-situation-in-idomeni/

Sicherheitsaudit

Es kommt Bewegung in das Thema Sicherheit im Straßenverkehr. In den nächsten 2 Jahre wird ein unabhängiger Auditor im Stadtgebiet unterwegs sein und Schwachstellen benennen sowie Vorschläge für Verbesserungen machen.

Aber auch schon innerhalb dieser Zeit wird es Verbesserungen geben. Viele Probleme, insbesondere im Schul- und Kindergartenumfeld, werden von den Eltern selbst verursacht. In Schweden wurde schon 1997 „Vision Zero“ beschlossen, 0 Verkehrstote im Jahre 2050. Und dafür wird viel getan z.B. autofreie Innenstädte.

Nicht der Verkehrsteilnehmer muss für Sicherheit sorgen, sondern das Verkehrssystem. Anders gesagt: Weil Menschen jeden Alters nicht bereit sind, sich im Verkehr durchgängig vernünftig zu verhalten, muss das System eben komplett idiotensicher gemacht werden. Die Verantwortung dafür liegt nicht mehr beim einzelnen Straßennutzer, sondern beim Straßenbauer und Verkehrsplaner.

Eine sichere Stadt ist diejenige, in der Kinder mit dem Autoverkehr gar nicht erst in Konflikt geraten können.

Innerhalb der nächsten 24 Stunden wird der Straßenverkehr rund 3800 weitere Todesopfer fordern. Auf den Straßen der Welt ist jeder Tag wie ein 9/11. (z.T.Quelle:der Spiegel)

Auf gute Nachbarschaft in Rohrbach!

Auf gute Nachbarschaft in Rohrbach!
Künftige Wohnanlage für geflüchtete Menschen, Kolbenzeil 7-9, (ehem. Sprachheilkindergarten)

Samstag 19. März, 13:00 Uhr
13:00 Uhr: Begehung, Treffpunkt Kolbenzeil 7-9
13:30 Uhr: Kultursaal des Agaplesion Lindenhof

Die Heidelberger Bezirksbeirät*innen und der Heidelberger Gemeinderat haben dem Konzept der Stadtverwaltung zur dezentralen Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in allen Heidelberger Stadtteilen im Dezember nahezu einstimmig zugestimmt. Wir begrüßen diesen Ansatz und freuen uns darüber, dass die Heidelberger*innen die hier ankommenden Flüchtlinge und die Hilfsorganisationen so tatkräftig unterstützen wollen und in vielen Bereichen auch außerhalb ihres Stadtteils teilweise schon unterstützen. Die Hilfsbereitschaft ist weiterhin enorm, aber es gibt auch noch offene Fragen, Bedenken und Unsicherheiten zum Zusammenleben mit den neuen Nachbarn.
Für Rohrbach ist die Neubebauung des Geländes Kolbenzeil 7-9 – ehemaliger Sprachheilkindergarten – mit einer Wohnbebauung vorgesehen, wo 100–140 geflüchtete Menschen untergebracht werden können. Die Planung sieht vor, dass der Bau im Laufe des Jahres realisiert wird. Nähere Informationen gibt es in der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung am 7. April.

Wir stehen Ihnen, den Rohrbacher Bürger*innen, am 19. März Rede und Antwort für Ihre Fragen, Bedenken und Unsicherheiten. Wir sammeln offene Fragen, damit sie am 7. April im Bezirksbeirat beantwortet werden können. Wir wollen, dass die dezentrale Unterbringung in Rohrbach ein Integrationserfolg wird.
Die Fraktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, GAL, FDP/FWV, Die Linke/Piraten, Bunte Linke und Die Heidelberger laden Sie daher herzlich am Samstag, dem 19. März, um 13 Uhr zu einer Vor-Ort Begehung und anschließender Diskussion im Agaplesion Bethanien Krankenhaus, Franz-Kruckenberg-Str. 2 ein.

Bürgerbeteiligung auf dem Prüfstand

Die GAL lädt am Dienstag, 22. März 2016, 20 Uhr zur öffentlichen Mitgliederversammlung in das Forum am Park, Poststraße 11, herzlich ein. Alle Interessierten sind willkommen.

Im Juli 2012 verabschiedete der Heidelberger Gemeinderat „Leitlinien für mitgestaltende Bürgerbeteiligung“. Seither wurde eine Reihe von städtischen Planungen in öffentlichen Anhörungen und Diskussionsrunden nach diesen neuen Regeln vorgestellt und verändert.
Die Entwicklung des Mark-Twain-Viertels und die Standortsuche für ein neues Kongresszentrum haben dabei neben vielen anderen Themen die größte Aufmerksamkeit gefunden. In Vorbereitung ist die Bürgerbeteiligung für den Master-Plan Neuenheimer Feld. Es ist an der Zeit zu prüfen, ob sich diese Leitlinien dabei bewährt haben oder ob es Nachbesserungsbedarf gibt.
Referieren werden Gabriele Faust-Exarchos, Altstadträtin, Judith Marggraf und Hans-Martin Mumm, Gemeinderäte, sowie Joachim Hahn, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik..

Grafik: http://team-ewen.de/umsetzung-der-buergerbeteiligung-heidelberg-praxisseminar

Wahlsonntag mit der GAL

Wer am 13.3. nicht alleine zuhause verzweifeln möchte und sich nicht vorstellen kann, die parteipolitischen Gewinner-Feten zu besuchen, ist herzlich zu uns eingeladen! Ab 18 Uhr bieten wir in der Griechischen Taverne (Bergbahn) landesweite und kommunale Hochrechnungen und Gespräche live und in Farbe. Wir wollen die Wahl und ihren Ausgang gemeinsam begleiten, erleben, besprechen und kommentieren – wollen das für uns alle wichtige Ergebnis miteinander teilen und diskutieren, wollen uns in unserer Stadt vergewissern, wohin die kommunale und landesweite Reise denn gehen wird.
Wir freuen uns auf euch!

Grafik: https://im.baden-wuerttemberg.de/de/innovatives-land/lebendige-demokratie/wahlen/landtagswahl-2016/

Wie CETA und TTIP gestoppt werden können

„Mehr Demokratie e.V.“ berichtet im Sondernewsletter 02/2016, wie TTIP und CETA gestoppt werden können:

(…) Niesco Dubbelboer und Arjen Nijeboer sind gegen CETA und TTIP. Die beiden Niederländer stehen für Millionen Menschen in ganz Europa, die die Handelsabkommen der EU mit Kanada und den USA stoppen wollen. Aber anders als viele kritische Europäer/innen haben Niesco und Arjen ein Druckmittel in der Hand: Sie werden einen Volksentscheid organisieren, der CETA, vielleicht auch TTIP, zu Fall bringt. Das wäre ein Wunder? Genau. Und das geht so: CETA kommt nur einstimmig zu Stande. Es müssen also alle EU-Mitgliedstaaten zustimmen. Ein Rechtsgutachten bestätigt das. Stimmt nur ein Mitgliedstaat gegen das Abkommen, ist es gescheitert.

Stellen Sie sich vor: Das niederländische Parlament ratifiziert CETA – dann sammelt die Initiative in sechs Wochen genug Unterschriften, um einen Volksentscheid darüber zu erzwingen. Die Abstimmung bindet die Regierung zwar nicht rechtlich, aber politisch. Beteiligen sich über 30 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung, wird die Regierung sich an das Ergebnis halten – das haben die Parteien bereits erklärt. Sagen die Niederländer „Nein“, ist Schluss mit CETA. (…)

Sagen die Niederländer „Nein“ zu CETA, dann ist wahrscheinlich auch TTIP erledigt. Sicher trauen sich dann auch andere Mitgliedstaaten, etwa Portugal, Österreich und Griechenland, ihre Kritik deutlich zu äußern. (…)
Wenn wir ihnen jetzt helfen – dann können sie einen riesigen Stein ins Rollen bringen. (…) Gemeinsam können wir CETA und TTIP stoppen – es beginnt in den Niederlanden, mit diesen zwei Männern. Ein geeignetes Druckmittel haben die beiden in der Hand, es fehlt einzig am Geld. Schon mit 10, 30 oder 50 Euro tragen Sie viel dazu bei, eine schlagkräftige Kampagne in den Niederlanden zu organisieren.

Der vollständige Sondernewsletter samt Angaben zum Spendenkonto ist zu finden auf https://www.mehr-demokratie.de/md-info_2016-02.html


Im Übrigen hat Sigmar Gabriel am 24.02. in einer Antwort auf eine Petition, mit der sich über 100.000 Menschen für einen Einblick für alle in die TTIP-Unterlagen ausgesprochen hatten, geantwortet: „Ich weiß, dass sich mit TTIP viele Sorgen verbinden. Um es klar zu sagen: Ich werde keinem Freihandelsabkommen zustimmen, das Arbeitnehmerrechte beschneidet, Standards bei Verbraucher- oder Umweltschutz absenkt oder den Gestaltungsspielraum der Städte und Gemeinden einschränkt.“ https://www.change.org/p/angela-merkel-und-sigmar-gabriel-einblick-f%C3%BCr-alle-in-die-ttip-unterlagen-ttiptransparenz/responses/33563


Wer wissen möchte, welche Gefahren Kommunen durch TTIP und CETA drohen, kann dies in der pdf-Datei nachlesen.

Foto:

Wir halten europaweit gegen TTIP & CETA zusammen

Ein Jahr Verkürzung der Sperrzeiten in der Altstadt: Erfahrungsbericht der Stadtverwaltung

Mit Wirksamkeit zum 01. Januar 2015 hat die Stadt Heidelberg die Sperrzeiten in der Altstadt der Landesregelung von Baden-Württemberg angepasst. Am 23. Februar ab 18 Uhr wird der Bezirksbeirat Altstadt über den Erfahrungsbericht, der bei der Verabschiedung der Sperrzeitverkürzung gefordert wurde, informiert.

Von Dezember 2000 bis 2014 galten wochentags Sperrzeiten ab 02:00 Uhr, in den Nächten zu Samstag und Sonntag ab 03:00 Uhr. Seit dem 01.01.2015 gilt die Landesregelung mit Sperrzeiten wochentags ab 03:00 und in den Nächten zu Samstag und Sonntag ab 05:00 Uhr.

Die Beschwerden der Anwohner in der Altstadt häufen sich seither, und sie erfahren nun objektive Bestätigung durch die Berichte des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) und der Polizei und der Stadtverwaltung. Letzere berichtet unter Punkt V.: „Weiter muss festgestellt werden, dass Störungen in der Zeit zwischen 3:00 Uhr und 5:00 Uhr, welche vor der Sperrzeitverkürzung in der Regel nur im Bereich der Discobetriebe mit erlaubten längeren Öffnungszeiten stattfanden, sich nun auf sämtliche Straßenräume ausdehnen, wo Gaststättenbetriebe von der Sperrzeitverkürzung Gebrauch machen.“ Und sie resümiert: „Die aktuellen Zahlen und Stellungnahmen deuten darauf hin, dass die seit dem 01.01.2015 auch in der Altstadt geltende landesweite Sperrzeitregelung zu keiner wahrnehmbaren Entzerrung des Personenaufkommens im öffentlichen Raum geführt hat. Die Beobachtungen des Kommunalen Ordnungsdienstes weisen vielmehr darauf hin, dass durch die Sperrzeitverkürzung bis 05:00 Uhr nun auch verstärkt zwischen 3:00 Uhr und 5:00 Uhr alkoholisierte Ruhestörer und laut sich unterhaltende Gäste oder Passanten in den Altstadtstraßen anzutreffen sind und die Nachtruhe der Anwohner empfindlich stören. Dabei ist häufig ein hohes Aggressions- und Gewaltpotential festzustellen.“
Der KOD beklagt, dass „Die Nachhaltigkeit der Streifen des Kommunalen Ordnungsdienstes (…) nach 03:00 ihre Kapazitätsgrenzen erreicht (haben)“.
Die Polizei stellt u.a. fest, dass „polizeiliche Kräfte über einen längeren Zeitraum im Gebiet der Heidelberger Altstadt gebunden sind. Für die Bevölkerung bedeutet die Verkürzung der Sperrzeit mehr Lärm und einen Anstieg der für sie besonders wahrnehmbaren Ordnungsstörungen.“

Die Informationsvorlage der Stadt sowie die Stellungnahmen von KOD, Polizei, DEHOGA, LindA, Verein Alt-Heidelberg sind abrufbar über http://ww1.heidelberg.de/buergerinfo/vo0050.asp?__kvonr=23438&voselect=5322 .

Foto: http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Neue-Sperrzeiten-noch-in-diesem-Jahr-_arid,5989.html