In der letzten Woche hat der Gemeinderat darüber abgestimmt, ob die Plöck für 33.000 € zur Fahrradstraße umgewandelt wird. Judith Marggraf und ich haben dagegen gestimmt, weil wir keinerlei Verbesserungen erkennen. Es werden wie bisher Anlieger und Anlüger mit ihren Autos durchfahren und verbotswidrig parken. Zu Fuß Gehende werden weiterhin auf dem schmalen Gehweg balancieren oder einfach die Fahrbahn benutzen und langsam fahrende Autos und Zulieferer werden weiterhin von teils sich selbst gefährdenden Radfahrern überholt. Das Geld sollte besser in den Umbau der Plöck investiert werden, um auch Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkung einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten. Ja für mehr Radwege, aber sinnvoll.
Autor: peter
Corona bremst Ziegelhäuser Ortsjubiläum aus
Unter der Leitung des Stadtteilvereins wollte der Stadtteil seine 1. urkundliche Erwähnung 1220 mit einem großen Festprogramm ausgiebig feiern. Beginnend mit einer historischen Ortsführung am 9. sowie am 10. mit einem großen Festzug der örtlichen und Umlandvereinen mit integriertem Sommertagszug und Oldtimerparade sowie Bürgerfest auf dem „Kucheblech“. Festabend und zahlreiche kulturelle und sportliche Veranstaltungen sollten folgen. Doch Corona machte das alles zunichte, aber die Gesundheit aller geht vor. Bleiben wird als Erinnerung an das Jubiläumsjahr ein neues Fotoheimatbuch, ein Buch mit Postkarten und Stempeln, ein Jahrhundertbaum und Hinweisschilder zu geschichtsträchtigen Orten in Ziegelhausen.
Ihr Stadtrat der Freien Wähler
Raimund Beisel
Ich freue mich…
…über die ersten Öffnungen von Geschäften und Einrichtungen nach dem shutdown und ich bin stolz auf uns alle, dass wir damit verantwortlich umgehen! Kein Verkehrs-Desaster am Recyclinghof und keine Shopping-Orgien in der Innenstadt. Statt nun über weitere Quadratmeter und Branchen zu reden, sollten wir jetzt dringend all die in den Blick nehmen, die sozial und menschlich belastet sind! Familien, die es nach 6 Wochen zuhause einfach nicht mehr schaffen. Angehörige, die ihre älteren Familienmitglieder nicht mehr besuchen dürfen. Schülerinnen und Schüler, die von digitalen Lernangeboten nicht erreicht werden. Frauen und Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind…. Hier braucht es dringend Konzepte, Perspektiven und Hilfe.
Presseerklärung + Offener Brief von FoKusS Heidelberg zu ‚Vertagung der Entscheidung zur Verlagerung des Ankunftszentrums in die „Nachcoronazeit“!‘
Presseerklärung + Offener Brief, Link hier
Vertagung der Entscheidung zur Verlagerung des Ankunftszentrums in die „Nachcoronazeit“!
Mia Lindemann, Asylarbeitskreis Heidelberg e.V. * Karl Völker, Ärztlicher Mitarbeiter im Ankunftszentrum Heidelberg * Dorothee Hildebrandt + Wolfgang Gallfuß, Forum Klima und soziale Stadtentwicklung Neue Mitte Heidelberg (FOKUSS) ————————————————————————————————-
Heidelberg, den 9.4.2020, Kontakt: orgateam@fokuss-hd.de
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren im Heidelberger Gemeinderat,
wir begrüßen die Entscheidung des Gemeinderats der Stadt Heidelberg, kontroverse kommunalpolitische Entscheidungen derzeit zu vertagen.
Trotz der hohen Bereitschaft der Heidelberger Stadtbevölkerung, sich aktiv für den Verbleib des Ankunftszentrums auf der Heidelberger Gemarkung einzusetzen, gibt es berechtigte Zweifel an der geplanten Verlagerung des Ankunftszentrums in die „Wolfsgärten“.
Heidelberger Bürger*innen sollten die Chance haben, diese Entscheidung des Gemeinderats kritisch zu begleiten. Sollte das „normale Leben“ ohne Beschränkungen tatsächlich wieder ab Ende April möglich sein – was wir für unrealistisch halten- wäre der nächste mögliche Entscheidungstermin im Gemeinderat am 7.5.2020.
Die Zeit zwischen evtl. Beendigung der Beschränkungen und der gemeinderätlichen Entscheidung Anfang Mai halten wir aber für zu kurz, um eine dringend notwendige erweiterte öffentliche Debatte zur Entwicklung von PHV und zur Verlagerung des Ankunftszentrums führen zu können.
Unsere Bedenken gegen eine alsbaldige Entscheidung im Gemeinderat gründen auf folgenden Überlegungen:
1. Bisher konnten die interessierten und engagierten Heidelberger*innen davon ausgehen, dass das Ankunftszentrum nicht in den Wolfsgärten gebaut wird, da es dafür eine Mehrheit weder im Gemeinderat noch bei anderen Gremien und Initiativen gab. Das hat sich mit dem Beschluss der Grünen geändert (RNZ v. 05.03.und 10.03.2020). Alle Beteiligten müssen sich darauf einstellen können und die Chance erhalten, sich dazu zu äußern.
2. Das Ankunftszentrum innerhalb des PHV zu verlagern, z.B. in den Südwesten des Geländes, passt sich gut in den dynamischen Masterplan für PHV ein und kann in das Konzept der Mikroquartiere integriert werden. Diese Herangehensweise wird den sozialen, humanitären und ökologischen sowie landwirtschaftlichen Bedingungen gerecht. Die Lage des Ankunftszentrums in den Wolfsgärten käme einer Ghettoisierung nahe, die niemand wollen kann.
3. Eine Verlagerung innerhalb des PHV ließe sich schneller umsetzen als eine vollständig neue Anlage in den Wolfsgärten.
Wir werden uns in den nächsten Tagen ausführlicher zu diesen und weiteren Aspekten äußern und eine Erwiderung auf die zustimmende Position der Grünen Fraktion zum Standort Wolfsgärten formulieren.
Wir fordern den Gemeinderat auf:
Vor einer abschließenden Gemeinderatsentscheidung muss nochmals ausreichend Zeit für eine öffentliche, sachliche Debatte möglich sein. Zudem darf nach einer Entscheidung des Gemeinderats der öffentliche politische Kontext nicht durch Corona-Sicherheitsmaßnahmen beschränkt sein. Kritiker*innen einer möglichen Gemeinderatsentscheidung für einen Standort „Wolfsgärten“ müssen die Möglichkeit haben, ggf. ein Bürgerbegehren einzuleiten.
In diesem Sinne plädieren wir für eine Vertagung der Entscheidung in die Zeit, wenn wieder ein ungehindertes öffentliches politisches Leben möglich ist, mindestens also in den Herbst 2020.
Mit freundlichen Grüßen
Mia Lindemann, Asylarbeitskreis Heidelberg e.V. * Karl Völker, Ärztlicher Mitarbeiter im Ankunftszentrum Heidelberg * Dorothee Hildebrandt + Wolfgang Gallfuß, Forum Klima und soziale Stadtentwicklung Neue Mitte Heidelberg (FOKUSS)
Für alle Umweltschützer zum Unterschreiben und Weiterleiten – Europa kann die Bienen retten
Bienen hungern, Insekten sterben, Bäuer*innen müssen ihre Höfe aufgeben – die Agrarwende ist dringend notwendig. Wir gehen sie jetzt europäisch an: Mit einer Europäischen Bürgerinitiative fordern wir die EU-Kommission auf, Artenschutz und umweltfreundliche Landwirtschaft auf die politische Agenda zu setzen. Dazu brauchen wir eine Million Unterschriften – helfen Sie mit.
Unterzeichnen Sie jetzt die Europäische Bürgerinitiative
Auf unseren Feldern und Wiesen wütet ein ungleicher Kampf: Bienen gegen die Agrarindustrie. Und es sieht nicht gut aus: Die Insektenbestände brechen dramatisch ein – teilweise um bis zu 75 Prozent.[1] Monokulturen und Ackergifte setzen den Tieren zu, sie finden immer weniger Nahrung.
Doch es gibt Hoffnung: In Brüssel verhandelt die EU derzeit, wer künftig die milliardenschweren Agrarsubventionen erhält. Die entscheidende Frage ist: Gehen sie wie bisher vor allem an große Agrarfabriken? Oder vermehrt an Bäuer*innen, die naturnah wirtschaften und so Bienen und andere Insekten schützen?
In diese Verhandlungen mischen wir uns nun ein – mit der Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“, hinter der mehr als 90 Organisationen stehen. Gemeinsam fordern wir ein Verbot synthetischer Ackergifte und mehr Geld für Bäuer*innen, die auf naturnahe Landwirtschaft umstellen wollen. Unser Ziel: eine Million Unterschriften, gesammelt in mindestens sieben Ländern. Dann schaffen es unsere Forderungen in Brüssel auf die Tagesordnung.
Damit das gelingt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Wenn Sie auf den Link klicken, kommen Sie direkt auf die Seite der Initiative „Bienen und Bauern retten“. Dort werden Ihre Daten umfänglicher abgefragt, als Sie es von Campact kennen. Das fordern EU-Richtlinien. Doch wenn wir europaweit eine Million Unterschriften zusammenhaben, muss sich die EU-Kommission mit unseren Forderungen beschäftigen. Machen Sie mit und helfen Sie Bienen und Bäuer*innen.
Unterzeichnen Sie jetzt die Europäische Bürgerinitiative
Was wir in Europa erreichen wollen, hat in Bayern bereits geklappt: Bienenschutz, festgeschrieben in einem Gesetz. 1,7 Millionen Unterschriften sammelte das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ letztes Jahr in weniger als sechs Monaten – das erfolgreichste Volksbegehren in der Geschichte des Freistaates.
Der Landtag übernahm die Vorschläge der Initiative – ungekürzt und ohne Abschwächungen. Selbst Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kapitulierte und entwickelte sich quasi über Nacht zum großen Bienenfreund.[2] Ein riesiger Erfolg für die Artenvielfalt, den die Bürger*innen selbst erstritten haben!
Das Beispiel zeigt, wie erfolgreich direkte Demokratie sein kann. In München hat der Druck aus der Bevölkerung sogar die Politiker*innen zum Umdenken gebracht, die vorher strikt gegen mehr Insektenschutz waren.[3] Davon lassen wir uns jetzt auch auf europäischer Ebene beflügeln – und ziehen mit unseren Forderungen nach Brüssel. Machen Sie mit Ihrer Unterschrift die europaweite Bewegung für mehr Bienenschutz und eine echte Agrarwende noch stärker.
Unterzeichnen Sie jetzt die Europäische Bürgerinitiative
Herzliche Grüße
Lynn Gogolin-Grünberg, Campaignerin
Antonia Becher, Campaignerin
Campact e. V. – https://www.campact.de/
PS: Ein Verbot von synthetischen Pestiziden wäre nicht nur gut für die Biene, sondern auch für uns. Ackergifte wie Glyphosat oder Chlorpyrifos gelangen über Obst und Gemüse in großen Mengen auf unsere Teller – obwohl sie im Verdacht stehen, Krebs, Nervenleiden und Gehirnschäden zu verursachen.[4][5]
[1]„Wir befinden uns mitten in einem Albtraum”, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2017
[2]„Söder will mit einem Gesetzespaket versöhnen”, Süddeutsche Zeitung, 3. April 2019
[3]„Bayern ist so fortschrittlich, wie die CSU nie sein wollte”, Süddeutsche Zeitung, 14. Februar 2019
[4]„Darum ist Glyphosat so gefährlich”, Frankfurter Rundschau, 14. Dezember 2017
[5]„Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit erklärt Chlorpyrifos für gesundheitsschädlich”, PAN Germany, 12. August 2019
Schottergärten-Gärten des Grauens…
…heißt ein Artikel (Haus und Garten 7/2019) über immer öfter gestaltete Schottervorgärten in unserer Stadt. Wer sich aber so einen Schottergarten anlegt, macht dies keinesfalls unter ökologischen Gesichtspunkten, da er seinen Garten nicht als Lebensraum für sich und die Natur wahrnimmt. Die Steine speichern im Sommer die Hitze, ein Garten mit Pflanzen sorgt für eine gewisse Verdunstungskälte, die sich positiv auf die Hausumgebung auswirkt. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat haben im November 2019 einen umfangreichen Katalog zum Klimaschutz beschlossen. Unterstützen Sie mit bunten Gärten. Gestalten Sie Ihre Gärten mit heimischen Pflanzen und Kräutern. Damit erfreuen Sie nicht nur sich sondern auch viele Insekten, von denen wir auch abhängig sind. Danke.
Coronavirus
Erlebnisse im Corona-Alltag
Manchmal frage ich mich, welche Erziehung Mitmenschen hatten, denn auch ohne Corona sollte man in einem Einkaufzentrum nicht in die Menge niesen. Ebenso im Bus, was zur Folge hatte, dass die Sitznachbarin von Ihrem Sitz aufsprang. Als ich den Übeltäter freundlich auf seinen Lapsus hinweise, werde ich beschimpft. Als der Bus dann hielt, wollte keiner mehr auf den Türknopf drücken. Verschämte Sekunden vergehen, endlich öffnet jemand von außen. Vor einem Laden sprechen 2 ältere Damen ohne die vorgeschriebenen 1,5 Mindestabstand miteinander. Dann geben sie sich Küsschen auf die Wangen. Ich kann´s nicht fassen. Bitte halten sie sich alle an die Gesundheitsvorschriften. Sie schützen sich selbst und somit uns alle. Dieser Weg wird kein leichter sein, aber gemeinsam besiegen wir das Virus.
Ihr Stadtrat der Freien Wähler
Raimund Beisel
Zwei Gedanken:
Bei meinem Bäcker darf derzeit nur eine Person in den Laden, meine Buchhändlerin nebenan musste ihr Geschäft schließen. Ich verstehe diese Logik nicht und wünsche mir, dass mehr Einzelhändler wieder ihre Geschäfte öffnen können – natürlich mit den entsprechenden Auflagen. Das wäre eine kleine Erleichterung und auch ein Hoffnungsschimmer.
Ist Ihnen auch aufgefallen, dass der Großteil ’systemrelevanter‘ Tätigkeiten von eher schlecht bezahlten Frauen erbracht wird? Krankenschwestern, Pflegerinnen, Verkäuferinnen … unverzichtbar und einem hohen eigenen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, halten sie unser Leben am Laufen – nicht die vielen klug redenden Herren Virologen! Das sollten wir alle uns merken für die Zeit nach Corona!
Ankunftszentrum PHV
Die Entscheidung Standort Ankunftszentrums wurde letzte Woche von der Tagesordnung genommen. Gut so, denn nun können die Kolleg*innen im Gemeinderat, die sich von unserem OB durch dessen listigen Vorschlag den Gäulschlag zu bebauen, nun doch für die Wolfsgärten entschieden haben, ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Bevor man den Wolfsgärten zustimmt, sollte man sich die Ausgleichsfläche nennen lassen, die der OB zugesagt hat. Wenn inmitten einer Stadt eine JVA gebaut werden kann (Bsp. HN/ HD), dann sollte doch ein AKZ auf PHV erst recht kein Problem sein. Ich bin davon überzeugt, dass die Stadtplaner ausreichend Wohnraum für junge Familien, Wohngruppen und Menschen mit geringem Einkommen planen können. Geht nicht gibt`s nicht. Für mehr Grün-GAL.
