„Komm mit mir wandern, ich habe Wanderlust…“

Die Arbeitsgemeinschaft der Heidelberger Frauenverbände und -gruppen präsen­tiert anlässlich des internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen (25.11.) den Film „Töchter des Aufbruchs“ und freut sich besonders, die Regisseurin Ulrike Bez für ein Gespräch im Anschluss begrüßen zu dürfen.
Temporeich und mitreißend nimmt uns die Rapperin Ebow mit auf eine Reise durch die Geschichte von Migrantinnen in Deutschland. Es sind drei Gruppen, mit denen die Filmemacherin Uli Bez gesprochen hat: die klassischen „Gastarbeiterinnen“ der 60er Jahre, die Gruppe der politischen Flüchtlinge und die jungen Frauen, die aus den großmütterlichen und mütterlichen Wurzeln ihre kreative Kraft schöpfen. Mit Charme und Tiefgang erzählen die Frauen ihre oft abenteuerlichen Geschichten. Es sind Geschichten von der beharrlichen Anstrengung, Brücken zwischen den Kultu­ren zu bauen. Es sind kraftvolle Erfolgsgeschichten, gerade wenn die jungen Frauen aus der „Enkelinnenperspektive“ berichten. Mit Leichtigkeit und Scharfsinn rücken sie das Zerrbild von den angeblich schwer Intergrierbaren zurecht, das heute noch in vielen deutschen Köpfen und in den Medien spukt. „Komm mit mir fang an, fang in deinem Land an, denn ich habe Wanderlust…“ singt Ebow.
(http://toechterdes­aufbruchs.de/)

Flüchtlinge und Patton Barracks, Stadtblattartikel von Michael Pfeiffer am 19.11. 2014

Der Heidelberger Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass bis zu 2000 Flüchtlinge die PHV über die kalte Jahreszeit als Winterquartier beziehen können. Die vielen positiven Rückmeldungen von Bürgern ob dieser Entscheidung haben mir wieder klar gemacht, warum ich so stolz auf meine Stadt bin und mich hier so wohl fühle. Weil Heidelberg weltoffen ist und sich im Gegensatz zu manch anderer Kommune nicht versteckt, wenn es darum geht, humanitäre Hilfe zu leisten.

Am 20.November findet um 18 Uhr im Bürgerzentrum Kirchheim das erste Forum zur Bürgerbeteiligung für die Patton Barracks statt. Wenn der Bürger nun in der RNZ lesen muss, dass dort seitens der Stadt schon ein Ausbildungshaus (2015) und ein neuer Technologiepark entstehen soll, dann frage ich mich, ob hier die Mitgestaltung durch die Bürger der umliegenden Stadtteile erwünscht ist.

Die Stadt sollte das Fell des Bären nicht schon verteilen, bevor er erlegt ist. Es wäre erfreulich, wenn ein Verantwortlicher des TP den Bürgern an diesem Abend seine Vorstellungen präsentieren würde.

350 Jahre Toleranz, hoch aktuell, Stadtblattartikel von Hans Martin Mumm am 12.11. 2014

1664 gestattete Kurfürst Karl Ludwig Flüchtlingen die Ansiedlung in der Kurpfalz, obwohl sie Täufer waren. Sie kamen aus der calvinistischen Schweiz, die diese pazifistische Minderheit nicht duldete. Karl Ludwig erklärte, ihm sei egal, ob die Zuwanderer sich „aller Kriegshändel enthalten“, wenn sie nur das Land mit aufbauen.

Die alten Berichte der Ortspfarrer klingen zeitnah: Quartiersuche, Begrüßung, Versorgung, Ansiedlung und Starthilfen waren zu organisieren.

Am letzten Samstag feierten die süddeutschen Mennonitengemeinden in der Hoffnungskirche (Südstadt) ihr Jubiläum: „Ohne Gewehr und Krieg. Menschen, die aufbauen. 350 Jahre Mennistenkonzession in der Kurpfalz.“ Erinnert wurde an diesen frühen Schritt zu Toleranz und Menschenrechten.

Die gastgebende Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Heidelberg (Baptisten) stellte in diesem Rahmen ihr aktuelles Engagement zur Unterstützung der Flüchtlinge in Heidelberg vor. Sie fand und verdient dafür viel Beifall.

„Wer kennt die Altstadt…., Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 5.11. 2014

so gut wie Dr. Hermann Lehmann, der vor einigen Tagen 80 Jahre alt wurde? Wir schätzen unseren langjährigen Bezirksbeirat als einen Bürger, der sich seit Jahrzehnten für seine Stadt engagiert, der Bausünden anprangert, neue Bauvorhaben kritisch betrachtet und Eingriffe in die historische Substanz zu verhindern sucht.

Er verleiht den denkmalschützenden Aspekten Gewicht, indem er mit seinem umfassenden Wissen zur Stadtgeschichte und gründlicher Recherche Fehlentwicklungen thematisiert. Dazu gehören der Wegfall der Straßenbahn und die Fußgängerzone, der Umgang mit historischen Gebäuden und die Altstadt-Plätze, vor allem der ehemalige Harmonie-Garten in der Theaterstraße.

Frühzeitig wies er auch auf den fatalen Widerspruch zwischen Wohnen und zunehmender Eventisierung der Altstadt hin.

Zum runden Geburtstag gratulieren wir recht herzlich!“

Altstadt-Bänke, Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 22.10. 2014

Es tut gut zu sehen, dass die vielfach kritisierten Sitzbänke um den Herkules-Brunnen, vor der Heilliggeistkirche und am Südsaum des Kornmarktes nach dem Heidelberger Herbst nicht wieder aufgestellt wurden, so dass die historischen Plätze wieder ihr ursprüngliches Bild haben. Es wäre gut, wenn das so bliebe.

Die „Befreiung“ dieser historischen Orte vom nicht dazu gehörigen Mobiliar wird als besonders angenehm empfunden. Hierfür hat „Heidelberg Pflegen und Erhalten“ mit Fraktionsgemeinschaft GAL am 21. Sept. einen Antrag gestellt, um an diesen drei Plätzen die insgesamt 10 Bänke auf Dauer zu entfernen (der Antrag steht erst am 5.3.2015 auf der Tagesordnung).

Es handelt sich hier nicht um „ästhetische“ Nebensächlichkeiten, sondern um ein Mobiliar in einem historischen Umfeld, wo architektonische Zusammenhänge sehr prägend sind. Diese stadtbilddominanten Plätze vertragen gar keine feste Möblierung! Hier würde eine Aufstellung dieser Bänke, die insgesamt ohne jeden Charme für das „Altstädtische“ sind, wie eine Demonstration des Unpassenden wirken.

Diese 10 von insgesamt 64 Bänke in der Hauptstraße kann man getrost entbehren. Was wir alle aber nicht entbehren wollen, ist der gute Ruf der Stadt.

Altstadt-Bänke , Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 20.10. 2014

Es tat gut zu sehen, dass die kritisierten Sitzbänke um den Herkules-Brunnen, vor der Heilliggeistkirche und am Südsaum des Kornmarktes nach dem Heidelberger Herbst bisher nicht aufgestellt wurden, so dass die historischen Plätze wieder ihr ursprüngliches Bild hatten. Die „Befreiung“ dieser historischen Orte vom nicht dazu gehörigen Mobiliar wurde als besonders angenehm empfunden.

Hierfür hat „Heidelberg Pflegen und Erhalten“ mit Fraktionsgemeinschaft GAL am 21. Sept. einen Antrag gestellt, um an diesen drei Plätzen die insgesamt 10 Bänke auf Dauer zu entfernen (der Antrag steht erst am 5.3.2015 auf der Tagesordnung).

Es handelt sich hier nicht um „ästhetische“ Nebensächlichkeiten, sondern um ein Mobiliar in einem historischen Umfeld, wo architektonische Zusammenhänge sehr prägend sind. Diese stadtbilddominanten Plätze vertragen gar keine feste Möblierung! Hier würde eine Aufstellung dieser Bänke, die insgesamt ohne jeden Charme für das „Altstädtische“ sind, wie eine Demonstration des Unpassenden wirken.

Wie können Bürger und die Stadt auf den ehemaligen US-Flächen bauen?, 8.11.2014

mit: Joachim Hahn, Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Statistik Heidelberg,
Thomas Rebel, stellv. Leiter des Stadtplanungsamtes Heidelberg,
Abraham de Wolf, Bürger für Heidelberg e.V.
am: Samstag, den 8. November 2014
um: 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Stadtbücherei (Seminarraum), Poststraße 15, Heidelberg
Moderation: Frau Luitgard Nipp-Stolzenburg, Bürger für Heidelberg e.V.

Die Erwartungen sind groß. Auf den ehemaligen US-Flächen soll viel Neues entstehen: neue bezahlbare Wohnungen, Kinderspielplätze und Kindergärten, Geschäfte und Cafes, Räume für Kultur und Werkstätten für das Handwerk, Büros und Kleingärten, Grünflächen und Parkplätzen, Gehwege, Fahrradwege und neue Straßen.
Bauen in der Stadt. Wie wird mit so vielen Interessen, die sich teilweise widersprechen, umgegangen? Wie geht das alles zusammen? Welche sozialen und ökologischen Ziele sind wichtig? Wer trifft welche Entscheidungen und wann? Welche Rolle spielen Gemeinderat und Bürger und die Stadtverwaltung? Heidelberg entwickelt sich weiter und nutzt die Chancen auf den ehemaligen USFlächen. Dabei spielt die Beteiligung der Bürger an der Planung eine zentrale Rolle.
Mit diesem intensiven Workshop wollen wir mehr über die baurechtlichen Möglichkeiten zu Planen und zu Bauen erfahren, um die öffentliche Diskussion kenntnisreich zu vertiefen. Im Workshop werden auch die nächsten Schritte der Planungen vorgestellt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Es wird jedoch um eine Anmeldung gebeten, da die Teilnehmer schriftliche Unterlagen erhalten. Die Anmeldung bitte mit einer Email an: buerger-fuer-heidelberg@freenet.de.

Finanzen und die ehemaligen US-Flächen, 21.10. 2014

Veranstaltung der: Bürger für Heidelberg e.V.

Konkret gefragt: Finanzen und die ehemaligen US-Flächen

mit: Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen, Heidelberg
am: 21. Oktober 2014
um: 20.00 Uhr
Ort: Volkshochschule, Bergheimer Strasse

Erklärtes Ziel der Stadt Heidelberg ist der Kauf der gesamten ehemaligen US-Flächen, um als Stadt die Gestaltungsmöglichkeiten im Sinne der Entwicklungsziele auszunutzen. Danach werden große Teile der Flächen und die meisten Gebäude an Bürger, Konkret gefragt: Finanzen und die ehemaligen US-Flächen

Investoren und Firmen weiterverkauft. Diese sinnvolle Politik wirft jedoch eine ganze Reihe von Fragen, auch Finanzfragen, auf, die wir mit dem zuständigen Fachmann und Bürgermeister diskutieren möchten.

Sie können unsere Arbeit mit einer Mitgliedschaft unterstützen. Anmeldung über unsere Webseite: www.buerger-fuer-heidelberg.de . Und über eine Spende freuen wir uns auch.

Pressemitteilung der GAL zur OB-Wahl am 13.10. 2014

2006 traten Eckart Würzner und Caja Thimm mit profilierten Programmen gegeneinander an: Hier die konservativen Konventparteien, die Macher und Großprojektbetreiber – da die ökologische und demokratische Erneuerung der Stadtgesellschaft. Sinnbildhaft war der Auftritt Würzners auf dem Bismarckplatz mit einer Betonmischmaschine.

Das Scheitern der beiden Großprojekte − Neckarufertunnel und Stadthallenanbau − beeinträchtigte den Rückhalt Würzers in der eigenen Anhängerschaft. Aber auch die von den Bündnisgrünen veranlasste Trennung von der Grün-Alternativen Liste kostete nicht unerhebliche Kräfte auf der Seite der ökologischen Impulse.

Ganz allgemein und unabhängig vom lokalen Handeln lässt sich die Entwicklung der letzten acht Jahre als Auflösung des polarisierten Lagerdenkens und Hinwendung zur kleinteiligen Sacharbeit beschreiben. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist eine verbreitete Entpolitisierung.
Eckart Würzner hat es auf diesem Hintergrund verstanden, sich anderen, konsensfähigeren Themen zuzuwenden. Für sein Eintreten für eine erweiterte Bürgerbeteiligung, für die Straßenbahn ins Neuenheimer Feld und für den Ankauf der US-Flächen durch die Stadt fand er Unterstützung sowohl im mehrheitlich OB-kritischen Gemeinderat als auch in der Stadtgesellschaft. Auch die GAL hat diesen Kurs kritisch-zustimmend begleitet. Beeindruckt waren wir von Eckart Würzners persönlichem Auftritt gegen die NPD vor dem Heidelberger Hauptbahnhof.
Dennoch ruft die GAL nicht zur Wiederwahl Eckart Würzners als Oberbürgermeister auf. Er hat keine erkennbaren Gesamtziele für eine zukunftsfähige Stadt und er bleibt – ablesbar an unendlich vielen Zügen seines Handelns und Auftretens – eingebunden in die konservativen Milieus Heidelbergs.

Die GAL ist nach der Trennung von den Grünen und nach der letzten Kommunalwahl auf eine homöopathische Größe reduziert. Gerne hätten wir Kandidaturen der SPD oder der Grünen oder noch besser einer gemeinsam nominierten Persönlichkeit unterstützt. Aufgrund des Bröselns der Lager und der Unschärfe der programmatischen Profile ist es dazu nicht gekommen. Die Grünen immerhin hatten einen Kandidaten aufgestellt, konnten diese Position aber nicht halten. Die Konstellation, dass es eine Wahl ohne ernsthafte Gegenkandidatur gibt, bedauern wir sehr.

Es gibt am 19. 10. 2014 mehrere Möglichkeiten, sich zu verhalten: nicht wählen, ungültig wählen oder andere Namen eintragen. Das Ergebnis ist dennoch vorhersehbar: Der bisherige OB wird wohl der neue sein. Welche politischen Maximen die zweite Amtszeit Eckart Würzners beherrschen werden, ist dagegen eine ganz offene Frage.

Die Kinderbeauftragten (Kibs).., Stadtblattartikel von Michael Pfeiffer am 13.10. 2014

sind ein wichtiges ehrenamtliches Bindeglied zwischen den Kindern der Stadtteile und der Stadtverwaltung. Es sollten in jedem Stadtteil zwei sein, die sich u.a. um sichere Schulwege, Kinderspielplätze, Krippen- und Kitaplätze sorgen. Auch beim Weltkindertag sind sie vor Ort.

Sie halten den Kontakt zu Kindergärten und Schulen und treffen sich auch mit den anderen Kibs, um sich auszutauschen.
Zur Minimierung des „Eltern-Taxi-Verkehrs“ gibt es seit 2006 die Leitlinien für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung, die von den „Kibs“ erstellt wurden und für die Stadt verbindlich sind.

Es wurde ein „Feuerwehrtopf“ eingerichtet, mit dem die Kibs zeitnah bauliche Maßnahmen für die Sicherheit beantragen konnten. Dieser startete mit 150.000€ im Jahr und wurde sukzessiv abgeschmolzen. Es sollen im nächsten Haushalt nur noch 50.000€ sein.
Wer ein bisschen Ahnung hat weiß, was man damit beim Straßenbau anfangen kann.

Beim Doppelhaushalt 15/16 können Stadt und Politik zeigen, ob sie die Kibs ernst nehmen oder den Feuerwehrtopf erneut reduzieren.