Infostand zu Coffee-to-go Mehrwegbecher

Das städtische Amt für Abfallwirtschaft informierte am Donnerstag, 23. November in der Hauptstraße / Ecke Theaterstraße über die Möglichkeiten, gegen die Flut von Coffee-to-go-Einwegbechern vorzugehen. Das Amt zeigte wo man die Mehrwegbecher befüllen lassen kann, teilweise sogar mit Rabatt für das Getränk. Dieser Infostand der Stadt war auch Teil der Maßnahme gegen die Einwegbecherflut, die die GAL Anfang des Jahres gefordert hatte.

Ein herzliches „Dankeschön“ von der GAL an das Amt für Abfallwirtschaft, Rolf Friedel und sein Team, für deren Einsatz!

Immer mehr Menschen greifen zum Einwegbecher, um ihren Kaffee unterwegs zu trinken. Die Nutzungsdauer wird auf 15 Minuten geschätzt. In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht, das sind pro Jahr fast drei Milliarden Stück Einwegbecher. Inzwischen liegt die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee to go-Bechern greift, in Deutschland bei 70 Prozent, mit zunehmender Tendenz.

Doch dieser Trend hat negative Folgen für die Umwelt. Für die Herstellung der Pappbecher müssen Bäume gefällt werden, es wird Rohöl benötigt und die CO2-Emissionen pro Jahr steigen. Neben dem immensen Ressourcenverbrauch verschmutzen viele der weggeworfenen Einwegbecher Straßen, öffentliche Plätze und die Natur. Das könnte ganz einfach vermieden werden, wenn stattdessen Mehrwegbecher oder -tassen verwendet würden.

 

 

 

Bettensteuer

Die Mehrheit des Gemeinderates ist vor einer kleinen aber feinen Gruppe eingeknickt. Die Hotellerie hat es geschafft, einige, in ihren Fraktionen führende Mitglieder, von dem Bürokratiemonster Bettensteuer das Fürchten zu lehren. Ich denke da weniger an die FDP, die bekanntermaßen die beste Freundin der Hotellerie ist, sondern an diejenigen, die damals noch für die Bettensteuer waren.

In Städten wie u.a. Bonn- Bremen-Dresden-Dortmund-Erfurt-Flensburg-Freiburg-Frankfurt-Hamburg-Köln-Münster-Potsdam-Weimar-Wismar gibt es die „Übernachtungssteuer“. Lassen Sie sich, wenn Sie eine Stadt besuchen und dort privat übernachten möchten, von einer Abgabe zwischen ca. 2-5 € pro Nacht abhalten? Kam dem Gemeinderat in diesen Städten auch der Gedanke, dass es ungerecht ist, die Gäste an den Kosten zu beteiligen oder haben sie mehr an das Wohl ihrer Stadt gedacht?

Ich habe mich darüber gewundert, wie engagiert sich die Bettensteuer-Gegner für unsere Gäste und die Hoteliers eingesetzt haben. Das Wort Lobbyismus wurde in den letzten Tagen häufig ausgesprochen. Fakt ist, dass uns bereits eingeplantes Geld trotz „schönem Rechnen“ fehlen wird.

Harbigweg

Der Harbigweg und die ihn umgebenden Feldwege sind an trockenen Tagen immer stark frequentiert. Es interessiert die wenigsten Fahrer*innen, ob nun die Beschilderung auf die Benutzung nur von landwirtschaftlichem Verkehr hinweist oder ob das Parken durch Schilder untersagt ist. An manchen Tagen ist es ein unglaubliches Chaos (sh. Foto) und ich hoffe, dass der Arbeitskreis, der sich mit dem Verkehrsmanagement und einem Ingenieurbüro zusammengesetzt hat, auch brauchbare Vorschläge vorlegen wird, um die Feldwege in Kirchheim Nord wieder den erholungssuchenden Spaziergänger*innen und den mit dem Fahrrad zum Verein fahrenden Sportler*innen zurückzugeben.

 

Schreiben Sie mir Ihre Meinung.

Mp-pfeiffer@gmx.net

Versorgungsmarkt Breslauer Straße

Der wichtige Versorgungsmarkt „nah und gut“ wurde im März in der Breslauer Straße geschlossen. Das ist sehr bedauerlich, da viele Kirchheimer, insbesondere aus dem nördlichen Bereich unseres Stadtteils, gerne ihre Käufe dort erledigten und auch die Bäckerei Seiler mit ihrem große Sortiment an verschiedenen Broten, Brötchen und Kuchen wird schmerzlich vermisst.
Schon zu Beginn des Jahres haben meine Fraktionskollegin Judith Marggraf und ich bei den zuständigen Stellen nachgefragt, wie es denn nach der Schließung weitergeht und angemahnt, eine zeitnahe Entscheidung zu treffen.
Der momentane Stand ist, dass ein Vertragsabschluss anscheinend kurz bevorsteht und nach entsprechenden Renovierungsmaßnahmen voraussichtlich Mitte 2018 ein neuer Einkaufsmarkt seine Tore öffnen wird.
Ansprechpartner ist für uns die GGH und das Amt für Wirtschaftsförderung. Ich bedauere sehr, dass sich der Prozess bisher so lange hingezogen hat und hoffe, dass es nun bald sichtbare Fortschritte geben wird.

Ein neuer Weg

Es ist vollbracht. Seit Kurzem ist der seit mehr als 25 Jahren unbefestigte Weg zwischen der Ilse-Krall-Straße und dem Franzosengewann nun bei jedem Wetter begehbar. Nachdem schon im letzten Jahr auf Wunsch der GAL (Grün-Alternative Liste) vom Parkplatz eine Rampe für Fahrradfahrer, Kinderwägen und Rollstuhl- bzw. Rollatorennutzer mit angrenzender Treppe gebaut wurde, war dieses Jahr der nun befestigte Weg an der Reihe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. War der Weg früher oft nach Regenschauern nicht begehbar, so kann man nun mit sauberen Schuhen sein Ziel erreichen. Er wird auch oft von Kindern als Tafel benutzt, auf dem man wunderschöne Kreidebilder sehen kann und auch Skater und Kinder mit Kleinrädern und Rollern machen ihre ersten Erfahrungen mit einem fahrbaren Untersatz. Ein großes Dankeschön hierfür an Herrn Weber, den Leiter vom Tiefbauamt, und sein tolles Team. Natürlich sind wir von der GAL auch ein bissel stolz darauf, dass wir die Verwaltung für diese Maßnahme gewinnen konnten. Und nachdem nun auch noch die letzten Poller gesetzt wurden, ist es Autofahren auch nicht mehr möglich, diesen Weg zu befahren.

Die GAL unterstützt Collegium Academicum

Wir waren die ersten, die sich intensiv und nachdrücklich für das Wohn-, Kultur- und Bildungsprojekt Collegium Academicum (CA) – damals noch mit den Plänen auf Patton – eingesetzt haben und wir freuen uns jetzt, dass das CA auf dem Hospital Gelände Platz findet und dort eine gute Zukunft für die eigenen Pläne und Projekte hat und darüber hinaus einen Beitrag zu einer guten und vielfältigen Entwicklung des Hospital Geländes leisten kann.

Der Rahmenplan für das Hospital-Gelände wurde im Gemeinderat beschlossen und das Projekt „Collegium Academicum“ für ein selbstverwaltetes Studierendenwohnheim, Kultur- und Bildungsinstitution schreitet voran. Durch Förderprogramme, Wettbewerbsgewinne und Sponsoren sind Gelder zusammen gekommen, die es nun ermöglichen, im Herbst einen Prototypen eines Zimmers des neuen CA zu konstruieren, der zunächst für Materialtests genutzt wird. Der mobile Prototyp wird dann in Heidelberg an öffentlichen Plätzen zu erleben sein und soll helfen, das Projekt bekannter zu machen und schon einmal die Qualitäten des innovativen Neubaus zu demonstrieren.

Das Planungsteam hat sich mit den städtischen Ämtern beraten, die Pläne sind konkreter geworden und viele Fragen konnten geklärt werden, sodass das Projekt auch in dieser Hinsicht mit Riesenschritten voranschreitet.

Ende des Herbstes soll die bauantragsreife Planung abgeschlossen sein. Die Finanzierung beruht zum großen Teil auf Direktkrediten, also auf nachrangigen Darlehen von Privatpersonen. In den letzten Monaten konnten bereits über 200.000 Euro eingeworben werden. Damit ist das Ziel, Bundesfördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro für das Bauprojekt zu erhalten, ein großes Stück näher gerückt. Um die Planung in das Stadium der Bauantragsreife zu verfeinern, werden jedoch weitere Direktkredite benötigt.

Mehr Infos zum Projekt und wie man es unterstützen kann unter http://collegiumacademicum.de/

Unterstützung der Vereine bei Vandalismus

Letzte Woche haben wir einen Antrag bei der Stadt gestellt, die prüfen soll, ob und wie man Vereinen helfen kann, die von Vandalismus-Schäden betroffen sind. Grund war die sinnlose Zerstörung von Zelten, Bierbänken und einer Vereinsfahne auf der Rohrbacher Kerwe Anfang September. Da dies jeden Verein in allen Stadtteilen treffen kann und dadurch die ehrenamtlichen Helfer demotiviert sowie Veranstaltungen gefährdet sind, setzen wir uns für schnelle, unbürokratische Hilfe durch die Stadt ein. Wir denken da nicht nur an finanzielle Hilfe sondern auch an vorbeugende Maßnahmen, wie nächtliche Security oder Versicherungen, denn es wäre sehr schade, wenn aufgrund solcher Vorkommnisse Veranstaltungen nicht mehr stattfinden könnten.

Mehrweg-Kaffeebecher

Wir freuen uns, im Herbst geht es los! Die Stadt startet eine Info-Kampagne zur Reduzierung der “Coffee-to-go Becher“. Im Gemeinderat wurde im Juli über eine Konzeptentwicklung entschieden, nicht zuletzt aufgrund unseres Antrags im April. Wir hatten um Prüfung von Maßnahmen gegen die immer größer werdende Flut von Einweg „Coffee-to-go Bechern“ gebeten. Auch wenn man meinen könnte, die Grünen hätten den Mehrwegbecher – wie es in der RNZ zu lesen war – auf den Weg gebracht, so war es doch tatsächlich unsere Fraktion, die diesen Antrag stellte. Umweltentlastung und ein ansehnliches Stadtbild liegen uns am Herzen.

Presseerklärung der Gemeinderatsfraktionen von CDU, GAL, Grünen und SPD zur aktuellen Lage des Karltorbahnhofs und Hintergrundinformationen

Der Umzug des Karlstorbahnhofs muss trotz schwieriger Kostensituation schnellstens in die Wege geleitet werden // Planungssicherheit der KünstlerInnen und Qualität des künstlerischen Angebots unbedingt erhalten// Forderung: Entscheidung über die Budgetplanung und Spatenstich noch vor der Sommerpause

Die Gemeinderatsfraktionen von CDU, GAL, Grünen und SPD sind sich einig, dass die in der Machbarkeitsstudie genannten Kosten gesenkt werden müssen, sprechen sich aber einstimmig für eine schnelle Beendigung der Kostendiskussion rund um den Karlstorbahnhof sowie eine Intensivierung der Umzugsplanung aus. Wir fordern daher die schnellstmögliche Behandlung und den Beschluss des Sachverhaltes im Gemeinderat noch vor der Sommerpause. Durch den schnellen Umzug soll dem Team des KTB Planungssicherheit für die Programmplanung gewährt werden und damit die Qualität des Angebots gewahrt bleiben.

Der Umzug des Karlstorbahnhofs in das alte Kutschengebäude der Campbell Barracks wurde am 23.7.2015 beschlossen. Die Grünen sehen dringenden Handlungsbedarf vor allem in der Umzugsplanung, die in jüngster Zeit eher schleppend vorangeht „Die Pläne für den Umzug müssen dringend überarbeitet werden, damit der Karlstorbahnhof sofort nach Beschluss des Gemeinderates mit dem Umbau der neuen Räumlichkeiten beginnen, rasch umziehen und umgehend wieder ihre Tätigkeit aufnehmen kann,“ befand die grüne Fraktionsvorsitzende, Beate Deckwart-Boller. „Der Umzug war damals für das Jahr 2017 geplant und es wurde noch nicht einmal der Spatenstich gesetzt. Für die Künstler ist diese Lage vor allem im Hinblick auf Planungssicherheit untragbar“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Jan Gradel. Diese Argumentation wird von der SPD-Fraktion, die diesbezüglich auch eine Anfrage an den Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos) gesendet hatte, geteilt. Die SPD-Fraktionsvorsitzende, Prof. Dr. Anke Schuster, ergänzt: „Der Karlstorbahnhof ist ein Leuchtturmprojekt in der Heidelberger Kulturlandschaft. Die in der Machbarkeitsstudie ausgewiesenen Kosten müssen gesenkt werden, allerdings halte ich es nicht für sinnvoll, deswegen das gesamte Konzept in Frage zu stellen.“ Die GAL befürwortet ebenfalls die schnellstmögliche Behandlung und den Beschluss des Umzuges durch den Gemeinderat: „Man tut den Künstlerinnen und Künstlern keinen Gefallen, wenn man die Entscheidung noch länger hinausschiebt. Die beschränkten räumlichen Möglichkeiten erschweren es den Künstlern, qualitativ und technisch anspruchsvolle Projekte zu realisieren“, so die GAL-Fraktionsvorsitzende, Judith Marggraf.

Hintergrundinformationen von Judith Marggraf:
Der Gemeinderat beschloss den Umzug des Karlstorbahnhofs in das alte Kutschengebäude der Campell Barracks am 23.7.15. Hauptgrund für den Umzug ist sind die beschränkten räumlichen und technischen Möglichkeiten im alten Karlstorbahnhof, die die Realisation der qualitativ und technisch immer anspruchsvoller werdenden Kunstprojekte zunehmend erschweren. Der Umzug umfasst sämtliche Abteilungen des Karlstorbahnhofs, darunter das Karlstorkino, TiKK und Club K. Von der Stadt wurden im Rahmen des Doppelhaushaltes 2017/18 13 Millionen Euro für die Standortverlegung bereitgestellt. Eine neue Machbarkeitsstudie stellte fest, dass die Baupläne aufgrund von fehlerhaften Gebäudeplänen brandschutzrechtlich nicht akzeptabel seien und daher neu konzipiert werden müssten. Die veranschlagten Baukosten stiegen dadurch auf ca. 15 Millionen Euro. Die Stadt akzeptiert diese Kosten nicht und verlangt eine Kostensenkung um mindestens ein Drittel, was voraussichtlich Streichungen einzelner Bereiche des Karlstorbahnhofs nach sich ziehen würde. Die Fraktionen von CDU, GAL, Grünen und SPD sind sich einig, dass schnellstmöglich eine Entscheidung zum Umzug des Karlstorbahnhofs herbeigeführt werden muss.

Presseerklärung von SPD und GAL sowie Hintergrundinformationen von Judith Marggraf

Presseerklärung von SPD und GAL am 3. 5. 2017 in der RNZ:  Nicht absurd, sondern vernünftig

SPD und GAL kritisieren die schleppende Realisierung des Schulmodernisierungsprogramms und erwarten von der Verwaltung strategische Weichenstellungen.

In den letzten Jahren sind immer wieder Bauprojekte nicht realisiert worden, obwohl der Gemeinderat die notwendigen Mittel freigegeben hatte. Die Gründe waren in der Regel, dass das Gebäudemanagement die Mittel nicht bewirtschaften konnte – was nicht an Erfahrung und Kompetenz des Amtes liegt, sondern an der Vielzahl der Aufgaben, die dort zu bewerkstelligen sind. „Das ist einfach ärgerlich,“ so Anke Schuster und Judith Marggraf, „denn die Schulleitungen, Eltern und Schüler freuen sich am Anfang zweier Haushaltsjahre und dann passiert nichts und vor den nächsten Haushaltsberatungen werden wir wieder mit Beschwerdemails aus den Schulen überschwemmt.“

Aus diesem Grund haben GAL und SPD den Vorschlag vorangetrieben, die Maßnahmen im Schulmodernisierungsprogramm zu parallelisieren, d.h. die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Mit der städtischen GGH und deren Tochtergesellschaft BSG hat die Stadt hoch qualifizierte Partner, die in der Vergangenheit in mehreren Großprojekten wie z.B. beim Theaterneubau, der Modernisierung der IGH und aktuell bei B 3 in der Bahnstadt, unter Beweis gestellt haben, welche hervorragende Kompetenz bzgl. Planung und Projektmanagement dort vorhanden ist.

„Diese ausgewiesene Expertise sollten wir nutzen! Pestalozzi-, Waldpark- und Mönchhofschule, Hölderlin- und Bunsengymnasium, Willy-Hellpach- und Marie-Baum-Schule warten schon zu lange auf Generalsanierungen, Anbauten, Mensen, Sporthallen usw.“ so Marggraf und Schuster.

„Wir wollen hier klarstellen, dass die Zeitrechnung des Gebäudemanagements mit 7 Jahren für eine Schulmodernisierung nicht tragbar ist! Wir sind sehr gespannt, ob es beim Hölderlin Gymnasium, für das es jetzt, trotz eines gegenteiligen Haushaltsbeschlusses des Gemeinderates, den Zuschlag zur Umsetzung bekommen hat, wenigstens gelingt, bzgl. der zeitlichen Abläufe aufzuschließen. Auch nehmen wir Herrn Bürgermeister Odszuck beim Wort, der grundsätzlich eine Beauftragung der GGH zur Parallelisierung der Schulprojekte nach dem Vorschlag GAL und SPD befürwortet.“ so Schuster und Marggraf. GAL und SPD werden daher für den nächsten Bauausschuss beantragen, alle weiteren größeren Schulprojekte des Investitionsprogramms 2017/2018 daraufhin zu untersuchen, ob sie durch die BSG realisiert werden können.

Gez.: Prof. Dr. Anke Schuster, Judith Marggraf

 

Hintergrundinformationen zur Presseerklärung von Judith Marggraf

Die Stadt Heidelberg ist Trägerin von 36 öffentlichen Schulen in der Stadt. D.h. Die Stadt ist zuständig für die Gebäudeunterhaltung, erforderliche Einrichtungen, Lehr- und Lernmittel. Dafür erhält die Stadt vom Land Sachkostenbeiträge, die je nach Schulart unterschiedlich hoch sind (z.B. keine Zuschüsse für die Grundschulen!) und sich nach der Schülerzahl bemessen.
Uns interessiert hier besonders die bauliche Situation der Schulen: Dabei geht es um den Bauunterhalt ( Räume streichen, Dächer dichten, Toiletten sanieren, Brandschutz aktualisieren u.v.m.) und oft genug auch um An- und Umbauten und bauliche Ergänzungen (Naturwissenschaftliche Fachklassen, Mensen, neue Klassenzimmer wg. gestiegenen Schülerzahlen etc).
Für all das zuständig ist das Amt für Schule und Bildung und als ausführende Stelle das städtische Gebäudemanagement (das auch für bauliche Maßnahmen an allen anderen städtischen Gebäuden zuständig ist!).
Unsere Kritik bezieht sich darauf, dass seit Jahren zwar Millionen € in den Gebäudeunterhalt fließen, das Ganze aber ohne Prioritäten, ohne System und ohne befriedigende Ergebnisse passiert. Das führt dazu, dass die Schulen jahrelang notwendige Maßnahmen einfordern; unklar ist, wer als nächstes in den Genuss von was kommt; wie lange begonnene Maßnahmen bis zur Fertigstellung brauchen und ob Maßnahmen, für die Geld im städtischen Haushalt eingestellt wurde, überhaupt in einem absehbaren Zeitraum begonnen werden – eine unter jedem Blickwinkel unbefriedigende Situation!
Wir möchten das ändern: Das Gebäudemanagement soll weiterhin für den Bauunterhalt zuständig sein, seine Arbeiten aber nach einem nachvollziehbaren System planen und durchführen („rollierende Schulsanierung“). Größere und umfänglichere Baumaßnahmen soll ab jetzt die stadteigene GGH übernehmen. Die GGH hat eine hervorragende Expertise bei der Generalsanierung der IGH und baut derzeit die neue Schule in der Bahnstadt. Planung und Ausführung wären hier in guten Händen, es würde effizient, in enger Abstimmung mit der Schule und zeit- und kostenbewusst gearbeitet.
Wir erwarten davon einen Quantensprung beim Schulbau! Zeitnah die notwendigen kleineren Maßnahmen und durchorganisiert, verlässlich terminiert und beendet die größere Vorhaben – Ein deutlicher Fortschritt für Schulen, SchülerInnen und die Stadt!
Dieses ‚System‘ wollten GAL und SPD nun als erstes beim Hölderlin Gymnasium umgesetzt sehen. Dazu gab es einen Antrag im Rahmen der Haushaltsverabschiedung, der mit sehr großer Mehrheit verabschiedet wurde.
Trotz vielfältiger Bemühungen und Gespräche hat der Ausschuss für Bildung und Kultur und gerade die Tage auch der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen, dem eigenen Haushaltsantrag und allen Argumenten nicht zu folgen und stattdessen die dringend erforderliche Generalsanierung in den Händen der städtischen Ämter zu belassen.
Die Gründe sind mysteriös, die Folgen mehr als bedauerlich: 7 Jahre Bauzeit setzt das Gebäudemanagement für’s Hölderlin an – das ist fast ein ganzes „Schülerleben“ an dieser Schule! Zwar soll nicht dauerhaft gebaut werden, es wird längere und kürzere Pausen geben. Was aber über die Zeit bleiben wird, ist die Auslagerung von Klassen in Container und die massive Einschränkung des sowieso kleinen Pausenhofes.Von den übrigen Belastungen des Schulbetriebes durch die notwendigen räumlichen Einschränkungen ganz zu schweigen.