Zusammenlegung von Fritz- Gabler- Hotelfachschule und Marie-Baum-Schule? Vorsicht vor dem Phyrrussieg…

Am 30.04.1925 feierte die Fritz-Gabler-Hotelfachschule ihre Eröffnung und ging mit 57 Schülerinnen und Schülern an den Start. Heute bildet die Schule im Rahmen eines Weiterbildungsprogramms die Bildungsgänge Gastronomie, Hotelbetriebswirtschaft und Hotelmanagement, als auch Sommelier – und ist laut heidelberg.de die „einzige Fachschule ihrer Art“.

Diese Schule, die sogar eine Bombardierung überlebte und mehrmals umzog, die ihre Geschichte und Traditionen mit bis ins Jahr 2023 nahm und somit fast ihr 100jähriges Bestehen feiern könnte, soll nun ausgerechnet zum Schuljahr 2024 / 25 in dieser Form gar nicht weiter existieren.

In Beschlussvorlage 0174/2023/BV (nachzulesen unter Punkt Ö2) wird vorgeschlagen, die Fritz-Gabler-Schule mit der Marie-Baum Schule zusammenzulegen. Aus ökonomischen Gründen: „An der Fritz-Gabler-Schule Heidelberg kam es in den letzten Jahren zu einem massiven Rückgang der Schülerzahlen. So konnten im aktuellen Schuljahr nur noch zwei Eingangsklassen in der Fachschule gebildet werden. Eine Fusion mit der Marie-Baum-Schule sorgt dafür, dass die Bildungsgänge beider Schulen zukunftsfähig in der Stadt Heidelberg verortet bleiben.“

„In den letzten Jahren“ liest sich wie ein langer Zeitraum. Dennoch erscheint dieser Lösungsvorschlag recht schnell zu kommen. Die Frage tut sich auf, ob alternative Lösungswege erschöpfend gesucht wurden. Wurde bereits ausreichend recherchiert, warum die Schülerzahlen nachlassen? Wie könnte man dem entgegenwirken? Handelt es sich überhaupt um einen langfristigen Trend? Wäre es möglich, der Schule ggf. zu helfen, zunächst alternative Lösungen zu finden; wie z.B. die Mitnutzung des eigenen Gebäudes durch andere Institutionen / Vereine, die Beschäftigung eigener Lehrkräfte auch an anderen Schulen, ggf. zeitlich befristete Depudatsreduzierungen unter Anpassung auf den aktuellen Bedarf,…. Zudem fehlt eine Gegenüberstellung der aktuell laufenden Ausgaben im Vergleich zu konkreten Einsparungen nach einer Fusion – um an dieser Stelle ebenfalls bei der rein ökonomischen Betrachtungsweise zu bleiben.

Eine renommierte, fast 100jährige Schule zur Fusion „anzubieten“, ist das möglich?

Ja, es ist möglich, wenn man diese Schule auf ihre wirtschaftliche Funktion reduziert und ihren Wert als Trägerin von Kultur und Geschichte verkennt. Identitäten lassen sich beim Fusionieren nicht erhalten; mindestens Teilaspekte gehen hierbei verloren. Gerade im Ausschuss für Kultur und Bildung sollten die handelnden Akteure für diese Empfindsamkeiten sensibel sein, und nicht nur emotionale Aussagen in RNZ-Artikeln kritisieren, sondern deren Kern wahrnehmen. Die Fritz-Gabler-Schule ist wohlbemerkt nicht irgendeine „kaufmännische Schule“, sondern die älteste Hotelfachschule deutschlandweit, mit einer langen Geschichte und einem großen Einzugskreis.

Der Fokus auf ökonomische Aspekte oder auf die Belange der Schulen war in der bisherigen Diskussion im Ausschuss erkennbar; viele Fragen zur mit der Schule verbundenen Kultur und Geschichte lassen sich leider noch vermissen. Ebenso im Übrigen die Belange des Stadtteils Boxberg, dem Standort der Hotelfachschule.

Der Boxberg – einer der naturräumlich schönsten Stadtteile Heidelbergs – hat bereits jetzt mit sinkenden Immobilienpreisen und einer Wertabnahme im Vergleich zum Realwert von Grund und Boden zu schaffen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, und hierbei spielen vorhandene Institutionen, Außenwahrnehmung und Stadtteilimage eine ganz entscheidende Rolle. Je wenige Akteure es gibt, umso mehr kommt es auf jeden Einzelnen an.

Durch stattgefundene allgemeine Zentralisierungsprozesse kam es auch im Boxberg zu einer Abwanderung und somit Entleerung. Einige wenige Akteure halten Besucherströme und Attraktivität des Stadtteils aufrecht, wie z.B. Einrichtungen im „Iduna-Center“, die Waldparkschule, der Stadtteilverein, das Seniorenzentrum, das Jugendzentrum Holzwurm, die Kirchengemeinden und natürlich auch die Hotelfachschule. Aktuell lässt sich noch sagen: „Die älteste Hotelfachschule Deutschlands steht im Boxberg!“  Würde die Fritz-Gabler-Schule durch eine Fusionierung zu viel ihrer eigenen Identität einbüßen, würde eine der Perlen des Stadtteils und somit auch der Stadtteil selbst einen Attraktivitätsverlust hinnehmen müssen.

Und wie viel Identitätsverlust ist „zu viel“? Um das beurteilen zu können, müsste die Fusionsidee in der Vorlage etwas konkreter sein. Bis jetzt ist sie das nicht. In der Beschlussvorlage ist zuerst von einer „Zusammenlegung“ die Rede; aber unter Punkt 2.1 ist zu lesen: „Die Fritz-Gabler-Schule soll formal aufgelöst und alle ihre Bildungsgänge an die Marie-Baum-Schule übertragen werden.“ Dabei sollen jedoch der „Markenkern“ und die „Attraktivität“ der Hotelfachschule erhalten werden, wie es unter Punkt 2.3 steht. Wie realistisch ist das, wenn sogar noch weitere Schulen mit gedacht werden: Julius-Springer-Schule und Willy-Hellpach-Schule, die einzelne Bildungsbereiche mit in die neu zusammengelegte Schule bringen sollen. Alles gepackt, geschüttelt und neu aufgestellt. Wie viel Fritz-Gabler-Schule bleibt denn dabei am Ende übrig?

Von Seiten der Gemeinderät*innen wurde gewünscht, dass der Name „Fritz-Gabler-Schule“ beibehalten werden solle, „da die Hotelfachschule internationales Renommee genieße.“ (nachzulesen in der Diskussion der Vorlage). Ein dankenswerter Wunsch. Aber ist die Beibehaltung des Namens sowie der Schule in ihrer jetzigen Form unter den genannten Rahmenbedingungen überhaupt realistisch? Oder wird im Laufe der Gremienläufe und Diskussionen und dem bisherigen starken Fokus auf Rentabilität und schwarze Zahlen schließlich die älteste Hotelfachschule Deutschlands auf dem Altar der Wirtschaftlichkeit geopfert?

Da auch der Ausschuss mit dem bislang vorgelegten, wenig konkreten Konzept nicht zufrieden war, veranlasste er eine Vertagung mit Arbeitsauftrag an die Verwaltung. U. A. wurde auch gewünscht, dass (alle) Schulleitungen anwesend sind. Bleibt zu hoffen, dass im kommenden Gremienlauf im Juli 2023 (Ausschuss für Kultur und Bildung – Haupt- und Finanzausschuss – Gemeinderat) den Interessen des Stadtteils Boxberg als auch dem Kulturerhalt ein viel größerer Raum einnehmen wird und ggf. auch Sachverständige zu diesen Themen hinzugezogen werden. Es geht dabei auch nicht darum, Unrentables mit aller Gewalt erhalten, sondern alle Teilaspekte gedanklich mit aufzunehmen und ein geistig-kulturelles Erbe mit angemessener Bewusstheit zu behandeln. Diese Aspekte sind ebenso wichtig wie die Interessen der Schulen und die schwarzen Zahlen.

Fritz Gabler wird es uns danken.

Dorothea Malik

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 25. Mai 2023, Seite 3

 

Erschreckend,…

…leider aber auch erwartbar, war die Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr. 180 000 Fälle wurden verzeichnet, bei mehr als zwei Dritteln waren die Opfer weiblich. Beengte Wohnungsverhältnisse, familiäre Konflikte und auch Existenzängste aufgrund der Corona Pandemie sind Teil der Erklärung. Mehr als 15 000 Frauenhausplätze fehlen bundesweit um schnelle Hilfe leisten zu können.

Auch in Heidelberg hat der Verein Frauen helfen Frauen e.V. keine personellen und finanziellen Ressourcen mehr, diesem Anstieg der Fallzahlen adäquat zu begegnen. Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt sondern eine Straftat und als Gemeinwesen müssen wir hier helfen und unterstützen! Deshalb befürworten wir nachdrücklich eine höhere Förderung durch die Stadt!

Ein Paradies für den Fußverkehr

Die galizische Stadt Pontevedra hat 80.000 Einwohner, von 1999-2014 die CO2 Emissionen um 67% reduziert und seit 2011 ist kein einziger Mensch zu Fuß tödlich verunglückt. Verantwortlich hierfür ist der seit dieser Zeit im Amt befindliche Bürgermeister Carlos Pereiro. Er hat zunächst die Altstadt und dann die Außenbezirke konsequent autoreduziert. Der Stadtrat hat 2019 Tempo 10 km/h auf allen Straßen, die von Fußgängern und Autos genutzt werden, eingeführt. Gab es anfangs seitens der Geschäftsleute noch Proteste und Prozesse so sind diese nun voll des Lobes und neue Geschäfte haben eröffnet. Die Stadt wurde von der UNO 2014 zur lebenswertesten Stadt Europas gekürt. Diese Auszeichnung würde ich mir für Heidelberg auch wünschen. Packen wir`s an.

Heidelberger Betriebe suchen Azubis

Nachdem die Abschlussprüfungen Mitte Juni geschafft sind, stellen sich noch viele Jugendliche die Frage: Weiterhin Schule oder doch eine Ausbildung? Als Handwerksmeister kann ich nur empfehlen, eine Ausbildung im Handwerk oder Handel bzw. in der Verwaltung zu machen.
Noch nie standen die Chancen so gut wie zur Zeit, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auch jetzt noch sind viele Ausbildungsplätze für dieses Jahr in Heidelberg frei. Jeder weiß, wie schwer es zurzeit ist, einen Handwerker / Fachpersonal zu bekommen. Der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ trifft zurzeit zu 100 % zu. Aufstiegschancen sind in jeder Ausbildung vorhanden, ob Meister oder Fachwirt. Daher: Bewerbt euch! Ich drücke euch die Daumen.

Kerchemer Wind

Liebe Kirchheimerinnen, liebe Kirchheimer,

wir hoffen, das Thema REWE ist nun bald erledigt. Momentan gibt es noch Handlungsbedarf bei der Außenanlage. Wir haben die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass sowohl der Fuß- und Radweg von der AGIP-Tankstelle zur Hardtstraße als auch der Gehweg beim REWE in einem desolaten Zustand ist und so nicht bleiben kann. In der zeitnahen Antwort auf unseren Hinweis informierte uns die Stadt darüber, dass sie den Fuß und Radweg komplett mit einer neuen Fahrbahndecke versehen möchte. Die Arbeiten am Gehweg, der teilweise mit grauen Steinen im Zugangsbereich vom Langgarten asphaltiert werden soll, sind im Zuständigkeitsbereich von REWE.

Neues zum Thema Kindertagesstätte Stettiner Straße:

Der Fuß -und Radweg wurde von der Baufirma vorbildlich gesäubert und wieder freigegeben. Zeitweise waren wir, um diese Maßnahme schneller voranzutreiben, täglich Vorort. Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Firma Streib und ihren Mitarbeitern, die unsere Forderungen umgesetzt haben.

Die weiteren Baumaßnahmen werden im Oktober 2023 (die Jahreszahl müssen wir bei dem bisher gezeigten Tempo hinzufügen) fortgesetzt. Der Betriebsbeginn der Kita ist auf Januar 2025!!! geplant. Wenn man bedenkt, dass Baubeginn im Februar 2022 war, machen wir uns ernsthaft Gedanken, was alles falsch gelaufen ist.

Neues zum Thema Kindertagesstätte Harbigweg:

Im Harbigweg soll südlich des Geländes vom Hockeyclub Heidelberg eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Sie wird direkt neben dem Gebäude von Anpfiff ins Leben gebaut und soll Ende 2024 fertiggestellt sein. Das Konzept ist sehr gut und soll es den Kindern ermöglichen, auch das Sportgelände der SG Kirchheim am Vormittag zu nutzen. Unser Dank gilt hierfür der SGK und Anpfiff ins Leben. Problematisch könnte es bei der Anfahrt werden, wenn Eltern-Taxis am Nachmittag, wenn auch Alla Hopp Besucher und Kinder von den angrenzenden Sportvereinen mit Fahrzeugen oder auch mit dem Fahrrad und zu Fuß sich im Harbigweg aufhalten.
Damit der Harbigweg entlang dem HRK, der RGH und dem HCH gerade für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, den Zufußgehenden und Radfahrenden sicherer wird, werden wir in den zur Zeit anstehenden Haushaltsberatungen Gelder beantragen, um in diesem Bereich endlich den schon seit 2006 von unserem Oberbürgermeister versprochenen Gehweg herzustellen. Schon in einem Verkehrsgutachten zum Harbigweg stand: „Allerdings gibt es auf dem Harbigweg keine durchgängige Wegeverbindungen für den Fußverkehr. Eine sichere Fußgängerführung ist somit nicht gewährleistet!!! Hier hätten sowohl beim Gemeinderat aber insbesondere auch bei der Verwaltung die Alarmglocken läuten und sofort Planung – und Baugelder eingestellt werden müssen. Wir hoffen, dass unsere KollegInnen des Gemeinderates das auch so sehen und uns hierbei unterstützen.

Neues zum Thema Kindertagesstätte Hardtstraße:

In der Bezirksbeiratssondersitzung, in der es im öffentlichen Teil nur um Kindertagesstätten für Kirchheim ging, wurde auch auf unsere Bitte das Thema Kita Hardtstraße angesprochen. Hierbei wurde uns auch ein Vorentwurf gezeigt, wo der neue Standort sein soll. Nach Vorstellungen von Herrn Heußer, Amtsleiter des Hochbaumamtes, soll die Kita auf dem westlichen Teil der Spielwiese gebaut werden. Ein Grund hierfür sei, dass das 7m hohe REWE-Gebäude die Kita verschatten würde. Wer sich auskennt weiß, dass die alte Kita ganzjährig durch zwischen REWE und Kita stehenden Bäumen und nicht durch das REWE Gebäude verschattet ist. Dies hat gerade in den warmen Monaten den Vorteil, dass sich das Gebäude und der Außenbereich nicht so stark aufheizt, was sich auch sehr positiv auf das Klima dort auswirkt, aber vielleicht setzt die Stadt ja eher auf kostspielige Sonnensegel. Ebenso wurde gegen den alten Standort argumentiert, dass in der Hardtstraße ein Radschnellweg entstehen würde und Eltern-Taxi dann dort gefährlich wären. Unserer Meinung nach könnte der alte Standort beibehalten werden, wobei die Seite an der Hardtstraße nicht mehr als Zugangsbereich zur Verfügung stehen sollte. Dann wäre dort auch kein Kfz-Verkehr. Letztendlich versuchte die Verwaltung uns den neuen Standort auf der Spielwiese als einzig vernünftige Möglichkeit anzupreisen. Besonders erwähnenswert ist auch, dass dann dort ein Bolzkäfig, 12×24 m groß, direkt an der Wohnbebauung und dem Studentenwohnheim gebaut werden soll, als Ersatz für eine natürlichen Bolzplatz mit Rasen. Unverständnis zeigte Herr Heußer auch für den geteerten Weg und fragte sich ernsthaft, wieso es diesen denn geben würde. Dass diese Fläche von uns angeregt und vom Tiefbauamt dankenswerter Weise gebaut wurde, muss er auch nicht wissen. Wissen sollte er aber, dass dies der Weg ist, auf dem Kinder aus dem Wohngebiet Rad fahren und Inliner fahren lernen, mit Kreide malen und die Anwohner aus dem Wohngebiet Ilse-Krall-Straße nun eine zumutbare Wegeverbindung zum REWE und in Richtung Bahnhof Kirchheim haben.
Sobald wir mehr erfahren werden wir uns mit den Bewohnern aus dem Wohngebiet Franzosengewann/ Ilse-Krall-Straße in Verbindung setzen um gemeinsam gegen die Pläne zur Bebauung der Spielwiese vorzugehen.

Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, sprechen Sie uns ruhig an oder schreiben Sie uns unter GAL-Heidelberg@t-online.de

Wir bieten Ihnen keine monatliche Sprechstunde an. Sie dürfen uns gerne Mo.-Fr. zwischen 9:00-17:00 Uhr anrufen, entweder unter HD-783015 oder 0152 56 16 09 02.

Ihre Stadträte
Judith Marggraf und Michael Pfeiffer

Straßenbegleitgrün

Sind Ihnen die vielen Beete mit bunten Tulpen und Narzissen aufgefallen? Manchmal auch farbharmonische Beete mit eben farblich abgestimmten Zwiebel- und Blühpflanzen? Da gibt sich wer viel (ästhetische) Mühe! Mehr als 1200qm Fläche werden vom Landschaftsamt und der Stadtgärtnerei mit viel Mühe und Kreativität bepflanzt und eingesät. Große Teile dieser Flächen sind nachhaltig und insektenfreundlich angelegt, z.B. an der Mittermeierstraße die Beete mit Kornblumen und Klatschmohn. Eine Augenweide!

Das gibt es aber nicht umsonst. Rund 7 qm für ungefähr 22 € pro HeidelbergerIn. Schon ein Wort. Und da sind die für Schatten und Kühlung wichtigen Bäume noch nicht einmal berücksichtigt! Ein großes Dankeschön ans Landschaftsamt!

Kostenfreie Sportflächen für Träger von Sozial- und Jugendarbeit!

Die anerkannten Träger der Sozial- und Jugendarbeit haben nun ebenfalls das Recht, bis 20:00 Uhr kostenfrei die Hallen zu nutzen. Dank der Initiative der GAL – speziell in diesem Fall durch Stadtrat Michael Pfeiffer – werden in Zukunft die Träger von Sozial- und Jugendarbeit wie die Heidelberger Sportvereine behandelt. Wurde auch Zeit! Denn nicht zuletzt ist dies ein Zeichen von Würdigung und Wertschätzung für die Trägerinnen und Träger, die einen wertvollen Beitrag für Inklusion und Integration leisten- Sowohl Jugendarbeit als auch soziale Arbeit profitieren von der integrativen Funktion von Sport. Unser Antrag findet sich hier

Europas Fahrradhauptstadt

Vor ein paar Tagen war ich bei einer Veranstaltung des ADFC zum Thema kommunale Planung für den Radverkehr. Während des Vortrages wurde mir wieder klar wie rückständig und wenig mutig wir sind. Während in Amsterdam, Utrecht, Kopenhagen und selbst Ljubljana oder Budapest 4-spurige Straßen komplett zurückgebaut wurden, teilweise grüne Oasen entstanden und sich die innerstädtische Wohn- und Aufenthaltsqualität sowie die Verkehrssicherheit wesentlich verbesserten, schmoren wir immer noch in unserem Verkehrsmief. Statt Europas Kulturhauptstadt zu werden, hätte ich mich mehr darüber gefreut, wenn unser Oberbürgermeister seine Energie dafür einsetzen würde, HD zu Europas Fahrradhauptstadt zu machen. Gesünder und sicherer leben hat für mich mehr Wert.

Knoten durchschlagen?

Natürlich unterstützen wir den Kompromiss zum ‚Faulen Pelz‘. Besser wäre gewesen, man hätte sich schon vor einem Jahr konstruktiv geeinigt, die Eckdaten lagen auf dem Tisch, nur noch nicht „endverhandelt“.

Aber ein Minister, der seine Pläne an der Stadt vorbei durchsetzen wollte und eine Stadt, die ohne Zustimmung des Landes ein Bebauungsplanverfahren für eine Landesimmobilie durchführt, das ist beides dumm, kräftezehrend und letztlich überflüssig.

Jetzt hoffen wir sehr, dass nicht zu viel Porzellan zerschlagen wurde und sich die Wogen wieder glätten. Wir brauchen das Land nämlich dringend bei der anstehenden Entwicklung von PHV!