Kerchemer Wind Juni / 2026

Liebe Kirchheimerinnen und Kirchheimer,

in dieser Ausgabe ist mein Betrag etwas länger. Viel Spaß und vielleicht auch etwas Zeit zum Nachdenken.

Nix los in Kerche

Immer wieder höre ich aus der Bevölkerung „in Kerche is nix los“. Um ehrlich zu sein, stimmt mich das ein wenig traurig. Es gibt so unendlich viele Menschen in unserem Stadtteil, die sich dafür einsetzen, Kirchheim attraktiver zu machen und dann wird es nicht wertgeschätzt. All denjenigen, die so Sprüche von sich geben, möchte ich sagen: „Dann macht halt was los“. Diese Menschen scheinen nicht dabei gewesen zu sein, als die Freiwillige Feuerwehr, gemeinsam mit der Blaulichtfamilie, dem MSC und der Kreisverkehrswachtwacht einen Tag der offenen Tür gefeiert hat, waren nicht beim Museumsfest, waren nicht dabei beim ReStart vom Heidelberger Frühling, diesem wunderbaren Konzert, waren nicht dabei als der Verein „Kirchheim bewegt“ einen zusätzlichen Adventsmarkt auf dem Odenwaldplatz organsiert hat, eine ausverkaufte 80er Party im Bürgerzentrum mit 450 Leuten steigen ließ und den nun bereits 4. Kunstspaziergang in Kirchheim durchführte. Auch unsere Gesangsvereine CES, MGV 1880 mit den Sound Harmonists oder HeidelBeat leisten mit ihren Chören hervorragende Arbeit, um das kulturelle Leben in Kirchheim zu bereichern. Nicht zu vergessen die KGP, die in der Faschingszeit das Bürgerzentrum immer wieder zum Schwanken brachte. Es ist nicht fair gegenüber all den Ehrenamtlichen, die sich über das ganze Jahr mit der Vorbereitung solcher Events beschäftigen und deren Engagement so wenig Beachtung findet. Warum so undankbar, warum so negativ? Oder wird das alles als selbstverständlich hingenommen? Laternen- und Sommertagsumzug oder die Kerwe sind schon so fest in unserem Stadtteil verankert, dass viele gar nicht mehr darüber nachdenken, dass hinter diesen Veranstaltungen Menschen stehen, die ihre Freizeit dafür hergeben, um anderen eine Freude zu machen. Denken Sie mal darüber nach. Als Stadtrat komme ich auch in andere Stadtteile und werde immer wieder auch darauf angesprochen, was in Kirchheim alles so stattfindet. Das freut mich dann sehr, wenn wenigstens von außen diese Aktivitäten wahrgenommen werden. Nun wurden auch noch einige Stromkästen aus ihrer Tristess befreit und bunt angemalt. Eine tolle Aktion von Kunstschaffenden mit Unterstützung einiger Kirchheimer Geschäfte, den Stadtwerken Heidelberg, dem Amt für Wirtschaftsförderung, dem Stadtteilverein und dem Verein „Kirchheim bewegt“, der die Initiative ergriffen hatte..

Gesperrte Hardtstraße

Ein großes Ärgernis war die Sperrung der Hardtstraße beim REWE. Sie ist eine Hauptachse für Radfahrer:innen aus Kirchheim und den umliegenden Gemeinden, um in die Innenstadt oder zu den Schulen zu kommen. Die Beschilderung war katastrophal und unlogisch. Nach mehreren Gesprächen mit dem Amt für Mobilität, weil die Baufirma sich nicht an die vorgegebene Beschilderung gehalten hatte, wurde dann aber doch eine kreative Lösung gefunden, um an der Baustelle, an der auch mal wochenlang nicht gearbeitet wurde, vorbeizufahren. Der Zaun der Kita wurde geöffnet und so konnte die Hardtstraße wieder genutzt werden. Hierfür ein „Dankeschön“ an das Amt für Mobilität der Stadt Heidelberg.

Autofahrer ärgern?

In der Mai-Ausgabe wurde dem Amt für Mobilität unterstellt, es wolle mit den in der Königsberger Straße, Ecke Stettiner Straße aufgestellten Fahrradbügeln die Autofahrer ärgern. Dem ist nicht so. Die Fahrradbügel werden, wie auf dem Bild in dieser Ausgabe ersichtlich, genutzt, so wie der weitere Fahrbahnrand von Autofahrern. Die Bügel verhindern aber, dass Autos zu nah an dem Kreuzungsbereich parken, der täglich von unzähligen Radfahrer:innen, hierbei viele Schülerinnen und Schüler genutzt wird, um zur Schule zu fahren. Sie haben jetzt keine großen Sichthindernisse mehr und können die Königsberger Straße sicherer queren. Vorher waren teils auch Sprinter bis unmittelbar vor dem Radweg geparkt. Es war also keine Maßnahme gegen „die Autofahrer“ sondern eine Maßnahme für mehr Sicherheit. Gut so.

Harbigweg

Am 13. April hatte ich unserem Oberbürgermeister einen Brief geschrieben und ihn aufgefordert, die derzeit nicht akzeptable Situation im Harbigweg zwischen den Vereinsgeländen von RGH, HRK und HCH zu beseitigen und für Verkehrssicherheit zu sorgen. In der Rhein-Neckar-Zeitung, 29. April, wurde darüber berichtet. In den vergangenen Wochen erhielt ich sehr viel Zustimmung zu meiner Initiative, die mich /in meinem Handeln bestärkt hat. Auch der Gesamtelternbeirat hat sich meiner Meinung angeschlossen. Nun gab es einen Leserbrief, der sich gegen meine Forderung richtete und mich aufforderte, statt zu kritisieren, konstruktive Lösungen einzubringen. Seit 2018 gibt es ein Gutachten, in dem der Harbigweg in diesem Bereich als Gefährlich eingestuft wird. Seit dieser Zeit ist sowohl der Stadtverwaltung als auch den Vereinen dies bekannt und es geschah nichts. Zu dieser Zeit wurde der westliche Messplatz als Parkfläche für den Alla Hopp Park ausgewiesen, der ebenso weit entfernt ist wie von der RGH oder dem Anpfiff ins Leben der SG Kirchheim. Auf das hohe Gefährdungspotential der Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad zum Sport kommen, wurde in dem Leserbrief kaum eingegangen. Ich hatte den Eindruck, man warf mir vor, auf dem Rücken des Sports und der Jugend meine Forderungen für mehr Sicherheit zu stellen. Wer mich kennt weiß, dass ich ein großer Befürworter des Sports bin und selbst viele Jahre eine Jugendmannschaft des HCH betreut und trainiert habe. Alle Parkmöglichkeiten um die Vereinsgelände sind nicht weiter als 500 m entfernt, eine große Runde um die Aschenbahn. Wer meint, sein Kind mit dem Auto zum Sport zu bringen, kann dort parken oder sein Kind vor dem Sportgelände aussteigen lassen und dann zum Parkplatz fahren. Ich erkenne hier keine unzumutbaren Forderungen. Die Sicherheit für Kinder ist für mich nicht verhandelbar. Abschließend habe ich noch ein Foto beigefügt, dass ich am 3. Mai gemacht, als ich mit meiner Enkelin von der Alla Hopp Anlage zum Harbigweg kam. Zwei RNV Busse der Linie 33 standen sich gegenüber, dahinter wartende Fahrzeuge. Nichts ging mehr. Rettungsfahrzeuge hätten keine ungehinderte Zufahrt mehr zum Vereinsgelände oder der Alla Hopp Anlage gehabt. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn dadurch lebensrettende Maßnahmen verhindert würden? So kann das nicht weitergehen. Ich werde berichten, wenn die Stadtverwaltung Lösungsvorschläge macht.

 

Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, sprechen Sie mich an oder schreiben Sie mir an mp-pfeiffer[at]gmx.net

Sie dürfen mich gerne auch Mo.-Fr. zwischen 9:00-17:00 Uhr anrufen, entweder unter HD-783015 oder 0152 56 16 09 02. In der Zeit vom 24.9. – 13.10. befinde ich mich allerdings in Urlaub.

 

Ihr Stadtrat Michael Pfeiffer

 

Die Wallstraße…

…wurde nach einem Antrag der GAL/FW erfolgreich umgestaltet. Über viele Jahre hatten sich Eltern, Schule und Kinderbeauftragte, denen ich danken möchte, mit großem Engagement für Verbesserungen stark gemacht. Jetzt konnten wichtige Maßnahmen umgesetzt werden, die sowohl die Aufenthaltsqualität deutlich steigern als auch die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöhen. Ein besonderer Dank gilt dem Mobilitätsamt und dem Stadtplanungsamt für die engagierte und konstruktive Umsetzung.

Stadtblattartikel von Michael Pfeiffer vom 29.04.2026

Kerchemer Wind 11/24

 

Liebe Kirchheimerinnen und Kirchheimer,

sicherlich haben Sie schon gelesen oder gehört, dass sich nun auch in unserer Stadt ein großes Loch im Finanzetat gebildet hat und sich das auch in den bevorstehenden Haushaltsberatungen bzw. Planungen spürbar niederschlagen wird. In den letzten Wochen wurde der Gemeinderat in mehreren Sitzungen schon darüber unterrichtet, wie hoch die finanziellen Belastungen zurzeit schon sind und wir wurden aufgefordert, uns darüber Gedanken zu machen, wo Einsparmöglichkeiten bestehen. Versprechungen einzelner Stadträt:innen zur Unterstützung neuer Projekte halte ich für fahrlässig und unverantwortlich.

Zebrastreifen

Erfreulich ist, dass die abgebaute Ampel an der Schmitthennerstraße nun durch einen Zebrastreifen ersetzt wurde. Ich hatte hierzu mehrere Schreiben an die Stadtverwaltung gerichtet, da der Abbau der Ampel ohne neue Querungshilfe angedacht war. Umso mehr freue ich mich, dass sich meine Hartnäckigkeit ausgezahlt hat und sowohl gerade ältere Menschen aber auch Kinder eine sichere Möglichkeit haben, die Pleikartsförsterstraße zu queren.

Agip-Ampel

Seit mehreren Wochen ärgere ich mich über die Fußgängerampel an der Agip-Tankstelle. Sie war so eingestellt, dass sie auf Anforderung sehr schnell auf Grün umschaltete. Nun ist jemand dagegen gefahren und die Ampel steht schräg. So weit so schlecht. Dass sie nur auf Grün für Fußgänger umschaltet wenn entweder die Straßenbahn kommt (muss man nicht verstehen) oder man auf den Knopf drückt, war den Ampeltechnikern wohl nicht ganz klar. So wurde die Ampel aus Sicherheitsgründen abgesperrt und man konnte den Anforderungsknopf nicht mehr bedienen und hatte Rot bis eine Straßenbahn kam. Loben muss man die Stadtverwaltung dafür, dass sie, nachdem ich die untragbare Situation angesprochen hatte, innerhalb von 24 Stunden, ihren Fehler behoben und eine Wechselschaltung eingerichtet hatte. Dadurch haben die Fußgänger nun innerhalb kurzer Zeit Grün. Jetzt bleibt abzuwarten wie lange es dauert, bis die Ampel ausgetauscht wird.

E-Tretroller

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde ein neues E-Tretroller Konzept beschlossen. Es sieht u.a. vor, dass anstatt der bisherigen Anzahl von 1900 nur noch 1200 E-Tretroller in Heidelberg zugelassen werden. Es sollen zunächst im Kernbereich Altstadt, Weststadt, Bergheim, Neuenheim und Bahnstadt Abstellanlagen bereitgestellt werden, da erfahrungsgemäß in diesen Stadtteilen die meisten Fahrten stattfinden. Perspektivisch sollen dann aber auch die Außenbereiche wie z. Bsp. Kirchheim geprüft werden. Die GAL hat daher einem Antrag der „Heidelberger“, die Außenbereiche auch zu überprüfen, zugestimmt, auch wenn es in der Beschlussvorlage bereits aufgenommen war. Ich denke, dieser Prüfantrag sollte lediglich noch einmal verdeutlichen, dass auch im Außenbereich das Problem wild abgestellter E-Tretroller besteht.

Kirchheim, der Stadtteil der Sterne

Was im letzten Jahr so wunderbar begonnen hat, soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Die „Kirchheimer Sterne“, die der Stadtteilverein am Bürgerzentrum und in der Schwetzinger Straße aufgehängt hat und die in noch nicht in allen, aber vielen Geschäften zu sehen war, wird Kirchheim zur Advents- und Weihnachtszeit wieder verschönern. Je mehr Sterne aufgehängt werden, umso weihnachtlicher wird die Stimmung in unserem Stadtteil sein. Kommen Sie wieder auf den Kirchheimer Weihnachtsmarkt, besuchen und unterstützen Sie die vielen Vereine mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten und genießen Sie die Atmosphäre. Ein großes Dankeschön schon jetzt an den Organisator Michael Fanous von der Freiwilligen Feuerwehr und alle Menschen, die den Weihnachtsmarkt in Kirchheim ermöglichen. Ich freue mich darauf, mit Ihnen dort ins Gespräch zu kommen.

Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit, eine gesegnete Weihnacht und ein hoffentlich besseres und vor allem friedvolleres Jahr 2025.

Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, sprechen Sie mich an oder schreiben Sie mir an

mp-pfeiffer@gmx.net

 

Sie dürfen mich gerne auch Mo.-Fr. zwischen 9:00-17:00 Uhr anrufen,

entweder unter HD-783015 oder 0152 56 16 09 02.

 

Ihr Stadtrat Michael Pfeiffer

 

Aus dem Kerchemer Wind 11/24

 

Offener Brief von Daniela Micol in Namen der Kinderbeauftragten

Offener Brief an die Fraktionen des Gemeinderates Heidelberg

Die Mehrheit der Kinderbeauftragten der Stadt Heidelberg fordern mehr Sachlichkeit in der Debatte des Projekts „Freie Gehwege“ und eine zügigere Umsetzung der Maßnahmen.

Bereits im März 2023 haben sich die Kinderbeauftragten klar zum Projekt „Freie Gehwege“ geäußert und die hierzu getroffenen Maßnahmen der Stadt ausdrücklich begrüßt.

Nach den ersten erfolgreichen Umsetzungen in verschiedenen Stadtteilen im vergangenen Jahr, wird das Thema nun offenbar als Wahlkampfthema missbraucht und ehrenamtlich tätige Kinderbeauftragte diskreditiert.

Die Kinderbeauftragten erinnern noch einmal daran, dass Gehwege die einzigen Verkehrswege für Kinder auf dem Schulweg oder in der Freizeit sind, und es sich bei den bisherigen Maßnahmen lediglich um die Umsetzung geltenden Rechts handelt.

Die Mehrheit der ehrenamtlich tätigen KiBs fordert daher die Rückkehr zur sachlichen Debatte, um die Rechte der Kinder auf sichere Verkehrswege nicht durch das „Recht des Stärkeren“ zu mitigieren.

Dabei unterstützen sie den durch das Amt für Mobilität eingeschlagenen Weg und erwarten hier eine konstruktive Mitwirkung durch die Gemeinderäte und eine schnellere Umsetzung.

Gez. i.V. für die Mehrheit der Kinderbeauftragten

Daniela Micol

Leserbrief von Dorothee Hildebrandt und Elisabeth Rieker zum Thema „Denunzianten“ bei Gehwegparkenden

„Frau Schneider hat vollkommen Recht. OB Würzner schafft es seit vielen Jahren nicht, die Gefährdung der schwächeren Verkehrsteilnehmer durch das Parken auf Gehwegen zu beenden und beschimpft jetzt diejenigen, die Handeln einfordern. Es haben sich jedoch ein paar Fehler eingeschlichen: Würrzner wurde nicht von den Grünen bestellt, sondern von der CDU mit freundlicher Unterstützung der OB Weber. Die Grünen saßen da nicht im Gemeinderat, sondern die Grün-Alternative Liste. Diese wurde übrigens gerade am 8. Mai dieses Jahres 40 Jahre alt. Und Würzner ist nicht „parteilos“, sondern der OB der CDU, der FDP und der „Die Heidelberger“.“
Elisabeth Rieker, Altstadträtin und Dorothee Hildebrandt, Kandidierende der GAL