Weststadt

Die Weststadt

In der Heidelberger Weststadt leben rund 12.600 Menschen. Bauliche Keimzellen waren im 18. Jahrhundert die Ziegelei und spätere Krappfabrik an der Rohrbacher Straße sowie ab 1838 die Hotels im Umfeld des alten Bahnhofs. Ab etwa 1880 erfolgte die systematische Bebauung im Stil des Historismus. Entlang der Eisenbahntrassen entstanden dichte Wohnblöcke, im Innern einzeln stehende Villen mit repräsentativen Grünanlagen. Mit dem Wilhelmsplatz in der Mitte und den begrünten Aufweitungen von Zähringer- und Dantestraße hatte die Weststadt sehr früh ansprechende Gestaltungen des öffentlichen Raums.

Die Gemarkung der Weststadt war ursprünglich größer: Richtung Rohrbach entstand im 20. Jahrhundert die Südstadt, später im Nordwesten die Bahnstadt. Die Bahnhofsverlegung von 1955 ergab noch keine Anbindung nach Norden Richtung Bergheim; an dieser Verbindung wird bis heute städtebaulich gearbeitet.

Die Vorzüge der Weststadt sind ihre Zentralität, die Denkmaldichte, die Verkehrsberuhigung im Innenbereich und der hohe Wohnwert der Gründerzeitbauten. Vor den Folgen von Nachverdichtungen schützt eine Gesamtanlagenschutzsatzung, die auch die privaten Gärten einschließt. Diese Vorzüge bewirken auf der anderen Seite hohe Grundstücks- und Gebäudepreise.

Aktuelle kommunalpolitische Themen sind der Schutz vor den Auswirkungen des motorisierten Verkehrs an den Rändern der verkehrsberuhigten Zone und der Ausbau von Versammlungsmöglichkeiten für Vereine und Gruppen.

Ansprechpartnerin

Parvin Niroomand, pniroomand [@] web.de