Mit großer Betroffenheit habe ich erfahren müssen, dass Andreas Grasser verstorben ist. Ich kannte ihn seit 2014, als wir uns oft auf Wahlkampfveranstaltungen begegneten und schon damals beeindruckte mich sein Engagement für mehr bezahlbaren Wohnraum und soziale Gerechtigkeit. Er war in hohem Maße verantwortlich für die Satzung zum Zweckentfremdungsverbot und trug seine Argumente klug und gut recherchiert vor. Aber gerade die Begegnungen, die ich mit ihm außerhalb der Politik hatte, werden mir in Erinnerung bleiben. Seine freundliche und immer offene Art und sein Humor werden mir fehlen und daher ist er auch noch in unserer Mitte. Die GAL trauert mit den Angehörigen und wünscht ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft.
Autor: peter
Redebeitrag von Gerd Guntermann bei Kundgebung „GEMEINSAM gegen Faschismus, GEMEINSAM für Demokratie“ am 09.02.2020
Redebeitrag unseres Vorstandsmitglieds Gerd Guntermann bei der Kundgebung am 09.02.2020 „GEMEINSAM gegen Faschismus, GEMEINSAM für Demokratie“ anlässlich der Wahl eines FDP-Ministerpräsidenten in Thüringen durch die AfD
Es gab mal kompetente FDP-PolitikerInnen wie z.B. Hildegard Hamm-Brücher, die meinte: „In der Politik muss man manche Kröte schlucken, aber man darf nicht selbst zur Kröte werden!“
Ausgerechnet Liberale und Christdemokraten, deren Vorläufer sich einst vor Hitlers Karren spannen ließen und die als Blockparteien der zweiten Diktatur auf deutschem Boden, der DDR, dienlich waren, werden jetzt wieder zu Kröten, die der AfD entgegenquaken.
Die AfD verfolgt eine Doppelstrategie: einerseits eine immer größere Öffnung nach rechts zum klar faschistischen Rand, andererseits eine taktische Verknüpfung mit parlamentarisch-demokratischen Strukturen. Zum Beispiel wurde der AfD-Mann Peter Boehringer mit den Stimmen der FDP zum Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Bundestags gewählt, ein Typ, der die Kanzlerin als „Dirne der Fremdmächte“ und „Merkelnutte“ bezeichnet hatte und „den deutschen Volkskörper als gewaltsam penetriert“ erachtet.
Wenn die Parteien, die sich als bürgerlich gerieren, weiter den Rechten zuarbeiten, dann „Ade“ zur Demokratie. Wenn sie das nicht wollen, dann haben sie sich klar zu unseren Grundwerten, zur Kultur der Demokratie zu bekennen. Dann können sie nicht anders, als auch mit den demokratischen Linken zusammenzuarbeiten und die Werte der Verfassung und der darin genannten Menschenrechte höher zu setzen als opportunistische Pöstchentaktiererei mit Nazis wie Höcke. Von diesen Bürgerlichen ist jetzt zu erwarten, dass sie sich von einem Teil ihrer Klientel verabschieden und Allianzen mit zivilgesellschaftlichen Kräften suchen und denen, die man lange genug verteufelt hat.
Die Ziegelhäuser Neckarbrücke…
…muss durch einen Neubau ersetzt werden. Die Statik lasse eine Sanierung nicht zu. Diese Hiobsbotschaft erfuhren die Ziegelhäuser und Schlierbacher letzte Woche aus der Zeitung. Aus statischen Gründen sei eine Sanierung nicht mehr machbar. Unverständnis herrscht in den beiden Stadtteilen, weil erst sehr spät die Gesamtlast für Fahrzeuge auf 20t beschränkt wurde und der Schwerverkehr trotzdem über die Brücke rollt. Da es in Schlierbach keine ärztliche Versorgung gibt sowie Bank, Post etc. ist es, auch für die über 1.000 Pendler, die aus Z. kommend, in S. die S-Bahn nutzen, unerlässlich, die Verbindung über den Neckar offen zu halten. Am besten wäre es eine neue Brücke zu bauen, bevor die jetzige demontiert wird.
Ihr Stadtrat der Freien Wähler
Raimund Beisel
Weiter und größer denken…
…müssen wir zukünftig, wenn es um den Ausbau und die Verbesserung des ÖPNV in unserer Stadt geht. Aktuell steht eine Entscheidung über die Linienführung einer Straßenbahn nach PHV an. Die Idee, von der Eppelheimer Straße zum Diebsweg abzuzweigen und damit auf dem Weg nach PHV (und Schwetzingen) den ganzen Osten und Süden des Pfaffengrundes anzubinden, finden wir prima! Wenn wir jetzt noch mutig sind und die kurze Strecke von Kirchheim Friedhof zum PHV dazu bauen, entstünde eine Ringlinie, die endlich mal Verbindungen ermöglicht, die nicht über den Bissi laufen! Die 2 Kilometer zwischen Kirchheim und PHV wären darüber hinaus ein kleiner, schneller Lückenschluss um schon sehr früh für PHV ein gutes ÖPNV-Angebot zur Verfügung zu stellen.
Mühltalstraße: „Befremden und Unverständnis“
Glücklicher zu werden…
…scheint gar nicht so schwierig zu sein. Lea Ranalder, Nadine Theisen und Dr. Frieder Rubik diskutierten bei unserem Neujahrsempfang über den Klimawandel. Eine spannende Veranstaltung vor mehr als 100 Gästen. Mir reichen die wenigen Zeilen hier nicht, um detailliert berichten zu können, doch gab es zwei Schlüsselsätze. „Macht es mich glücklich, wenn ich 4 Autos in der Garage habe?“ fragte Lea Ranalder. Oder anders gefragt: „geht`s nicht auch kleiner?“ Nadine Theisen, Fridays for Future, sagte, dass sie vor einem Jahr begonnen hätte, ihr Leben neu auszurichten (Mobilität, Essgewohnheiten und Konsumverhalten). Heute sei sie wesentlich glücklicher als vorher. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele Glücksmomente im Jahr 2020.
Pressemitteilung der GAL zu Mühltalstraße Heidelberg, 15.01.2020
Auf Befremden und Unverständnis stößt die Entscheidung der Stadtverwaltung Heidelberg, die Mühltalstraße nun doch nicht zu einer unechten Einbahnstraße einzurichten. Fast auf den Tag genau 4 Jahre nach dem tödlichen Unfall des 9-jährigen Ben und dem dadurch einstimmig beschlossenen Verkehrssicherheitsaudit rudert die Stadt zurück.
Stadtrat Michael Pfeiffer ist entsetzt, wenn die Meinung von Experten, die sich täglich mit dem Thema Verkehrssicherheit beschäftigen, völlig ignoriert wird. Ihm ist es in diesem Fall egal, wie viele Unterschriften gegen diese Maßnahme gestimmt haben, es geht ihm um die Sicherheit der Kinder. Nun Schutzzonen in einem geschützten Bereich einzurichten ist Eulen nach Athen zu tragen. Die GAL hofft, dass die Stadtverwaltung ihre Entscheidung noch einmal überdenkt und Rückgrat zeigt. Pfeiffer fordert, dass die Sicherheit der Kinder Vorrang vor den Befindlichkeiten der Gegner haben muss.
Ohne Erlaubnis aufgestellte Altkleidercontainer…
…verschwinden bald aus dem Stadtbild. Schon Jahre ärgern mich die wie Pilze aus dem Boden wachsenden Containern, die unser Ortsbild verunstalten und wilde Müllablagerungen anlockten. Mir war es immer unverständlich wie unsere Verwaltung diesen Wildwuchs tolerieren konnte. Einfach war die Antwort: es gab keine rechtliche Handhabe dafür. Und die Aufsteller sind wirklich trickreich. In Ziegelhausen wurde Container mit DRK-Logo und Ortsverband aufgestellt. Das DRK wusste natürlich von nichts. Nun schafft die Stadt „Wertstoffinseln“, 146 Standorte bei den Altglasbehältern. Die Stadt sucht nun eine Firma, die die Kleidersammlung durchführt.
Heidelberg ist nicht die Vorzeigestadt
Rhein-Neckar-Zeitung 07.01.2020 von Sebastian Riemer

Wie verrückt ist das alles:
Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit signalisiert, dass er das Ankunftszentrum behalten will. Aus meiner Sicht ist es jetzt eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera, wo das hin soll. Die Wolfsgärten sind wirklich kein „schöner“ Standort, aber das ist der Gäulschlag auch nicht.
Die Pläne, die das Land vorgelegt hat, wirken wie eine auf Effizienz getrimmte Hochsicherheitsanlage. Wenn schon neu gebaut wird, sollte aber unbedingt eine städtebaulich ansprechende Lösung gefunden werden.
Da das Land einen Planungsvorlauf von 4 bis 5 Jahren hat, werden wohl vorher die aktuell genutzten Gebäude saniert werden müssen.
Was für ein verfahrenes und teures Projekt. Geht das auch besser?

