Aus der Geschichte lernen! #GemeinsamfürEuropa

Am 9. November, einem in unserem Land sehr geschichtsträchtigen Tag, findet vor dem Bürgerzentrum in Kirchheim um 17:30 Uhr eine Kundgebung statt, die Werte wie Menschlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zum Thema haben wird. Beginn der Veranstaltung, die von Gewerkschaften, politischen Gruppierungen und bürgerlichen Initiativen organisiert wurde, ist um 17:00 Uhr in der ev. Petrus-Kirche, Hegenichstraße, in der Pfarrer Kliesch mit einigen Liedern, Fürbitten und einem Friedensgebet die Teilnehmer*innen einstimmen wird. Mit einem Kerzenzug gehen wir zum Bürgerzentrum in dem um 19:00 Uhr die AfD eine Veranstaltung durchführt. Ihnen soll mit Beiträgen zum 9. November (1918 Novemberrevolution, 1923 Hitler-Ludendorff-Putsch, 1938 Reichspogromnacht und 1989 Mauerfall) vor Augen geführt werden, auf welch gefährlichem Weg sie sich befindet. Wir wollen friedlich und dem geschichtsträchtigen Tag angemessen auftreten und der AfD keine Chance geben, wieder in ihre Opferrolle zu schlüpfen. Heidelberg steht für Diversität und dem Gemeinderat ist es auch wichtig, diese Vielfalt nach außen zu tragen und gegen das Böse zu verteidigen.

Erfreulich ist…

…der Blick in die Werkstatt der Planungsteams zur zukünftigen Entwicklung des Neuenheimer Feldes. Bei allen 4 Teams findet sich eine klare bauliche Kante zum Handschuhsheimer Feld entlang des Klausenpfades und eine Bestätigung der Ringerschließung durch eine Straßenbahn. Das beruhigt viele BürgerInnen, bestätigt die Haltung der Stadt in den vergangenen Jahren und könnte jetzt von Uni und Klinikum gut als gemeinsame Basis akzeptiert werden.
Es geht ja nicht um Sieg oder Niederlage unterschiedlicher Konzepte, sondern um ein vertrauensvolles, zukunftsorientiertes gemeinsames Planen. Es wäre schön, wenn diese Zwischenergebnisse dazu beitragen, Misstrauen und Vorbehalte im weiteren Prozess zu minimieren!
Wie es weiter geht mit den Ideen der Verlagerung des Zoo’s, einem Nordzubringer, einer Schwebebahn, Hochhäusern oder auch einer 5. Neckarquerung warten wir jetzt einfach mal ab. Wir wissen doch, dass Kröten geschluckt werden müssen – schauen wir gemeinsam, dass die Kröten möglichst klein sind!

Rundgang zum neuen Bauen in der Altstadt

Bei schönstem Herbstwetter ging es am Sonntag, 21.10.2018, durch die Altstadt mit unserem Stadtrat Hans-Martin Mumm sowie mit Dr. Arnulf Weiler-Lorentz (Bunte Linke) und Dr. Katharina Weiler. Bausünden und positive Beispiele an Neubauten wurden den knapp 60 Interessierten gezeigt und die Hintergründe im Telegrammstil erklärt. Das war sehr informativ, kurzweilig und unterhaltsam!

 

 

 

 

Masterplan INF: Rückblick „Werkstatt“ + Einladung

In der Veranstaltung zum Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld/Neckarbogen, dem „Blick in die Werkstatt“, am 17.10, haben die vier beauftragten Planungsteams ihre ersten Ideen für die Zukunft des Neuenheimer Feldes vorgestellt. Circa 450 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit wahrgenommen, den Büros beim Arbeiten über die Schulter zu schauen.

All diejenigen, die gestern keine Zeit hatten an der Veranstaltung teilzunehmen, haben nun die Möglichkeit, sich die Präsentationen der Teams auf der Masterplan-Projektwebseite unter www.masterplan-neuenheimer-feld.de anzuschauen.

Im nächsten Schritt wird das „Forum Im Neuenheimer Feld / Neckarbogen“ über diese ersten Ideen diskutieren. Die öffentliche Forumssitzung findet am Montag, 5. November 2018 um 17.30 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal, Marktplatz 10, statt. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.

Die Große Koalition …

… ist gar nicht mehr so groß. Städte mit Immobilienbesitz des Bundes sollten aber nicht auf deren alsbaldigen Zerfall setzen. Denn Finanzminister Scholz will jetzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger Schäuble beim Verkauf von bundeseigenen Grundstücken den Kommunen entgegenkommen. Der neue Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) Christoph Krupp soll das umsetzen. Diese Konstellation gilt es zu nutzen, um eine zukunftsfähige Entwicklung von Patrick-Henry-Village als sozial gemischtem Wohnquartier zu ermöglichen. Die Bima könnte auf einen Verkaufspreis ganz verzichten, oder sie würde als Projektpartner beteiligt.

Herrliche Neckar(t)Orte

Wieder einmal hat der Verein NeckarOrte ein Stück am Neckar ausgewählt. Dieses Mal den Bereich unter der Ernst-Walz-Brücke in Neuenheim und diesen mit wenig finanziellem Aufwand, viel Arbeit und Kreativität zu einer Sahneschnitte umgewandelt und erobert.
Was Dirk Rulffes und sein Team am letzten Wochenende präsentierten, konnte sich sehen lassen. Es ließ nicht nur die zirka 2.000 Besucher*innen, sondern auch die Sonne strahlen. Ein vielfältiges Programm mit Live-Musik, Fotoausstellung, Kunst- und Lichtinstallationen, Pilates, Akrobatik, Skater Contest, Vorträge und Live-Graffiti ließ keine Wünsche offen. Das espressoBike, Getränke und Speisen (gegen Spende) rundeten das Konzept zum WohlfühlOrt ab. Neckarorte sieht sich als Initialzünder für einen „neuen Raum am Fluss“ mit Anregungen und Wünschen aller interessierten Bürger. Vorerst werden nur die neuen Graffities an das schöne Spektakel erinnern. Ein großes Dankeschön an alle Initiatoren. Für dieses Projekt setze ich mich gerne ein.

In der Denkmalpflege …

… wechselt gerade ein wichtiger Akzent. In der Altstadt und der Weststadt gibt es Gesamtanlagenschutzsatzungen: Jedes Gebäude ist wie ein Denkmal zu behandeln. In den Kommissionen, in denen die Bauanträge beraten werden, saßen Fachleute aus Architektur und Kunstgeschichte neben Bürgern des Stadtteils. Diese Kommissionen haben erfolgreich Streitfragen der Gestaltung und der Nachverdichtung moderiert. Nun hat der Gemeinderat einen Gestaltungsbeirat eingerichtet und die Stadtteil-Kommissionen aufgehoben. Dem neuen Beirat gehören nur noch Fachleute für Architektur und Städtebau an. Kunstgeschichte und ortskundige Bürger sind nicht vorgesehen. Im Umgang mit alter Bausubstanz verschiebt sich damit der Akzent vom Erhalten zum Gestalten. Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an die Auseinandersetzungen um die Altstadtsanierung vor dreißig Jahren, in denen sich der Kunsthistoriker Peter Anselm Riedl mit großem wissenschaftlichen Aufwand Fehlentscheidungen entgegenstellte.

Linkspolitisches Hausprojekt in der Alstadt sucht Unterstützer

Liebe Unterstützer*innen solidarischer Wohn- und Lebenskonzepte,

wir – das Solidarische Kollektiv OBG (SoKo OBG) – sind ein gerade entstehendes linkspolitisches Hausprojekt in der Heidelberger Altstadt. Wir wollen Euch hier kurz vorstellen, was wir machen und wie Ihr uns unterstützen könnt.

Wir wohnen zu neunt als Wohnkollektiv in einem schönen verwinkelten Altbauhaus – das ein Ort für unsere Freund*innen, Nachbar*innen und uns als ein alternatives Pendant zu seinem Umfeld ist. Wer Heidelberg kennt weiß nämlich, dass die Altstadt vor allem von Burschenschaften und luxussanierten Altbauten geprägt ist. Wir wollen dieses Haus als bezahlbaren Mietraum erhalten und es der Verwertungslogik des Miet- und Immobilienmarktes entziehen. Das Erdgeschoss wollen wir zu einem offenen Raum für Veranstaltungen und als Vernetzungsort für linke Aktivist*innen und unsere Nachbar*innen umgestalten.

Das Hausprojekt wird innerhalb des Mietshäuser Syndikats (MHS) realisiert, einem Verbund aus 130 selbstorganisierten Wohnprojekten. Die Finanzierung stützt sich auf ein geniales und bewährtes Modell: Durch eine Kombination aus Direktkrediten und Bankkrediten wird der Hauskauf ermöglicht. Durch die regelmäßige Mieteinnahmen werden die Darlehen und Kredite getilgt. Direktkreditgebende sind Personen, die das Projekt unterstützen und ihr Geld lokal in nachhaltigen Projekten anlegen. Eine unschlagbar einfache Art und Weise regional wirksam die Wohnungspolitik positiv zu beeinflussen und sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen! Ob 500 oder 10.000€, über die Höhe des Darlehens wird selbst entschieden, ebenso über Zinsen (bis 1,5%) und die Laufzeit des Vertrags. Direktkredite sind Nachrangdarlehen, d.h. unter anderem, sie müssen nur nachrangig nach dem Bankkredit bedient werden.

Die jetzigen Eigentümer wollen schon bis Oktober an uns verkaufen. Deshalb ist gerade jetzt die Finanzierung besonders wichtig, denn das Gelingen des Projektes hängt nun vor allem davon ab, dass wir genügend Direktkredite bekommen, um den Hauskauf umzusetzen.

Wenn Ihr also Geld auf der Seite liegen habt oder Menschen kennt, die uns finanziell unterstützen wollen, zögert nicht uns zu kontaktieren: direktkredite@kollektiv-obg.de
Auf unserer Homepage gibt es weitere Informationen zu unserem Projekt und aktuellen Veranstaltungen rund ums Haus: www.kollektiv-obg.de

Unterstützt uns, damit wir zu einer Stadtpolitik beitragen können, die aus der Heidelberger Altstadt mehr macht als nur Burschenschaften, Eliteuni und Tourismus!

Mit solidarischen Grüßen

euer SoKo OBG

Rundgang durch die Altstadt mit GAL Bezirksbeirat Gerd Guntermann

Los geht es am Friedrich-Ebert-Platz. Gerd Guntermann begrüßt am Freitag, 21. September, um 18.00 Uhr die Teilnehmer, unter ihnen Vertreter von LINDA, der Schlossberg-Initiative, der IG Verkehr, Stadtrat Weiler-Lorenz sowie Kinderbeauftragte und Bezirksbeiräte.

Guntermann wohnt seit 38 Jahren in der Altstadt und kennt sie wie seine Westentasche. Er engagiert sich als GAL Bezirksbeirat, ist im Vorstand der GAL und in diversen anderen Heidelberger Gruppen aktiv. Beim Rundgang fällt auf, die Menschen kennen ihn hier, ständig wird er herzlich gegrüßt.

Wie der Friedrich-Ebert-Platz vor der Umgestaltung ausgesehen hat, dran erinnert Guntermann: ein Platz mit vielen großen Bäumen. Jetzt, so sagt er, treibt es einem Tränen in die Augen, wenn man die Bäume anschaut. Zwei Reihen kleiner Bäume säumen links und rechts den Platz. Viel größer werden die wohl auch nicht werden, da der Untergrund nicht mehr hergibt, da sich unter dem Friedrich-Ebert-Platz eine Tiefgarage befindet.
Bezirksbeirat Gerd Guntermann spricht die geplante Bepollerung der Altstadt an. Er ist vehementer Verfechter der versenkbaren Poller, die künftig den Verkehr in der Altstadt beruhigen und sicherer machen sollen. Vorbild hierfür ist Salzburg, da diese Stadt viele Parallelen mit Heidelberg aufweist, u.a. ist sie auch geprägt vom Tourismus und hat eine ähnliche Topographie. Sowohl der Arbeitskreis für ein Verkehrsberuhigungskonzept Altstadt als auch der Bezirksbeirat Altstadt ist mit großer Mehrheit für diese Maßnahme. Nicht zuletzt aufgrund des tragischen Unfalls des 10-jährigen Ben Bews liegt es jetzt an der Stadt schnell zu handeln.
Guntermann erklärt noch, dass hier im vorderen Bereich der Plöck keine Poller angebracht werden können, da sich hier die Zu- und Abfahrten der Parkhäuser befinden.

Nächster Halt ist der Spielplatz an der Ecke Plöck / Märzgasse. Hier wünscht sich der Bezirksbeirat, dass die Märzgasse entlang des Spielplatzes verkehrsberuhigt und umgestaltet wird, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen. Zufrieden ist Guntermann mit der Landfriedstraße hinter dem Spielplatz, die erst vor kurzem verkehrsberuhigt wurde. Jetzt dürfen nur noch auf der einen Seite Autos halb auf dem Gehweg parken, die gegenüberliegende Seite ist ganz tabu. Kinder können nun sicher zur Schule und den Spielplätzen gelangen.

Weiter geht es die Märzgasse entlang, über die Hauptstraße zur Karpfengasse. Der Anlieferverkehr der Hauptstraße muss über Poller reguliert werden, fordert Guntermann, da die Zeiten einfach nicht eingehalten werden. In der Karpfengasse wohnt er in einem der GGH Gebäude hinter dem C&A. Er berichtet über ein positives Projekt: Hinter dem C&A liegt eine kleine Grünfläche, die dem C&A gehört, nicht genutzt wird und völlig verwahrlost und verdreckt war. Guntermann nahm Kontakt mit der Heidelberger C&A Leitung auf und erreichte, dass diese die Fläche säubern und zurück schneiden ließ. Nun sieht das Ganze schon prima aus und alle Anwohner ringsum freuen sich. Demnächst ist sogar ein gemeinsames Frühstück auf dem Platz geplant. Hier hat sich gezeigt: kleiner Einsatz – große Wirkung, man muss nur mit den Leuten reden. Toll, dass Gerd Guntermann sich hier eingesetzt hat!

Der Rundgang geht weiter zur Stadthalle. Die Teilnehmer sind sich einig, dass es kaum vorstellbar ist, wie es aussehen würde, wenn die damals geplante Stadthallenerweiterung gekommen wäre. Die Grünfläche daneben wäre überbaut und die Frischluftzufuhr zur Altstadt unterbunden. Gerd Guntermann erzählt hier vom Anlieferlärm bei der Stadthalle bis spät in die Nacht sowie über die Parksituation entlang der Neckarstraße. Auch hier fordert er Poller und kritisiert, dass sich die Umsetzung zeitlich verzögern wird. Geplant sind die Poller wohl für frühestens 2021.

Von der Stadthalle führt uns der Rundgang weiter durch den Marstall zur Krahnengasse. Hinter dem Archäologischen Institut, das derzeit wegen Bauarbeiten eingepackt ist und dadurch relativ gut aussieht, befindet sich laut Guntermann „der hässlichste Platz in der Altstadt, ein geschotterter Parkplatz“. Zwar ist er gut versteckt, aber es stimmt, dieser Platz würde eine Aufwertung vertragen.

Zum Abschluss geht es hoch zum Universitätsplatz. Unterwegs wird diskutiert: Wie viel Tourismus verträgt die Altstadt noch? Wie viele mehr Busse? Die Situation oben auf dem Schloss und auf dem Neckarmünzplatz ist für die Anwohner unerträglich. Ein ständiges An- und Abfahren.
Auch am Universitätsplatz ist die Verkehrssituation für die Anwohner schrecklich. Bis zu drei Busse gleichzeitig stehen hier hintereinander mit laufendem Motor und verdecken zudem die ganze Ladenfront. Auch nachts, wenn Jugendliche auf den Moonliner warten, ist oft nicht an Schlaf zu denken. Eine Verlegung der Haltestelle etwas Richtung Norden, hin zur Triplex Mensa, wäre vielleicht eine Lösung.

Bezirksbeirat Gerd Guntermann beendet die Führung mit einem Wunsch an die Stadt, der eigentlich ganz einfach ist: „Es wäre schön, wenn die Stadt für uns Bürger in der Altstadt endlich mal etwas tun würde!“

Fake News…

…sind kein Straftatbestand, aber man muss ihnen klar widersprechen! Weder der Stadt noch der Polizei liegen Erkenntnisse vor, dass der Busbahnhof am Bauhaus ein Angstraum und ein Kriminalitätsschwerpunkt ist. Wenn Herr Niebel im Stadtblatt das Gegenteil behauptet, setzt er darauf, dass ’schon was hängen bleibt‘, er schürt absichtlich Ängste und Vorbehalte – und das mit unwahren Behauptungen.
Ich möchte dem folgendes entgegensetzen: Als es noch die Flüchtlingsunterkunft auf Patton gab, habe ich in der Linie 26 fast täglich beobachtet, wie außerordentlich höflich und rücksichtsvoll die jungen, schwarzen Männer sich insbesondere älteren Mitmenschen gegenüber verhalten haben. Da könnte sich der ein oder andere junge deutsche Mann eine Scheibe abschneiden!
Bitte helfen Sie mit, dass in unserer (Stadt-) Gesellschaft diese Un-Kultur der Stimmungsmache keinen Platz hat! Stehen Sie auf, melden Sie sich zu Wort, sagen Sie ‚Nein‘.