Neue Gewerbegebiete …

sind keine Frage des Ob, sondern des Wie. Von Gewerbegebieten ist zu verlangen, dass sie sich ihrer Umgebung öffnen, durchlässig sind und die Nähe von Wohnungen zulassen. An der Südostecke des Pattonareals hätte der Bebauungsplan daher eine Wohnnutzung vorsehen müssen, um das Mörgelgewann und die Häuser am Kirchheimer Weg miteinander und mit dem Stadtteil Kirchheim zu verbinden. Das war der Tenor der Bürgerbeteiligung, unseres damaligen Antrags für die CA-Studi-Wohnungen und des Antrags der Grünen in der letzten GR-Sitzung, der freilich verfahrensmäßig spät kam. OB und GroKo im Gemeinderat haben es anders gewollt. Repariert werden kann diese Insellösung erst in ein paar Jahrzehnten.

Weitere Proben stehen in Bergheim an. Auch das Druckmaschinengelände verlangt Durchlässigkeit und Mischung. Beim Betriebshof ist zwischen bisheriger und zusätzlicher Versiegelung abzuwägen. Grund für Glaubenskriege, wie sie das konservative Lager so gerne führt, sind diese Fragen nicht.

Stadthalle – ein Gesamtkunstwerk

Die Heidelberger Stadthalle – vergleichbar mit dem Neapolitanischen und Pariser Theater – ist in Deutschland einzigartig.

Man darf solche Gesamtkunstwerke nicht verändern! Sie sind Zeugen ihrer Zeit und erfüllen bis heute mit minimalen Änderungen noch immer bestens ihre Funktion.

Und auch die Stadthalle, erbaut 1903 als Versammlungs- u. Festgebäude der Bürgerschaft, kann unsere Stadtgeschichte nur in ihrem historischen Bestand unverfälscht repräsentieren. Der geschossübergreifende Große Saal mit dreiseitiger Empore ist mit seiner Raumtiefe u. mit der Bühne im Südteil des Raumes eigens nach Wünschen des dam. Musikdirektors Philipp Wolfrum so konzipiert!

Dagegen wäre das Neukonzept, ähnl. einer römischen Arena, mit einer in den Saal hinein platzenden Mittelbühne ein architektonischer Sündenfall und würde die ursprüngliche Raumarchitektur völlig auf den Kopf stellen. Und wie der Architekt B. Burger, der Konzertveranstalter J. Flamme und Prof. A. Werner-Jensen zu bedenken geben, wäre nach der ganzen Umbauprozedur weder ein akustischer Zugewinn noch eine Verbesserung der Sichtverhältnisse garantiert.

# Hol den Oberbürgermeister

und der kümmert sich ernsthaft oder ist das nur ein guter PR Gag? Fast hundert Kindern und Jugendlichen des Rohrbacher Reitervereins wurde zum Ende des Jahres ihre ‚Heimat‘, der Jugendhof gekündigt. Jetzt baten sie den OB um Unterstützung, wollten ihm ihre Situation und ihr Anliegen schildern. Mit fast 400 Stimmen haben sie große Unterstützung gefunden – der OB lehnt ab.

Klar, der OB wäre nicht gut beraten, sich in privatrechtliche Streitereien einzumischen – aber ist er gut beraten, das voting von so vielen Menschen abzulehnen? Sollte er nicht eine kluge Form des Besuches finden? Ein offenes Ohr, ein kluger Rat, vielleicht sogar eine strukturelle Unterstützung bei der Lösung des Konfliktes? Fast hundert Kinder und Jugendliche vertrau(t)en auf die Aufmerksamkeit des OB. Ist ein knappes, ablehnendes Schreiben jetzt das letzte Wort? Bitte, Herr Oberbürgermeister, enttäuschen Sie nicht das in Sie gesetzte Vertrauen! (P.S.: Der Jugendgemeinderat wurde auch um Unterstützung gebeten, bislang ohne Reaktion…)

Rettet den Reitverein Jugendhof Heidelberg e.V.,

in dem ihr euch an der Online-Aktion „Hol den Oberbürgermeister“ beteiligt!

Durch die Kündigung des Pachtverhältnisses zum 31.12.2017 ist der Reitverein Jugendhof Heidelberg e.V. in seiner Existenz bedroht! 80 % der Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche (ca. 100), die durch immensen persönlichen Einsatz das Stall- und Vereinsleben selbstständig organisieren und finanzieren.

Beteiligt euch auf der Plattform „Hol den Oberbürgermeister“ an der Abstimmung, damit der Oberbürgermeister uns vor Ort besucht, sich von unserer Arbeit persönlich ein Bild macht und sich mit uns für eine Lösung einsetzt.

Um diese Petition zu unterstützen (d. h. abzustimmen) und weitere Informationen zu erhalten, folgt bitte dem folgenden Link:

https://holdenoberbuergermeister.de/places/rettet-den-reitverein-jugendhof-heidelberg-e-v/

Neue Mensa in der Friedrich-Ebert GS

Lange Zeit mussten die Schüler*innen der Friedrich-Ebert GS in die Triplex-Mensa gehen, um dort gemeinsam mit den Student*innen ihr Mittagessen einzunehmen. Ein Zustand, der suboptimal war und der nun ein Ende hat. Seit diesem Schuljahr haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Mahlzeiten in der neuen Mensa einzunehmen. Hierzu mussten die Kellerräume komplett umgestaltet werden, was dem Architekturbüro ap88 auf eindrucksvolle Weise gelungen ist. Ein eher muffiger und feuchter Keller wurde zu einem lichtdurchfluteten großen Speisesaal mit Nebenräumen und mit in der 70 cm dicken Wand eingelassenen Sitzbänken mit Fenstern. In diesen Räumen fühlen sich die Kinder jetzt wohl und werden sie nicht nur zum Essen nutzen.  Es ist wichtig für die Entwicklung der Kinder, dass sie sich in der Umgebung, in der sie sich täglich bewegen, auch wohl fühlen. Dies zu erreichen war ein Grund, warum ich für den Gemeinderat kandidiert habe.

Bericht zum Jugendklimagipfel 2017 ist da!

Wir freuen uns mit dem BUND! Der Jugendklimagipfel 2017 in Heidelberg war ein voller Erfolg. Oberbürgermeister Eckart Würzner war so angetan von den Ergebnissen, dass er ankündigte die Jugendlichen in den Gemeinderat einzuladen. Für den Heidelberg-Kreis Klimaschutz ist bereits ein Termin vereinbart.

Den Bericht zum Jahresklimagipfel 2017 könnt ihr hier lesen.

Wer will, kann sich in der BUNDjugend dafür einsetzen, dass die Ideen auch Wirklichkeit werden! Meldet Euch bei Constanze. Die FÖJlerin wird diese Woche zum BUNDjugend-Treffen einladen bund.heidelberg@bund.net

Den BUND Heidelberg findet ihr im Welthaus am Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg, Tel.: 06221-182631

Kerchemer Stroßefeschd

1991 bin ich nach Kirchheim gezogen und habe mich von Anfang sehr wohl gefühlt. Als erstes großes Ereignis habe ich dann das Kirchheimer Straßenfest kennengelernt, bei dem meine Kinder fleißig ihre ausgelesenen Bücher, Spielsachen und Musikkassetten verkauften. Damals musste man schauen, rechtzeitig in der Schwetzinger Straße (bei der Zentral-Apotheke) einen Platz zu bekommen. In fast allen Geschäften gab es Aktionen, die entweder im Geschäft oder aber an einem Stand auf der Schwetzinger Straße stattfanden. Gesperrt war schon ab der Alstaterstraße. Die Kirchheimer Schulen präsentierten sich mit Basteleien oder Geschicklichkeitsspielen und Eltern und Lehrer*innen sammelten für die Schulkasse, um entweder das ein oder andere Extra anzuschaffen oder sozial benachteiligten Kindern die Teilhabe zu ermöglichen. Auch die Vereine, sei es sportlich oder musikalisch hatten aufgerüstet, um den Kirchheimern etwas zu bieten, einzuladen zum Verweilen bei leckerem Essen und Trinken und hierbei für ihren Verein Werbung zu machen.
Das Kerchemer Stroßefeschd war der gesellschaftliche Höhepunkt im Stadtteil, ein Stelldichein des „who is who“ . Wer in Kerche nur ein bisschen was auf sich gehalten hat, durfte an diesem Tag nicht fehlen. Man konnte als „Neigeplaggter“ die Kerchemer kennenlernen und so mancher Kontakt entwickelte sich zu einer Freundschaft oder einem Vereinsbeitritt.
Ähnlich dem Heidelberger Herbst schob man sich durch die lückenlos von Ständen gesäumte Straße mit der Hauptbühne auf dem Odenwaldplatz.
So, nun genug geträumt vom „ Früher war alles viel besser!“
Heute sieht das etwas anders aus und ich frage mich, woran das liegen mag.
Große Lücken klaffen zwischen den einzelnen Ständen und es bereitete dem mir in der Schwetzinger Straße entgegenkommenden Radfahrer keine Mühe, sich zwischen den einzelnen Besuchern fahrend durchzuschlängeln.
Ich freue mich, dass Familie Vogel ihr Geschäft mit Mützen, Hüten und Kurzwaren präsentiert, Loras Bar sich kulinarisch präsentiert und empfinde es als ein kleines Dankeschön seitens dieser Familien an ihre Kirchheimer Kundschaft. Allerdings vermisse ich die Kirchheimer Metzger, die durch ihr Angebot einen großen Anteil am Gelingen des Straßenfestes hatten. Wo es gutes Essen gibt, da treffen sich die Menschen. Wir haben das große Glück, in Kirchheim gleich 3 hervorragende Metzgereien zu haben und jeder hat seine Spezialitäten, bei denen die Kirchheimer sagen, dass die Salami bei dem einen und die Lyoner bei dem anderen am besten schmeckt. Egal, mit wem ich in den letzten Tagen gesprochen habe, jeder hat vor Allem das Fehlen der Metzger als besonders ärgerlich empfunden. Die Gründe hierfür waren sehr unterschiedlich. Es würde sich nicht mehr lohnen, kein Personal, Angst vor Schlägereien, die Standgebühren seien zu teuer usw.
Ich werde diese Argumente nicht bewerten, ich denke jedoch, dass es eine Serviceleistung und auch ein bissel ein Dankeschön der Metzgereien für ihre Kirchheimer Kundschaft sein sollte, ihnen dieses Stadtteilfest zu verschönen. Mir wurde zugetragen, dass dieses Fest damals für die Geschäftsleute in Kirchheim eingeführt wurde. Bedauerlich ist, wenn mir Bürger sagten, die Geschäftsleute hätten es doch alle nicht mehr nötig. Stimmt das? Sollte es wirklich so sein, dass die Kirchheimer Geschäftsleute, aber auch die Handwerker, die ich ebenfalls vermisste, nicht mehr nötig haben, sich in ihrem Stadtteil zu präsentieren?
Nun noch einige Worte zum Veranstalter, dem geldgierigen Stadtteilverein. Wenn ich erzählt bekomme, dass Jörn Fuchs und sein Team sowohl von Geschäftsleuten als auch von anderen Standbetreibern beschimpft werden, dass die Standgebühren zu hoch seien, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht. Wem kommen denn die Standgebühren, die von den ehrenamtlich arbeitenden Vorstandsmitgliedern (die keinen Cent für ihre Arbeit bekommen) des Stadtteilvereins eingezogen werden zugute?
Wussten Sie schon, dass:
– Die GEMA-Gebühren für ein solches Straßenfest ca. 2000 € kosten? (Dieser Betrag richtet sich nach der beschallten Fläche)
– Die Livemusik auf den verschiedenen Bühnen ca. 2000 bis 3000 € kosten. (Ausgenommen Offlimits, die kostenfrei zur Unterstützung der Pfadfinder St. Georg auftreten!)
– Die Straßensperrung seitens der Stadt Heidelberg mehrere Hundert Euro kosten.
Na, sind Sie immer noch der Meinung, der Stadtteilverein sei geldgierig?
Das kann ein Stadtteilverein nicht mal eben aus der Portokasse stemmen und es erklärt die Standgebühren.
Seien nun noch diejenigen Anwohner erwähnt, die sich schon im Vorfeld wegen dem anstehenden Lärm beschweren. Kommen Sie doch künftig einfach dazu und beteiligen sie sich an einem Gemeinschaftsfest.
An dieser Stelle sei Dank, den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Heidelberger Diensten, die die Bühnen kostenfrei zur Verfügung stellen, den Teilnehmern, die aller Kritik zum Trotz viel Spaß an unserer Kerwe hatten und vor allem dem Stadtverein, der in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden im Vorfeld, sowie an Straßenfest selbst alles so prima auf die Beine gestellt hat.
Nun hoffe ich, dass bald ein Treffen stattfindet, bei dem sich Vereine, Geschäftsleute, Schulen und Stadtteilverein zusammensetzen, um zu überlegen, wie das nächste Straßenfest wieder attraktiver gestaltet werden kann.
Schreiben Sie mir Ihre Meinung dazu, wenn es Ihnen nicht egal ist, dass das Straßenfest immer mehr an Wert verliert. Auch Ihre Ideen werde ich gerne weiterleiten.
Mp-pfeiffer@gmx.net

Michael Pfeiffer
Stadtrat Grün-Alternative Liste GAL

Harbigweg

Der Harbigweg und die ihn umgebenden Feldwege sind an trockenen Tagen immer stark frequentiert. Es interessiert die wenigsten Fahrer*innen, ob nun die Beschilderung auf die Benutzung nur von landwirtschaftlichem Verkehr hinweist oder ob das Parken durch Schilder untersagt ist. An manchen Tagen ist es ein unglaubliches Chaos (sh. Foto) und ich hoffe, dass der Arbeitskreis, der sich mit dem Verkehrsmanagement und einem Ingenieurbüro zusammengesetzt hat, auch brauchbare Vorschläge vorlegen wird, um die Feldwege in Kirchheim Nord wieder den erholungssuchenden Spaziergänger*innen und den mit dem Fahrrad zum Verein fahrenden Sportler*innen zurückzugeben.

 

Schreiben Sie mir Ihre Meinung.

Mp-pfeiffer@gmx.net

Versorgungsmarkt Breslauer Straße

Der wichtige Versorgungsmarkt „nah und gut“ wurde im März in der Breslauer Straße geschlossen. Das ist sehr bedauerlich, da viele Kirchheimer, insbesondere aus dem nördlichen Bereich unseres Stadtteils, gerne ihre Käufe dort erledigten und auch die Bäckerei Seiler mit ihrem große Sortiment an verschiedenen Broten, Brötchen und Kuchen wird schmerzlich vermisst.
Schon zu Beginn des Jahres haben meine Fraktionskollegin Judith Marggraf und ich bei den zuständigen Stellen nachgefragt, wie es denn nach der Schließung weitergeht und angemahnt, eine zeitnahe Entscheidung zu treffen.
Der momentane Stand ist, dass ein Vertragsabschluss anscheinend kurz bevorsteht und nach entsprechenden Renovierungsmaßnahmen voraussichtlich Mitte 2018 ein neuer Einkaufsmarkt seine Tore öffnen wird.
Ansprechpartner ist für uns die GGH und das Amt für Wirtschaftsförderung. Ich bedauere sehr, dass sich der Prozess bisher so lange hingezogen hat und hoffe, dass es nun bald sichtbare Fortschritte geben wird.

Ein neuer Weg

Es ist vollbracht. Seit Kurzem ist der seit mehr als 25 Jahren unbefestigte Weg zwischen der Ilse-Krall-Straße und dem Franzosengewann nun bei jedem Wetter begehbar. Nachdem schon im letzten Jahr auf Wunsch der GAL (Grün-Alternative Liste) vom Parkplatz eine Rampe für Fahrradfahrer, Kinderwägen und Rollstuhl- bzw. Rollatorennutzer mit angrenzender Treppe gebaut wurde, war dieses Jahr der nun befestigte Weg an der Reihe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. War der Weg früher oft nach Regenschauern nicht begehbar, so kann man nun mit sauberen Schuhen sein Ziel erreichen. Er wird auch oft von Kindern als Tafel benutzt, auf dem man wunderschöne Kreidebilder sehen kann und auch Skater und Kinder mit Kleinrädern und Rollern machen ihre ersten Erfahrungen mit einem fahrbaren Untersatz. Ein großes Dankeschön hierfür an Herrn Weber, den Leiter vom Tiefbauamt, und sein tolles Team. Natürlich sind wir von der GAL auch ein bissel stolz darauf, dass wir die Verwaltung für diese Maßnahme gewinnen konnten. Und nachdem nun auch noch die letzten Poller gesetzt wurden, ist es Autofahren auch nicht mehr möglich, diesen Weg zu befahren.