…über die ersten Öffnungen von Geschäften und Einrichtungen nach dem shutdown und ich bin stolz auf uns alle, dass wir damit verantwortlich umgehen! Kein Verkehrs-Desaster am Recyclinghof und keine Shopping-Orgien in der Innenstadt. Statt nun über weitere Quadratmeter und Branchen zu reden, sollten wir jetzt dringend all die in den Blick nehmen, die sozial und menschlich belastet sind! Familien, die es nach 6 Wochen zuhause einfach nicht mehr schaffen. Angehörige, die ihre älteren Familienmitglieder nicht mehr besuchen dürfen. Schülerinnen und Schüler, die von digitalen Lernangeboten nicht erreicht werden. Frauen und Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind…. Hier braucht es dringend Konzepte, Perspektiven und Hilfe.
Kategorie: Stadtblattartikel
Berichte, die im Stadtblatt Heidelberg abgedruckt wurden
Sammelkategorie
Schottergärten-Gärten des Grauens…
…heißt ein Artikel (Haus und Garten 7/2019) über immer öfter gestaltete Schottervorgärten in unserer Stadt. Wer sich aber so einen Schottergarten anlegt, macht dies keinesfalls unter ökologischen Gesichtspunkten, da er seinen Garten nicht als Lebensraum für sich und die Natur wahrnimmt. Die Steine speichern im Sommer die Hitze, ein Garten mit Pflanzen sorgt für eine gewisse Verdunstungskälte, die sich positiv auf die Hausumgebung auswirkt. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat haben im November 2019 einen umfangreichen Katalog zum Klimaschutz beschlossen. Unterstützen Sie mit bunten Gärten. Gestalten Sie Ihre Gärten mit heimischen Pflanzen und Kräutern. Damit erfreuen Sie nicht nur sich sondern auch viele Insekten, von denen wir auch abhängig sind. Danke.
Erlebnisse im Corona-Alltag
Manchmal frage ich mich, welche Erziehung Mitmenschen hatten, denn auch ohne Corona sollte man in einem Einkaufzentrum nicht in die Menge niesen. Ebenso im Bus, was zur Folge hatte, dass die Sitznachbarin von Ihrem Sitz aufsprang. Als ich den Übeltäter freundlich auf seinen Lapsus hinweise, werde ich beschimpft. Als der Bus dann hielt, wollte keiner mehr auf den Türknopf drücken. Verschämte Sekunden vergehen, endlich öffnet jemand von außen. Vor einem Laden sprechen 2 ältere Damen ohne die vorgeschriebenen 1,5 Mindestabstand miteinander. Dann geben sie sich Küsschen auf die Wangen. Ich kann´s nicht fassen. Bitte halten sie sich alle an die Gesundheitsvorschriften. Sie schützen sich selbst und somit uns alle. Dieser Weg wird kein leichter sein, aber gemeinsam besiegen wir das Virus.
Ihr Stadtrat der Freien Wähler
Raimund Beisel
Zwei Gedanken:
Bei meinem Bäcker darf derzeit nur eine Person in den Laden, meine Buchhändlerin nebenan musste ihr Geschäft schließen. Ich verstehe diese Logik nicht und wünsche mir, dass mehr Einzelhändler wieder ihre Geschäfte öffnen können – natürlich mit den entsprechenden Auflagen. Das wäre eine kleine Erleichterung und auch ein Hoffnungsschimmer.
Ist Ihnen auch aufgefallen, dass der Großteil ’systemrelevanter‘ Tätigkeiten von eher schlecht bezahlten Frauen erbracht wird? Krankenschwestern, Pflegerinnen, Verkäuferinnen … unverzichtbar und einem hohen eigenen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, halten sie unser Leben am Laufen – nicht die vielen klug redenden Herren Virologen! Das sollten wir alle uns merken für die Zeit nach Corona!
Ankunftszentrum PHV
Die Entscheidung Standort Ankunftszentrums wurde letzte Woche von der Tagesordnung genommen. Gut so, denn nun können die Kolleg*innen im Gemeinderat, die sich von unserem OB durch dessen listigen Vorschlag den Gäulschlag zu bebauen, nun doch für die Wolfsgärten entschieden haben, ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Bevor man den Wolfsgärten zustimmt, sollte man sich die Ausgleichsfläche nennen lassen, die der OB zugesagt hat. Wenn inmitten einer Stadt eine JVA gebaut werden kann (Bsp. HN/ HD), dann sollte doch ein AKZ auf PHV erst recht kein Problem sein. Ich bin davon überzeugt, dass die Stadtplaner ausreichend Wohnraum für junge Familien, Wohngruppen und Menschen mit geringem Einkommen planen können. Geht nicht gibt`s nicht. Für mehr Grün-GAL.
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
Wir bleiben zuhause.
Wir danken allen, die durch ihren täglichen Einsatz dazu betragen unser tägliches Leben am Laufen zu halten.
Ihr Stadtrat der Freien Wähler
Raimund Beisel
stadtrat.beisel@gmx.de
Licht aus…
…damit uns ein Licht aufgeht.
Am 28. März von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr ist es wieder soweit: Viele Städte, Unternehmen und Millionen Menschen in Deutschland machen bei der Earth Hour mit, indem sie die Beleuchtung zuhause, an Sehenswürdigkeiten und offiziellen Gebäuden für diese eine Stunde ausschalten.
Schön, dass Heidelberg sich seit Jahren an diesem weltweiten event beteiligt. Könnten wir das nicht öfter tun? Nachtbeleuchtung von Gebäuden, Schaufenstern etc mal auf den Prüfstand stellen? Beleuchtung abwechseln, reduzieren… Es ist ja nicht nur der immense Energieverbrauch, auch die ‚Lichtemmissionen‘ könnten eingedämmt werden. Auch privat kann sowas schön sein: Bei uns hieß das früher „Schummerstündchen“ und war überaus kuschelig.
Mehr Sicherheit für die schwächeren…
…Verkehrsteilnehmer wollte der Gemeinderat, als er nach dem tödlichen Unfall des 9-jährigen Ben das in Deutschland einmalige Sicherheitsaudit beschloss. Alle Experten empfahlen 2018, die Mühltalstraße als unechte Einbahnstraße einzurichten und die Stadtverwaltung kündigte diese Maßnahme an. Doch dann gab es Widerspruch. 2000 Unterschriften wurden gesammelt. Wie viele davon Experten und wie viele von dieser Maßnahme direkt betroffen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Sicher bin ich mir allerdings, dass es diese große Anzahl von Unterschriften nicht gegeben hätte, wenn die Mühltalstraße aufgrund eines Unfalls mit Personenschaden eine Einbahnstraße geworden wäre. Bisher wurde „nur“ ein Hund überfahren…und das war schon zu viel.
Großes Lob…
…an unser Abfallamt, dass bei der Analyse des Haus- und Biomülls durch die beauftragte Firma SHC nahezu durchgängig gute Ergebnisse erzielte. So wurde z.B. beim Biomüll nur eine Störstoffquote von 2,4% festgestellt. Dies belegt, dass die erfolgreiche und nachhaltige Arbeit des Abfallamtes Früchte trägt. Ferner auch ein großes Danke an unsere Einwohner/innen die mit Ihrem Verhalten bei der Mülltrennung zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Durch weitere Maßnahmen, besonders bei Großwohnanlagen, soll das Restmüllaufkommen weiter gesenkt werden. Aufbauend auf den erhobenen Analyseergebnissen wird im nächsten Schritt das Abfallkonzept der Stadt mit konkreten Maßnahmen und Zielen fortgeschrieben.
Ihr Stadtrat der Freien Wähler
Raimund Beisel
stadtrat.beisel@gmx.de
Danke…
…für die Solidarität des Gemeinderates, der sich hinter Memet Kilic, Rechtsanwalt und GAL-Altstadtrat, gestellt hat. Gegen Memet läuft in seiner türkischen Heimat ein Verfahren wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung, er hat die Zulassung bei der dortigen Anwaltskammer verloren und ist zur Fahndung ausgeschrieben. Vor dem Hintergrund der Meinungsfreiheit, die im Grundgesetz, aber auch in Art. 19 der Menschenrechtserklärung verankert ist, ein unerträglicher Zustand. Es geht nicht nur um eine berufliche Beeinträchtigung. Durch den Fahndungsaufruf ist inzwischen seine ganze Familie gefährdet!
Menschenrechte sind unteilbar, deshalb nocheinmal Dank an den Gemeinderat, verbunden mit dem Wunsch, dass die Verwaltung auch wieder die Tibet-Flagge hisst.
