… heute, am Montag um 17.30 Uhr, wird aber noch gezählt. Jedenfalls gratulieren wir den Grünen zu dem guten Ergebnis. Die Sorge um das Klima hat ihrer neuen Fraktion eine große Verantwortung auferlegt. Wir wünschen den Grünen wie uns allen ein gutes Gelingen bei den gestellten Aufgaben. Der Wahlkampf sei langweilig gewesen? Eine Stadt kann sich glücklich preisen, in der so viel Einmütigkeit herrscht. Das Wahlergebnis zeigt aber angesichts der globalen Aufgaben tektonische Verschiebungen in der Parteienlandschaft.
Im neuen Gemeinderat wird es weiterhin so sein, dass es zur Mehrheitsbildung mindestens drei Fraktionen braucht. Angesagt sind also Diskussion und Zusammenarbeit. Die GAL hat sich bei dieser Wahl behaupten, aber nicht verstärken können. Die beiden Gewählten werden sich mit Anträgen und Kritiken daran beteiligen, Heidelberg nachhaltig zu entwickeln. Meine Verabschiedung wird im Juni kommen. Ich flüstere mir aber schon jetzt ein leises Ene-mene-mu ins Ohr.
Kategorie: Stadtblattartikel
Berichte, die im Stadtblatt Heidelberg abgedruckt wurden
Sammelkategorie
Stadtblatt Sonderseite 22. Mai 2019 zur Kommunalwahl
Stadtblatt Sonderseite 15. Mai zur Kommunalwahl
Stadtblatt Sonderseite 2. Mai zur Kommunalwahl
Schulcampus Mitte
Das Schulgelände der Willy-Hellpach-, Pestalozzi- und ehemaligen Julius-Springer Schule zwischen Römer- und Rohrbacher Straße bedarf einer grundlegenden Sanierung. Wir haben uns schon lange darüber Gedanken gemacht, wie das Areal insgesamt attraktiver gestaltet werden kann. Aus diesem Grund haben wir vor 3 Wochen einen Antrag gestellt, dass die Stadtverwaltung prüfen und berichten soll, ob auf dem Gelände Schulcampus – Mitte unabhängig davon, welche Gebäude saniert und welche neu gebaut werden müssen, auch Wohnungen für Familien, Studierende sowie Mehrgenerationenhäuser und Büroräume geplant werden könnten. Hierbei sollte auch der große Parkplatz mitgedacht werden. Das frühere Cluster-Bauen ist heute nicht mehr zeitgemäß. Eine gute Durchmischung unterschiedlicher Nutzungsräume wären belebende Elemente für ein gutes Miteinander. Ein weiterer Vorteil dieser unterschiedlichen Nutzung wäre eine bessere soziale Kontrolle und weniger Angsträume. Ich hoffe auf viele kreative und mutige Ideen, die dieses Areal aufwerten.
Für 6 € sicher durch die Nacht
Das Frauen-Nachttaxi ist ein Erfolgsmodell! In seinen Ursprüngen ein heiß diskutiertes (dann wollen wir auch ein Männer-Nachttaxi) „Kind“ der GAL, ist es heute vor allem für Mädchen und junge Frauen aus unserem Mobilitätsangebot nicht mehr weg zu denken. Viele Eltern lassen ihre Töchter beruhigter ausgehen, weil es dieses Angebot gibt. Auch Arbeitnehmerinnen z.B. in Gastronomie und Gesundheitsberufen ermöglicht es das FNT dann, wenn das ÖPNV Angebot ziemlich ausgedünnt ist, sicher von bzw. zur Arbeitsstelle zu kommen.
Wir freuen uns, dass der Preis für einen Fahrschein ab dem 1.5. auf 6 € gesenkt wird! Also: Fahrscheine beim Bürgeramt kaufen, Taxi bestellen und sicher durch die Nacht…
Das Stadtarchiv …
… ist viele Besuche wert. In der vergangenen Woche war der Gemeinderat eingeladen. Das Archiv ist vor einigen Jahren aus der Altstadt nach Rohrbach umgezogen. Der neue Ort ist etwas abseits gelegen, dafür sind die Räumlichkeiten sehr gut geeignet: Der Platz reicht für sieben Regalkilometer, die Statik trägt das Gewicht, Klimatisierung, Einbruchssicherheit und Brandschutz sind auf dem neuesten Stand. Die Pflichtaufgabe des Stadtarchivs ist die geordnete Aufbewahrung des Schriftguts der Stadtverwaltung; daneben werden auch Unterlagen gesammelt, die das Leben der Stadtgesellschaft spiegeln. Eine aktuelle Herausforderung ist die Digitalisierung: die Erfassung der bisherigen Bestände und die Sammlung neu eingehender Daten. Alle 30 Jahre müssen die Dateien auf neue Träger überspielt werden, damit sie zugänglich bleiben. Aus persönlicher Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Mitarbeiter*innen sehr kompetent und hilfsbereit sind. Das Stadtarchiv ist also viele Besuche wert.
Die Burnham-Allee
Heidelberg galt schon vor 100 Jahren als Kleinod des Städebaus. Was selbst Fachleute kaum wissen: Daniel H. Burnham (1846-1912) ist hier gestorben; er war der erster Städtebau-Architekt der Neuzeit, der Begründer der „City Beautiful“-Bewegung. Nicht nur wegen seiner erfolgreichen Entwürfe für die ersten Hochhäuser zitierte man gerne seine Aussage: „Mach keine kleinen Pläne…“. Der Satz des korpulenten Mannes, den der amerikanische Präsident Obama gerne zitierte, kommt einem in den Sinn, wenn man den Dilettantismus der Abrisspläne sieht, links und rechts der Römerstraße, wo die Amerikaner ihre Kaserne hatten. Dabei wäre dort das Potenzial zu einer der pächtigsten Wohnstraßen der Stadt. Man könnte ein grünes Band im Herzen der Stadt schaffen, mit geringem Aufwand. Wie würde Burnham denken? Man muss städtebaulich denken… Wenn – in ein paar Jahren – die Römerstraße bepflanzt sein wird, wird man sie Daniel Hudson Burnham Allee nennen und sich erinnern an die Anfänge einer Wissenschaftsstadt: – – – Think Big
Grenzwert von 40 Mikrogramm auch 2018 erneut unterschritten
Das liest sich ja zunächst einmal ganz prima. In der Mittermaierstraße wurde der Jahresmittelwert von 38 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter gemessen. Wenn man aber die verkehrsarmen Zeiten rausrechnet ist dieser Wert kein Anlass sich zurückzulehnen. Seit Beginn der Messungen ist es der tiefste Wert und ich denke, dies ist in erster Linie all denen zu verdanken, die ihr Mobilitätsverhalten verändert haben und zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV unterwegs sind. Auch die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Gemeinderates arbeiten mit Hochdruck daran, das Klima in Heidelberg zu verbessern. Daher ist es uns von der Grün-Alternativen Liste auch so wichtig, die Förderung umweltfreundlicher Mobilität auszubauen. Weitere Eckpunkte sind sichere und bessere Wegebeziehungen für Menschen zu Fuß und mit dem Rad. Auch der ÖPNV muss attraktiver (schneller und günstiger) gemacht werden. Eine wichtige Voraussetzung dieser Maßnahme ist die professionelle Umsetzung unserer Vorgaben durch die Verkehrsbetriebe.
Skylla oder Charybdis?
Am Anfang stand die „Winternothilfe“, dann gab es zahlreiche Probleme und wir haben das mit viel Engagement und vielen ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Kräften mehr als gut in den Griff gekriegt, die Landeseinrichtung dann Jahr für Jahr verlängert. Inzwischen funktioniert ‚unser‘ Ankunftszentrum gut. Dank an alle, die sich bis heute dafür einsetzen!
Jetzt möchte die Stadt aus guten Gründen PHV überplanen und das Land bietet uns an, das Ankunftszentrum auf die Wolfsgärten zu verlagern. Prompt bricht im Gemeinderat ein Streit über „hier oder dort“ aus. Dabei wird übersehen, dass wir „hier wie dort“ dann ziemlich sicher eine dauerhafte Landeserstaufnahmestelle haben werden! Daraus könnte sich auch ein Ankerzentrum, eine Abschiebeeinrichtung entwickeln….
Das wollen wir nicht! Wir wollen unsere Stärken und unser Engagement wieder für die Integration von ‚Menschen auf der Flucht‘ einsetzen. Heidelberg ist dafür gut aufgestellt. Lassen Sie uns wieder die Menschen, nicht Standorte in den Focus nehmen!


