Stadtblatt Sonderseite 15. Mai 2019 zur Kommunalwahl hier zum Herunterladen

Berichte, die im Stadtblatt Heidelberg abgedruckt wurden
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Das Schulgelände der Willy-Hellpach-, Pestalozzi- und ehemaligen Julius-Springer Schule zwischen Römer- und Rohrbacher Straße bedarf einer grundlegenden Sanierung. Wir haben uns schon lange darüber Gedanken gemacht, wie das Areal insgesamt attraktiver gestaltet werden kann. Aus diesem Grund haben wir vor 3 Wochen einen Antrag gestellt, dass die Stadtverwaltung prüfen und berichten soll, ob auf dem Gelände Schulcampus – Mitte unabhängig davon, welche Gebäude saniert und welche neu gebaut werden müssen, auch Wohnungen für Familien, Studierende sowie Mehrgenerationenhäuser und Büroräume geplant werden könnten. Hierbei sollte auch der große Parkplatz mitgedacht werden. Das frühere Cluster-Bauen ist heute nicht mehr zeitgemäß. Eine gute Durchmischung unterschiedlicher Nutzungsräume wären belebende Elemente für ein gutes Miteinander. Ein weiterer Vorteil dieser unterschiedlichen Nutzung wäre eine bessere soziale Kontrolle und weniger Angsträume. Ich hoffe auf viele kreative und mutige Ideen, die dieses Areal aufwerten.
Das Frauen-Nachttaxi ist ein Erfolgsmodell! In seinen Ursprüngen ein heiß diskutiertes (dann wollen wir auch ein Männer-Nachttaxi) „Kind“ der GAL, ist es heute vor allem für Mädchen und junge Frauen aus unserem Mobilitätsangebot nicht mehr weg zu denken. Viele Eltern lassen ihre Töchter beruhigter ausgehen, weil es dieses Angebot gibt. Auch Arbeitnehmerinnen z.B. in Gastronomie und Gesundheitsberufen ermöglicht es das FNT dann, wenn das ÖPNV Angebot ziemlich ausgedünnt ist, sicher von bzw. zur Arbeitsstelle zu kommen.
Wir freuen uns, dass der Preis für einen Fahrschein ab dem 1.5. auf 6 € gesenkt wird! Also: Fahrscheine beim Bürgeramt kaufen, Taxi bestellen und sicher durch die Nacht…
… ist viele Besuche wert. In der vergangenen Woche war der Gemeinderat eingeladen. Das Archiv ist vor einigen Jahren aus der Altstadt nach Rohrbach umgezogen. Der neue Ort ist etwas abseits gelegen, dafür sind die Räumlichkeiten sehr gut geeignet: Der Platz reicht für sieben Regalkilometer, die Statik trägt das Gewicht, Klimatisierung, Einbruchssicherheit und Brandschutz sind auf dem neuesten Stand. Die Pflichtaufgabe des Stadtarchivs ist die geordnete Aufbewahrung des Schriftguts der Stadtverwaltung; daneben werden auch Unterlagen gesammelt, die das Leben der Stadtgesellschaft spiegeln. Eine aktuelle Herausforderung ist die Digitalisierung: die Erfassung der bisherigen Bestände und die Sammlung neu eingehender Daten. Alle 30 Jahre müssen die Dateien auf neue Träger überspielt werden, damit sie zugänglich bleiben. Aus persönlicher Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Mitarbeiter*innen sehr kompetent und hilfsbereit sind. Das Stadtarchiv ist also viele Besuche wert.
Heidelberg galt schon vor 100 Jahren als Kleinod des Städebaus. Was selbst Fachleute kaum wissen: Daniel H. Burnham (1846-1912) ist hier gestorben; er war der erster Städtebau-Architekt der Neuzeit, der Begründer der „City Beautiful“-Bewegung. Nicht nur wegen seiner erfolgreichen Entwürfe für die ersten Hochhäuser zitierte man gerne seine Aussage: „Mach keine kleinen Pläne…“. Der Satz des korpulenten Mannes, den der amerikanische Präsident Obama gerne zitierte, kommt einem in den Sinn, wenn man den Dilettantismus der Abrisspläne sieht, links und rechts der Römerstraße, wo die Amerikaner ihre Kaserne hatten. Dabei wäre dort das Potenzial zu einer der pächtigsten Wohnstraßen der Stadt. Man könnte ein grünes Band im Herzen der Stadt schaffen, mit geringem Aufwand. Wie würde Burnham denken? Man muss städtebaulich denken… Wenn – in ein paar Jahren – die Römerstraße bepflanzt sein wird, wird man sie Daniel Hudson Burnham Allee nennen und sich erinnern an die Anfänge einer Wissenschaftsstadt: – – – Think Big
Das liest sich ja zunächst einmal ganz prima. In der Mittermaierstraße wurde der Jahresmittelwert von 38 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter gemessen. Wenn man aber die verkehrsarmen Zeiten rausrechnet ist dieser Wert kein Anlass sich zurückzulehnen. Seit Beginn der Messungen ist es der tiefste Wert und ich denke, dies ist in erster Linie all denen zu verdanken, die ihr Mobilitätsverhalten verändert haben und zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV unterwegs sind. Auch die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Gemeinderates arbeiten mit Hochdruck daran, das Klima in Heidelberg zu verbessern. Daher ist es uns von der Grün-Alternativen Liste auch so wichtig, die Förderung umweltfreundlicher Mobilität auszubauen. Weitere Eckpunkte sind sichere und bessere Wegebeziehungen für Menschen zu Fuß und mit dem Rad. Auch der ÖPNV muss attraktiver (schneller und günstiger) gemacht werden. Eine wichtige Voraussetzung dieser Maßnahme ist die professionelle Umsetzung unserer Vorgaben durch die Verkehrsbetriebe.
Am Anfang stand die „Winternothilfe“, dann gab es zahlreiche Probleme und wir haben das mit viel Engagement und vielen ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Kräften mehr als gut in den Griff gekriegt, die Landeseinrichtung dann Jahr für Jahr verlängert. Inzwischen funktioniert ‚unser‘ Ankunftszentrum gut. Dank an alle, die sich bis heute dafür einsetzen!
Jetzt möchte die Stadt aus guten Gründen PHV überplanen und das Land bietet uns an, das Ankunftszentrum auf die Wolfsgärten zu verlagern. Prompt bricht im Gemeinderat ein Streit über „hier oder dort“ aus. Dabei wird übersehen, dass wir „hier wie dort“ dann ziemlich sicher eine dauerhafte Landeserstaufnahmestelle haben werden! Daraus könnte sich auch ein Ankerzentrum, eine Abschiebeeinrichtung entwickeln….
Das wollen wir nicht! Wir wollen unsere Stärken und unser Engagement wieder für die Integration von ‚Menschen auf der Flucht‘ einsetzen. Heidelberg ist dafür gut aufgestellt. Lassen Sie uns wieder die Menschen, nicht Standorte in den Focus nehmen!
… heißt der Roman, den Claudia Koppert 2002 über das Handschuhsheimer Feld schrieb. Auf dem Hintergrund gesättigter Ortskenntnis und der damals jungen, industriell noch nicht vereinnahmten Bio-Bewegung schildert die Autorin die Konfliktlage zwischen der Mechanisierung der Landwirtschaft, den Zwängen der Grundstückspolitik und dem Anliegen einer guten Versorgung mit Lebensmitteln. Eher beiläufig beschreibt sie die Konflikte zwischen den Gärtnern und den ordnungswidrig durch das Feld bretternden Verkehren. Der Roman ist ein Plädoyer für den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft und gehört gerade jetzt wieder gelesen.
Am kommenden Samstag um 15 Uhr werden wir gemeinsam mit der Gärtnervereinigung und dem Verein „Feldkultur“ durch das betroffene Gelände im Handschuhsheimer Feld führen. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Großmarkthalle, Dossenheimer Landstraße 151. Auf unserer Homepage finden Sie die Online-Petition: Kein Park+Ride mit Shuttlebus im Handschuhsheimer Feld.
Was soll mit den leeren Stallungen der Abtei Stift Neuburg nun werden? Eine Idee: ein Gnadenhof vielleicht. Ein Gnadenhof – also eine „Einrichtung, in der verschiedene Haustiere, Nutztiere oder Wildtiere vom Menschen für einen zunächst unbegrenzten Zeitraum versorgt werden. Der Schriftsteller und Kleinbauer Christian Wagner gewährte allen seinen Tieren auf seinem Hof das Gnadenbrot und kaufte zusätzlich weitere Tiere frei“ (Wikipedia). Das Stift Neuburg, das bisher eine Nachnutzung für seine Tierhaltung sucht, wäre hierfür ein geeigneter Ort. Denn bisher töten wir als nutzlos erachteteTiere … Aber unser Verhältnis zur Natur und insbesondere zur Tierhaltung verändert sich … Ein „Gnadenhof“ ist ein Vorschlag, den Frau Dr. Kiesewetter aus der Initiative „ Heidelberg, pflegen und erhalten“ an uns herantrug. Neben der Idee, vielleicht eine Kunstausstellung -„Die Schöpfung“ – quer durch alle Kulturen der Welt zu veranstalten. – Zu christlich oder zu romantisch für Heidelberg?