Konversionsflächen, Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 25.6. 2012

Stadt (Dr. Würzner), BIMA, Architektenkammer und der Deutsche Mieterbund kamen endlich zusammen um den Blick für eine Verbesserung des Heidelberger Wohnungsmarktes zu öffnen.

Der Entschluss der Veranstalter ihre Standpunkte zu erläutern lockte viele Bürger zur Podiumsdiskussion.

Es ist leicht vorzustellen, wie schwer es ist 110.000 Arbeitsplätze zu haben, aber nur 56.000 Wohnungen. Durch die neuen Konversionsflächen ist es möglich schnell viel Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Erfreulich wäre es, wenn nach den Worten des Oberbürgermeisters 20% der Wohnungen zu einem im Durchschnitt günstigen Preis von 5,50 €/m² angeboten werden können.

Die Erschließung soll auch Räume der freien individuellen Entfaltung und Begegnung beinhalten. Die vielschichtige Formensprache der HDer Landschaft soll in Bezug auf Funktionalität und Ästhetik auch bei der Planung der neuen Gebiete wichtiger Gesichtspunkt sein.

Es ist angerichtet…, Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 18.6. 2012

die Leitlinien für Bürgerbeteiligung liegen auf dem Tisch. Der Arbeitskreis nahm viele Anregungen aus der Bürgerschaft auf.

Einige Wünsche betreffen die Gemeindeordnung bzw. gesetzliche Vorgaben, hier sind der Gemeinderat und die Landespolitik gefragt. Kontrovers wurde nur über die Stellung der Stadtteilvereine diskutiert.

Nach Beschluss durch den Gemeinderat im Juli kann der Praxistest starten, an Vorhaben mangelt es nicht. Wirklich relevant ist nach dem Bürgerentscheid zur Stadthalle die Erkenntnis, anstehende städtische Entwicklungen transparent und frühzeitig mit der Bürgerschaft zu diskutieren.

Zuhören allein reicht nicht, wir müssen auf Augenhöhe miteinander sprechen und alle mitnehmen, sowie Vertrauen und Wertschätzung aufbauen. Nur als Gemeinschaftleistung schaffen wir eine neue Kommunikationskultur!

PS: Wir gratulieren unserer Universität zur Fortführung der Exzellenz!

Willkommen in der Bahnstadt, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 11.6. 2012

Ein herzliches Willkommen den ersten Bewohnerinnen und Bewohnern der Bahnstadt, die in den nächsten Wochen als Pioniere die Großbaustelle beziehen werden.

Viele Pläne und Diskussionen wurden darauf verwendet, die Bahnstadt zu einem attraktiven Stadtteil werden zu lassen. Jetzt gilt es, möglichst zügig auch für die notwendige Infrastruktur zu sorgen! Die Kita ist ein erfreulicher Anfang, auf die Schule, den Supermarkt und den Bäcker um die Ecke wird man wohl noch eine Weile warten müssen.

Umso wichtiger ist eine gute Verkehrsanbindung in die Innenstadt. Die Anbindung durch die Linie 721 an Hauptbahnhof und Neuenheimer Feld ist allenfalls ein erstes Provisorium! Die geplante Straßenbahn in die Innenstadt, über den Bismarckplatz hinaus, braucht eine deutlich höhere Priorität!

Hoffen und harren……, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 14.5. 2012

… Der Bezirksbeirat votierte gerade einstimmig dafür und auch der Gemeinderat wird zustimmen, wenn es um die „Aufhübschung“ von Hauptstraße und Altstadt geht.

Aber hatten wir sowas nicht schon einmal?

Da gab es mal einen 10-Punkte-Plan, ein Innenstadtforum, einen Licht-Masterplan, ein Konzept zu Nutzung und Aufwertung von Altstadtplätzen und jetzt eben das von Architektenkammer und Stadtverwaltung entwickelte ‚Maßnahmenbündel‘.

Und schon lesen wir wieder von einem angestrebten Gestaltungswettbewerb (für den Anatomiegarten) und einem noch zu erstellenden Masterplan…. und können sicher sein, dass so schnell nicht wirklich was passiert.

Mit uns deshalb diesmal nur, wenn es auch einen verbindlichen Zeit- und Kostenplan gibt!

20 Jahre Internationales Frauen- und Familienzentrum, Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 7.5. 2012

20 Jahre Internationales Frauen- und Familienzentrum war für die Mitarbeiterinnen und Wegbegleiterinnen Anlass, auf die erfolgreiche und engagierte Arbeit von Verein und Zentrum (Theaterstraße) zurückzublicken.

Die offiziellen Vertreterinnen von Stadt und Land zollten Anerkennung und großes Lob.

Am Anfang stand die Erkenntnis, dass sich Migrantinnen und ihre Familien in unserem Gesundheitssystem nicht zurechtfanden. Die fachlich qualifizierten Frauen des IFZ, zumeist selbst Migrantinnen, entwickelten u.v.a. gesundheitliche und psychosoziale Beratungsangebote, unterstützt durch einen Dolmetscherdienst in mehr als 20 Sprachen.

Gut vernetzt in vielen medizinischen und sozialen Kooperationen ist das IFZ eine wichtige Institution, die interkulturelle Kompetenz und Partizipation fördert.

Viel Erfolg weiterhin!

„Konferenzzentrum“…, Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 23.4. 2012

reflexartig verfinstern sich die Mienen auf der konservativen Seite des Rathaussaales und wir sind zurück im Jahr 2010.

„Bürgerbeteiligung“ und „Ergebnisoffenheit“, jetzt keine Fremdwörter mehr, werden eifrig bemüht und gleichzeitig die 26 324 GegnerInnen der Stadthallenerweiterung diskreditiert. Rechtfertigen der Frust über den Bürgerentscheid und das Aussitzen der Drei- Jahresfrist, ohne neuere Befunde, die Umkehr einer demokratischen Entscheidung?

Was sagt der OB, der diesen Entscheid langfristig respektieren wollte und daher die Bürgerstiftung ein Verfahren zur Entscheidung über ein Kongresszentrum erarbeiten ließ?

Wir fordern zuallererst eine belastbare Bedarfs- und Interessenanalyse im Rahmen einer ernst gemeinten Bürgerbeteiligung, ansonsten sollten wir uns wichtigeren Themen widmen.

Strukturelles Missverständnis, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 16.4. 2012

Natürlich braucht die Altstadt keine Straßenbahn, aber Heidelberg braucht eine Straßenbahn in die Altstadt!

Der Uniplatz ist nach dem Hauptbahnhof die meist frequentierte Haltestelle. Die Straßenbahn im Neuenheimer Feld soll, in der Erweiterung zur „Uni-Linie“ mehr als 6000 Fahrgästen eine bequeme, schnelle und umsteigefreie Verbindung zwischen dem Neuenheimer Campus und der Altstadt ermöglichen.

Zusätzlich wird diese Linie auch eine enorm wichtige Anbindung für die zukünftigen Bahnstadtbewohner ins Zentrum sein und am Seegarten lässt sich eine zukunftsweisende Option zur dringend notwendigen Entlastung des Bismarckplatzes entwickeln.

Lassen Sie uns mutig sein und gemeinsam eine gute Lösung dafür suchen!

Wir freuen uns, Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 19.3. 2012

Wir freuen uns über die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande an Albertus Bujard, der sich seit Jahrzehnten für unsere Stadt engagiert.

Gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten in seinen Vereinen „ Bürger für Heidelberg“ und „Obdach“ legte er oftmals den Finger in die Wunden unserer Stadt und zeigte uns deren Schattenseiten. Sein bürgerschaftlicher Einsatz für soziale Belange, aber auch für den Erhalt des historischen Kulturerbes ist an vielen Stellen sichtbar.

Nicht im Eigeninteresse, sondern für das Gemeinwohl, verfolgt er eine Stadtentwicklung, die gewachsene Strukturen vor Spekulation und Zerstörung schützt. Er ist ein Netzwerker, ein mutiger und streitbarer Bürger, der offen und ausgleichend für frühzeitige und verbindliche Bürgerbeteiligung eintritt.

Herzlichen Glückwunsch!

Diskutieren und Entscheiden, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 12.3. 2012

Diskutieren und Entscheiden stellt hohe Anforderungen gerade auch im politischen Raum: Die eigene Position gut begründen können, dem Gegenüber zuhören, andere Meinungen zulassen und dann gemeinsam und sachlich die Argumente und Fakten abwägen und zu einer Entscheidung kommen.

Bei der Diskussion um die Straßenbahn in die Altstadt sind wir davon weit entfernt. Wieder einmal gilt Lautstärke mehr als Argumente, Glauben schlägt Wissen und jeder anders Denkende wird zum Feind.

Auch wenn ich persönlich der Überzeugung bin, dass die Straßenbahn durch die Ebert-Anlage machbar, richtig und sinnvoll ist, möchte ich es gerne mit Hans-Georg Gadamer halten:
“ Wir müssen endlich wieder lernen, wie man ein richtiges Gespräch führt. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte“

Rodung in Schlierbach mit Folgen, Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 5.3. 2012

Dass bei uns der Städtebau tiefe Kluften zwischen privatem Vorteil und den Bürgern aufreißt, zeigt sich gerade in Schlierbach/Unterem Rombach mit dem „Wohnpark Klosterblick“.

Statt restaurative Stadtgestaltung greift eine Stadtverdichtung um sich, deren Folgen Lebensqualität und Lebensräume beengen. Eine Grünzone mit altem Baumbestand wurde vor Entscheidung des Regierungspräsidiums und trotz Widerspruchs der Anwohner vom Juli 2011 abgeholzt.

Auf der enstandenen Fläche soll nun eine Baukonzentration (13 Wohneinheiten) erfolgen. Schmale Straßen, unsichere Schulwege und verengte Spielflächen versetzen die anwohnenden Familien in Sorge.