Neu im Gemeinderat

Am Donnerstag den 13.10.2022 wurde ich als Stadtrat für die Freien Wähler Vereinigung Heidelberg von OB Prof. Dr. Würzner vereidigt.
Ich folge als Nachrrücker für meinen leider viel zu früh verstorbenen Bruder Raimund Beisel.
Seit 2014 war ich für meinen Heimatstadtteil Ziegelhausen im Bezirksbeirat und vertrat dort die FWV.
Diese Tätigkeit hat mir gezeigt wo meine kommunalpolitischen Schwerpunkte liegen.
Als Handwerksmeister möchte ich insbesondere das Handwerk,den Mittelstand und den Einzelhandel stärken,sowie den Wandel unserer Stadt für die Zukunft mitgestalten.
Auf die Zusammenarbeit in unserer Arbeitsgemeinschaft mit der GAL,aber auch mit allen anderen Parteien des Gemeinderats freue ich mich.
Für Anliegen von den Bürgern bin ich offen.

Stadtrat Frank Beisel

Sonnenstrom vom eigenen Balkon…

…fördert die Stadt ab 1. September. Balkonpaneele sind ein kleiner und schneller Beitrag zum Klimaschutz, reduzieren die Stromkosten und sind einfach auch ohne Handwerker zu installieren. Das war die Begründung für unseren Antrag, den wir Ende Juni gestellt haben. Am 20. Juli hat das der Gemeinderat beschlossen und ab 1. September werden solche Mini-Solaranlagen von der Stadt gefördert. Nicht einmal 3 Monate von der Idee zur Umsetzung! Die Stadt kann also auch schnell und effizient arbeiten – Dank und Lob dafür!

Den Förderantrag und alle Informationen findet man ab 1.9. auf der städtischen homepage unter Umweltschutz > Rationelle Energieverwendung. Die Module bitte erst nach Erhalt des Förderbescheides bestellen!

Wer soll das bezahlen?

Eine völlig überbordende Förderung des ÖPNV-Tickets. Wir waren dagegen. Ein Ticket für die HD-Pass Berechtigen hätten wir gerne unterstützt. Nun erhalten auch Menschen eine Förderung, die nicht bedürftig sind, wodurch unser Haushalt extrem belastet wird. 15 Mio € hätten wir nutzen können für Schulsanierung, Mensenausbau, Sportförderung, Bau von Kitas, Ausbau Radwegenetz, ÖPNV und sichere Schulwege, Förderung sozialer Projekte und Personalaufstockung in der Verwaltung. Und was ist mit mehr Maßnahmen für den Klimaschutz? Ich hoffe, dies war die letzte völlig überzogene Maßnahme im Rahmen des Wahlkampfs.

Tschüss Raimund, du wirst uns fehlen!

‚Sprung über die Lagergrenzen‘ titelte die RNZ zu Beginn unserer Arbeitsgemeinschaft. Und das haben wir geschafft! Wir haben vertrauensvoll miteinander geredet, zugehört und uns wechselseitig unterstützt. Besonders hast du dich immer für soziale und ökologische Themen stark gemacht. Da konnten wir gemeinsam viel Positives auf den Weg bringen.

Obwohl du in den letzten Monaten kaum noch an Sitzungen teilnehmen konntest, haben wir oft telefoniert und auch an den Schlägen und Rückschlägen, die du erlitten hast, Anteil genommen und oft hast du erzählt, wie wichtig dir dein Ziegelhausen ist. Wir sind traurig, dass du so früh gehen musstest, aber wir glauben, dass es für dich eine Erlösung war und das tröstet uns.

Sicherheitsaudit auf Sparflamme

Für die Umplanung der Grabengasse am Uniplatz werden 250.000 € genommen, die für Maßnahmen zur Umsetzung des Sicherheitsaudits geplant waren. Das ist eine besorgniserregende Nachricht für mich und alle BürgerInnen wie beispielsweise die Kinderbeauftragten, die sich mit viel Herzblut und Zeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr für schwächere Verkehrsteilnehmer einsetzen. Die Sachbearbeiterstelle ist seit März vakant. Dennoch hat es die Stadt nicht geschafft, adäquaten Ersatz ins Amt zu holen. Solche Stellen müssten prioritär und mit höherer Stellenbewertung ausgeschrieben werden, um zeitnah Ersatz zu erhalten. Und so geht das Sicherheitsaudit bei der Umsetzung nur mehr als schleppend voran.

Es ist überflüssig…

…darüber zu spekulieren, ob wir 2030 oder erst 2040 klimaneutral werden. Wenn wir nicht ins Handeln kommen, erreichen wir weder das eine noch das andere Ziel.

Klar, es gibt viele gute Ideen: Flusswärmepumpen, Klimawäldchen und sowas wie eine Verkehrswende. Alles auf die nächsten 5 bis 10 oder mehr Jahre angelegt.

Wir haben beantragt, die Stadt soll ihren BewohnerInnen 5000 Balkon-Solar-Paneele spendieren. Einfach und ohne Handwerker anzubringen, eine individuelle Kostenersparnis von rund 90 € im Jahr und ein Beitrag zum Ausstieg aus der Gasverstromung.

Kostet die Stadt weniger als 2 Mio €. Könnte man ja mal drüber nachdenken, wenn wir uns die weitere Neugestaltung des Neckarlauers gut und gerne 4,2 Mio € kosten lassen wollen.

Großes Gewühl im Hüttenbühl…

…war das Motto zu dem wohl in den letzten Jahren größten Kinderfest in Kirchheim, das vom Verein „Kirchheim bewegt“ organisiert wurde. Mit viel Unterstützung der GGH, auf deren Areal das Kinderfest stattfand, der Stadtverwaltung Heidelberg und unglaublich vielen HelferInnen und SpenderInnen gab es ein vielfältiges Programm für die Kleinen, das seinesgleichen sucht. Und das alles ehrenamtlich und ohne Fördergelder. Wenn man bedenkt, wie viel Geld in die Erwachsenenkultur fließt, sollten Stadt und Politik überprüfen, ob sie nicht eher einmal solche Veranstaltungen fördern, anstatt immer mehr Geld in die großen Player unserer Stadtkultur zu investieren. Das Lächeln/Lachen eines Kindes ist unbezahlbar und kostet doch so viel weniger.

Umweltamt um Schadensbegrenzung bemüht

Jutesäcke mit Eichenholz sollen den pH-Wert in den Wasserbecken des Vater Rhein im Schlosspark reduzieren, damit der Nachwuchs von Erdkröten, Bergmolchen und Feuersalamandern eine Chance aufs Überleben hat.

Die Becken sind seit Jahren wichtige Laichgewässer, aber schon 2021 ist wegen saurem Wasser und hohem Zementeintrag ein großer Teil des Amphibiennachwuchses verendet. Das hat auch etwas mit der Baustelle oberhalb zu tun. Dort wurden einige der zahlreichen Quellen in Mitleidenschaft gezogen die bislang die Wasserbecken mit ausreichend gutem Wasser versorgten. Wissen die zuständigen Ämter nichts von den vielen Quellen am Schlossberg oder warum wurden in diesem sensiblen Gebiet unsensible Baugenehmigungen erteilt?

Bautzen lohnt sich!

Ich hatte die letzten 3 Tage Gelegenheit, mit einer städtischen Delegation zur Feier von 30 Jahren Städtepartnerschaft mit Bautzen vor Ort Eindrücke zu sammeln. Es ist schön in der Oberlausitz! Bautzen ist ein Schmuckkästchen mit über tausendjähriger Geschichte und Baukultur. Die Besonderheiten der sorbischen Bevölkerung sind überall präsent und machen Lust auf mehr Information und Begegnung. Wie schön, dass Heidelberg schon 1991 eine völlig heruntergekommene Stadt finanziell und verwaltungsmäßig unterstützt hat! Der Sportkreis hatte daran in erster Stunde maßgeblichen Anteil! Fahren Sie mal hin! Viele reizende Hotels und Restaurants warten ebenso, wie ein großer See, ein 5 Sterne Campingplatz und viele andere Freizeitangebote.

Baumfällungen

… sind immer mehr ein Thema in der Öffentlichkeit und im Gemeinderat. Dabei meine ich die Bäume, die in Baufeldern stehen und für Neubauten weichen sollen. Schon mehrmals wurden wertvolle Bestandsbäume gefällt, bzw. sollen gefällt werden, weil es Fehler in der Planung gab oder die Pläne nicht transparent genug waren. Die GAL hat daher in der letzten Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, dass im Verlauf der Bebauungspläne explizit auf Probleme / Zielkonflikte im Hinblick auf Bestandsbäume hingewiesen wird. Bei Zielkonflikten ist der Bezirksbeirat miteinzubeziehen. Ich hoffe, dass sich durch diesen Antrag, den der Gemeinderat einstimmig beschloss, keine überraschenden Baumfällungen für Neubauten mehr ereignen werden.