… sind schon viele Jahre ein wichtiger Bestandteil für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die SR sind meist 8-Klässler, die sich bereit erklärt haben, ihre neuen Mitschüler nach den Sommerferien in den ersten Wochen mit dem Fahrrad (oder auch Bus und Bahn) zur Schule zu begleiten. Sie sind bereit, Verantwortung für die neuen 5.Klässler zu übernehmen. Viele wurden damals schon selbst begleitet und möchten der Gemeinschaft etwas zurückgeben. In Kooperation mit 6 Schulen und der RNV werden 114 SR vom ADFC in Erste Hilfe, Kommunikation, Selbstbehauptungstraining und Verkehrsregelkunde ausgebildet, letzteren Part hatte ich übernommen. Dieses Gesamtkonzept gilt es weiter zu unterstützen.
Kategorie: Stadtblattartikel
Berichte, die im Stadtblatt Heidelberg abgedruckt wurden
Sammelkategorie
Erdüberlastungstag
…ein sperriges Wort, dass darauf hinweist, dass wir ab diesem Tag mehr Ressourcen verbrauchen als uns weltweit zustehen.
Dieses Jahr ab dem 4. Mai, letztes Jahr nach dem 29. Juli und im Jahr zuvor „erst“ ab dem 22. August.
Das Umweltbundesamt sagt dazu, dass wir inzwischen unsere natürlichen Ressourcen 3x schneller verbrauchen als sie sich regenerieren können. Handeln ist also dringend nötig.
Jetzt wurde Heidelberg Modellstadt für Klimaneutralität. Und was tun wir? Wir erarbeiten einen verbindlichen Fahrplan! Danach kümmern wir uns um Maßnahmen und konkrete Zwischenziele… Hauptsache Modellstadt, alles andere später. Früher hieß der running gag: Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
Warum…
… erreichen mich immer wieder Beschwerden engagierter und besorgter Eltern, weil die auf wichtigen Verbindungswegen eingerichteten Baustellen nicht kindgerecht sind? So auch letzte Woche, als ich ein Foto erhielt, auf dem ein LKW rückwärtsfahrend auf einen Fuß- und Radweg zu sehen war, der ein Ausweichen nicht möglich machte. Das ist lebensgefährlich! Ich stelle nicht den Sinn der Baustelle infrage, sondern das Management. Im vorliegenden Fall geht es um den Verbindungsweg der Gutachweg zur Fröbelschule in Wieblingen. Warum wird bei solch brisanten Örtlichkeiten keine Anordnung getroffen, dass der Baustellenverkehr erst stattfinden darf, wenn die Kinder in der Schule sind? Und wenn es solche Anordnungen gibt, warum werden sie nicht überwacht?
Wenn sie mal groß sind,…
…“schlucken“ die 300 Bäumchen im Pfaffengrund das CO2 von ungefähr 73 Autos (bei einer Fahrleistung von 10.000/km/Jahr). OK, jeder hat mal klein angefangen, aber ist das bei rund 59.000 PKW in unserer Stadt mit herkömmlichem Antrieb nicht doch etwas wenig?
In Mannheim installiert man Sensoren, mit deren Daten eine Strategie für Klima und Mobilität entwickelt werden soll. Aber: Bis Bäume groß sind und Daten ausgewertet wurden ist es zu spät!
Irgendwas haben wir noch nicht verstanden: Warum können wir nicht jetzt, sofort, viele kleine und größere Maßnahmen auf den Weg bringen, die uns eine Chance auf Klimaschutz und -resilienz bieten? Wir kennen die Fakten, wir wissen um die erforderlichen Maßnahmen – warum tun wir es nicht?
Otto-Bahn
Letzten Donnerstag besuchte ich mit unserem 1. Bürgermeister Herrn Odszuck das in München ansässige Start-up Unternehmen Otto-Bahn. Ich sehe in dieser Art Verkehrsmittel durchaus eine interessante Alternative für die Verkehrswende in Heidelberg. Informieren Sie sich selbst: https://otto-bahn.de/

Angst und Bange…
…wird mir, wenn ich auf gute und ambitionierte Projekte der nächsten Zeit schaue. Alleine die 18 Millionen für die Gneisenaubrücke….Ein wichtiges radverkehrspolitisches Projekt, aber ohne die Querungen von Bergheimer- und Vangerowstraße plus der Radbrücke über den Neckar etwas wertlos. Da kommen gut und gerne nochmal 3stellige Millionenbeträge dazu.
Das Regierungspräsidium hat uns aufgegeben, unseren Haushalt zu prüfen und zu konsolidieren. Aber wie?
Nicht jedem scheint klar zu sein, dass die Zeit des „nice to have“ vorbei ist. Wir müssen endlich Prioritäten setzen und unsere kommunalen Kosten offen diskutieren! Nicht alles geht mehr, wir werden uns zukünftig beschränken müssen.
Bahnstrecke MA-KA
Die DB plant eine neue Trasse von MA – KA, die primär den Güterverkehr abwickeln soll. Bei jeder neuen Trasse müssen auch landwirtschaftliche Flächen geopfert werden. Nun muss man sich fragen, was den größeren Nutzen hat? Ein Güterzug ersetzt ungefähr 52 LKW`s. Bei einer unteren Auslastung von 100 Zügen wären das 5200 LKW`s, die von der Straße wären. Dies wäre schon aus Verkehrssicherheitsgründen ein großer Gewinn und würde auch den PKW–Verkehr nicht mehr so stark behindern. Allerdings gehört zur Trassenprüfung, dass sie ökonomische, ökologische, kulturelle und soziale Aspekte berücksichtigt. Die Variante Wieblingen/Kirchheim weist durch seine hohe Biotopvernetzung eine besonders hohe Schutzbedürftigkeit auf. Für mich ein deutliches Ausschlusskriterium.
War das peinlich oder ist das schon Wahlkampf?
In der letzten Gemeinderatssitzung hatten CDU und Co eine ‚aktuelle Debatte‘ zum Krieg in der Ukraine beantragt. Ein gut vorbereiteter OB berichtete fast 30 Minuten über alle Angebote und Hilfestellungen der Stadt.
Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen nutzten die Gelegenheit für Bekenntnisse, Fragen und Anregungen…
‚Aktuelle Debatten‘ sind eigentlich dafür da, aktuelle, kurzfristig aufgetretene und meist strittige Fragen und Sachverhalte zu debattieren.
Der Krieg gegen die Ukraine wird von uns allen verurteilt und es ist gut, dass unsere Stadt hilft und sich engagiert. Soviel zum Konsens.
Musste das Thema zum Schaufenster für den OB gemacht werden?
Skandalös
Stellen Sie sich vor, eine Hauptverkehrsstraße wird gesperrt und in den folgenden 3 Wochen würden keinerlei Bauarbeiten durchgeführt werden. Genau dies ist in Kirchheim mit der Stettiner Straße geschehen. Hierbei handelt es sich um einen der meistgenutzten Fuß- und Radwege, nicht nur für Kinder auf dem Weg zur Schule in die Innenstadt, sondern auch für Berufstätige. Ebenso ist dieser Weg für Erholungssuchende und Anwohner, die zum Rewe einkaufen gehen, eine wichtige Verkehrsachse. Die Verwaltung hatte mir zugesagt, die Sperrung auf die aktive Bauzeit zu beschränken. Die Sperrung könnte innerhalb von max. 30 Minuten auf- bzw. abgebaut werden. Wieder einmal stellt sich mir die Frage, wie wichtig der Verwaltung die Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger sind.
Und alles ist anders.
Eigentlich hätten wir hier über den Frauentag geschrieben. Über equal pay und die Belastung von Frauen in Corona Zeiten. Über Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern.
Jetzt aber sehen wir ukrainische Frauen, die ihre Männer zurücklassen und sich und die Kinder in Sicherheit bringen, Zuflucht in U-Bahn Stationen suchen. Kinderkliniken, die mit minimalen Ressourcen versuchen, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Hälfte der Flüchtenden sind Schulkinder, die besonders dringend Hilfe brauchen… Dieser Krieg ist eine Bedrohung, die wir uns im zivilisierten Europa nicht vorstellen mochten. Ich hoffe und wünsche, dass das schnell vorbei ist!
Ich danke allen in Heidelberg, die gerade Hilfe bieten und organisieren!
