Betriebshof: geht jetzt alles wieder von vorne los?
Der Tagesordnungspunkt „Weiterentwicklung rnv-Betriebshof – Grundsatzbeschluss“, der einen Neubau des Betriebshofes am alten Standort in Bergheim vorsieht, wurde gestern, 06.05., im Gemeinderat auf Antrag von CDU, Grüne und Heidelberger mit großer Mehrheit (29 Ja; 8 Nein; 7 Enthaltungen) auf den 22. Juli vertagt. Ziel des Antrags ist es die städtebauliche Qualität am Altstandort zu verbessern und die Planungen der Interimsstandorte in Rohrbach und Wieblingen zu optimieren. Zudem soll bis dahin die Machbarkeit einer dezentralen Abstellanlage auf dem Eternit-Areal am Standort Heidelberg/Leimen geprüft werden. Außerdem soll ein Bürgerrat mit den Bürgerinnen und Bürgern aus den betroffenen Stadtteilen, Fachleuten, Vertretern der RNV etc. eingerichtet werden, der bei der Planung mit einbezogen wird, um eine Lösung bis zur Sommerpause auf Grundlage stabiler Mehrheiten mit ausreichender Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden (Antrag hier lesen).
Die RNV wird es nicht freuen, wartet sie nun seit Jahren auf einen Beschluss. Aber vielleicht ist es ja tatsächlich sinnvoll die Betriebshof-Geschichte nochmal gründlich zu überdenken, ist sich die Bevölkerung doch sehr uneinig. Auch unsere GAL Stadträtin und Stadtrat haben unterschiedlich abgestimmt.
Rhein-Neckar-Zeitung 03.05.2021:

Rhein-Neckar-Zeitung 05.05.2021:

Rhein-Neckar-Zeitung 06.05.2021:

Rhein-Neckar-Zeitung 07.05.2021:

Impf-Patente kosten Leben – Bitte Petition unterschreiben
Profit mit der Pandemie
Es ist eine globale Katastrophe: Die Corona-Pandemie hat bereits über drei Millionen Menschen getötet. Reiche Nationen impfen seit Monaten, doch in vielen Ländern des Globalen Südens mangelt es an Vakzinen. Um schnell und günstig zu produzieren, müssen jetzt die Patente dafür freigegeben werden. Unterzeichnen Sie die WeAct-Petition.
Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen
Menschen liegen auf der Straße und sterben – denn die Krankenhäuser in Indien sind überfüllt.[1] In Kamerun und Niger hat noch kein einziger Mensch eine vollständige Impfung gegen Corona erhalten.[2] Während Industrienationen sich über zwei Drittel aller Impfstoffe gesichert haben, eskaliert die Lage in anderen Ländern. Damit die Pandemie ein Ende findet, muss die Produktion der Impfstoffe weltweit deutlich steigen. Das geht – wenn die Patente auf Impfstoffe ausgesetzt werden.
Indien und Südafrika haben bei der Welthandelsorganisation (WTO) einen Antrag eingereicht: Für die Dauer der Pandemie sollen Länder die Impfstoffe selbst herstellen dürfen.[3] Über 100 Länder sowie mehr als 300 zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen den Vorschlag.[4] Schließlich haben die Hersteller mit ihren Patenten längst Milliarden gemacht.[5] Doch Deutschland blockiert den Antrag – zusammen mit der EU und wenigen weiteren reichen Nationen. Sie stellen sich auf die Seite der Pharmaindustrie.
Profite vor Menschenleben – diese Einstellung stößt auf immer mehr Widerstand. Auch innerhalb Deutschlands. Mit einer Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, will Pia Mayer-Gampe der Bundeskanzlerin klar machen: Heben Sie die Blockade auf! Die Leiden und Klagen von Menschen im globalen Süden kann die Bundesregierung leicht ignorieren – doch wenn hier der Protest laut wird, schreckt sie im Wahljahr auf. Zeigen Sie: Wir können die Pandemie nicht besiegen, wenn Konzerninteressen über allem stehen. Bereits am 5. Mai wird der Antrag in der WTO diskutiert. Bitte unterzeichnen Sie jetzt die Petition.
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„Neu-Delhi ist apokalyptisch.“ So beschreibt der Journalist Arunabh Saikia das Leben in Indiens Hauptstadt.[1] Das Land bricht unter Corona zusammen: überlastete Krankenhäuser, kaum Sauerstoff-Vorräte, überfüllte Krematorien – und eine neue Corona-Mutante, die auch den Rest der Welt bedrohen wird.
Deutschland gibt sich solidarisch, ein Rettungspaket werde geschnürt. Die Kanzlerin sagt, man stehe „Seite an Seite in Solidarität mit Indien“.[6] Gleichzeitig blockiert die Regierung die Freigabe der Impfpatente in der WTO. Das ist heuchlerisch. Und es gefährdet auch die eigene Bevölkerung.
Denn eine Pandemie endet erst, wenn sie weltweit besiegt ist. Jeden Tag, den Deutschland und andere EU-Länder die Freigabe der Patente blockieren, wächst die Gefahr neuer Mutationen. Wenn sie sich ausbreiten, bekommen auch die Länder ein neues Problem, in denen schon viele Menschen geimpft sind. Deshalb bitten wir Sie: Unterstützen Sie die WeAct-Petition von Pia Mayer-Gampe. So drängen wir die Bundesregierung zu internationaler Solidarität in der Krise!
Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen
PS: In die Entwicklung der Impfstoffe sind Milliarden an öffentlichen Forschungsgeldern geflossen[7] – das verschweigt die Pharmaindustrie gerne, wenn sie auf ihre Patente besteht. Gemeinsam machen wir der Bundesregierung jetzt klar: Mit Hilfe von Steuergeldern dürfen keine Profit-Monopole entstehen. Unterzeichnen Sie jetzt die WeAct-Petition.
Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen
Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, bittet Maria Kruskop, Campaignerin für WeAct, um Unterstützung.
[1]„Neu-Delhi ist apokalyptisch“, N-TV Online, 28. April 201
[2]„Wie viele wurden bisher gegen Corona geimpft?“, ZDF Online, 30. April 2021
[3]„Waiver from certain provisions of the trips agreement for the prevention, containment and treatment of COVID-19“, World Trade Organization, 2. Oktober 2020
[4]Seite des Bündnisses Peoples Vaccine, peoplesvaccine.org, eingesehen am 30. April 2021
[5]„So stehen die Gewinnchancen der Impfstoffhersteller“, Manager-Magazin Online, 31. März 2021
[6]„Deutschland schickt Corona-Nothilfe nach Indien“, Deutsche Welle Online, 25. April 2021
[7]„WTO-Sitzung: Deutschland und EU müssen Patentaussetzung auf Covid-19-Arzneien unterstützen“, Website der Ärzte ohne Grenzen, 16. Dezember 2020
Für den Betriebshof…
…muss jetzt zeitnah ein Beschluss gefasst werden! Nach den Plänen von 2014 und dem Umweg über die Ochsenkopfwiese brauchen wir Klarheit und Entscheidungen.
Der Impetus der Grünen, jetzt nochmal von vorne in Planungen einzusteigen, taugt nicht.
Wir brauchen einen funktionsfähigen Betriebshof und wir brauchen eine gute Perspektive für Bergheim West. Beides zusammen zu denken heißt Kompromisse zu finden: grün und wohnen auf dem Areal und eine gute Planung für die alte Feuerwache einerseits, Interimslösungen und eine Langfristplanung für Busse und Bahnen andererseits. Letzteres bitte sorgsam und nachhaltig was unsere Flächen angeht!
Da ist schon noch was zu tun, aber den Startschuss müssen wir jetzt geben!
Süddeutsche Erdgasleitung: OB Würzner für Schutz hochsensibler Landschaft „Wir haben große Vorbehalte gegen den Bau durch Heidelberg“
Wir freuen uns, dass die Verwaltung klar Stellung zu diesem Projekt nimmt und die Rohrbacher Bevölkerung (siehe Stadtteilverein-Rohrbach) in ihrer Position gegen den Bau einer Erdgastrasse quer durch die kleinparzelligen Hänge im Süden Heidelbergs unterstützt. Auch die GAL steht diesem Bauprojekt kritisch gegenüber und hofft auf eine vernünftige Streckenführung, ohne viel wertvolle landwirtschaftliche Fläche zu beanspruchen, falls die Gasleitung nicht verhindert werden kann.
Presseinformation der Stadt Heidelberg vom 03.05.2021:
Süddeutsche Erdgasleitung: OB Würzner für Schutz hochsensibler Landschaft
„Wir haben große Vorbehalte gegen den Bau durch Heidelberg“
Die „Terranets BW GmbH“ plant den Bau einer 250 Kilometer langen „Süddeutschen Erdgasleitung“, die auch durch den Heidelberger Süden verlaufen könnte. Die Planungen des Unternehmens haben zum Ziel, den Bau bis 2026 abzuschließen.
Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner sagt dazu: „Die Stadt Heidelberg ist Vorreiter beim Klimaschutz. Für unseren Weg zur klimaneutralen Stadt haben wir einen großen Klimaschutz-Aktionsplan aufgelegt, in dem die Energieversorgung eine zentrale Rolle spielt. Wir haben unter anderem festgelegt, dass alle Neubauquartiere den Plusenergie-Standard erfüllen müssen, für die der gesamte Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Wir sind überzeugt: Eine zukunftsorientierte Energieversorgung kann nur mit erneuerbarer Energie gelingen. Erdgas hingegen ist ein fossiler Träger und unserer Ansicht nach kein Zukunftsmodell. Wir haben daher große Vorbehalte gegen den Bau der Süddeutschen Erdgasleitung durch Heidelberg. Die angedachte Trasse des Vorhabenträgers Terranets BW GmbH würde zudem durch hochsensible Landschaftsbereiche im Süden Heidelbergs verlaufen, die es zu schützen gilt. Diese Landschaft ist von kleinen Parzellen und altem Rebbestand geprägt. Der Bau dürfte keinen Eingriff in diese Kulturlandschaft bedeuten. Wir erwarten vom Vorhabenträger transparente Informationen und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.“
Das Unternehmen hat angekündigt, dass im zweiten Halbjahr 2021 eine Öffentlichkeitsbeteiligung im Vorfeld und in Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens geplant sei. Die Stadt Heidelberg wird sich in diesem Prozess intensiv einschalten.
Haushalt 2021/22: Änderungsanträge werden am 6. Mai in den Gemeinderat eingebracht
Presseinformation der Stadt Heidelberg vom 29.04.2021:
Haushalt 2021/22: Änderungsanträge werden am 6. Mai in den Gemeinderat eingebracht
460 Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen / Dokumentation ist online verfügbar
Die Fraktionen und Gruppierungen im Heidelberger Gemeinderat werden in der öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 6. Mai 2021, ab 16 Uhr ihre Änderungsanträge zum Haushaltsplanentwurf 2021/22 der Stadtverwaltung einbringen. Die Sitzung kann im Neuen Sitzungssaal im Rathaus per Videoübertragung verfolgt werden. Der Gemeinderat selbst tagt aufgrund der Corona-Pandemie in der neuen Aula der Universität.
Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung hat die Stadtverwaltung den Stadträtinnen und Stadträten am Donnerstag, 29. April, eine Übersicht mit Anregungen aus der Bürgerschaft zum Haushalt 2021/22 zur Verfügung gestellt. In einem vierwöchigen Zeitraum vom 19. März bis 16. April 2021 haben Bürgerinnen und Bürger online 460 Ideen und Wünsche eingebracht – sechsmal so viele wie vor zwei Jahren zum Haushalt 2019/20. Die Dokumentation aller Bürgeranregungen steht auf der städtischen Internetseite www.heidelberg.de/haushalt zum Nachlesen zur Verfügung.
Am meisten Vorschläge – insgesamt 309 und damit mehr als zwei Drittel aller Eingaben – wurden von den Bürgerinnen und Bürgern zum Bereich „Schule und Bildung“ eingesendet. Dabei ging es insbesondere um die Sanierung des dritten Bauabschnitts des Bunsen-Gymnasiums (Sporthalle), die Anschaffung von Luftfiltern für die Schulen zum Schutz gegen das Coronavirus und eine ärztliche Begleitung von Corona-Schnelltests in Schulen, insbesondere an Grundschulen.
Daneben wurden verstärkt Wünsche und Ideen in den Themenfeldern „Wohnen, Mobilität und Infrastruktur“ (42 Anregungen) und „Energie, Umwelt und Klimaschutz“ (20 Anregungen) abgebeben, vor allem zum Ausbau der Radinfrastruktur mit Radwegen und -abstellanlagen, zur Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fußgänger sowie zur Förderung nachhaltiger Mobilität und erneuerbarer Energien. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Kultur (47 Anregungen) und Gleichberechtigung (14 Anregungen) mit zahlreichen Vorschlägen zu Förderungen für das Queer Festival und die Tanzkompanie „Inter-Actions“.
Informationen online rund um den Haushalt
Auf der Internetseite www.heidelberg.de/haushalt finden Interessierte umfangreiche Informationen zum Haushalt 2021/22, die Haushaltsreden von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Finanzbürgermeister Hans-Jürgen Heiß sowie den fast 1.000 Seiten starken Haushaltsentwurf. Daneben gibt es allgemeine Informationen zu den kommunalen Finanzen sowie eine Übersicht über den Zeitplan der Haushaltsberatungen. Die Verabschiedung des Haushalts 2021/22 durch den Gemeinderat ist am 24. Juni 2021 geplant.
Kerchemer Wind
Liebe Kirchheimerinnen und Kirchheimer, liebe Heidelberger:innen,
ein klares Votum, dass wir in dieser Deutlichkeit nicht für möglich gehalten hätten, hat sich beim Bürgerentscheid gegen eine Verlagerung des Ankunftszentrum auf die Wolfsgärten entschieden. Selbst wenn man Wieblingen, das mit 90,7 % gegen die Wolfsgärten gestimmt hat, rausrechnet, bleiben noch 67 % der Wählenden, die mit „Ja“ gestimmt haben. Bezeichnend war, dass in allen Stadtteilen das Votum gegen die Wolfsgärten und auch die Wahlbeteiligung von mindestens 20 % erfüllt wurde. Wir sehen das als eindeutigen Wunsch der Stadtgesellschaft für ein Ankunftszentrum auf PHV, aber auch für den Erhalt landwirtschaftlicher Flächen, Biodiversität und Klimaschutz. Der Gemeinderat, der sich nur mit knapper Mehrheit (24:21:2) damals für die Wolfsgärten entschieden hatte (die Stadtspitze sprach von einer eindeutigen Mehrheit) sollte dieses Ergebnis ernst nehmen. Insbesondere die Fraktion Bündnis 90/die Grünen, die sich mit 12:3 Stimmen für die Wolfgärten ausgesprochen hatte, muss nun endlich Verantwortung übernehmen und umdenken, da wir in den letzten Monaten gerade bei deren Wählerschaft in vielen Gesprächen einen großen Unmut über deren Zustimmung für die Wolfsgärten heraushören konnten.
Über die Initiative des Stadtteilvereins und des jungen Vereins „Kirchheim bewegt“, einen Wochenmarkt, der diesen Namen auch verdient, in Kirchheim durch weitere Verkaufsstände attraktiver zu machen, freuen wir uns sehr. Schon in der Märzausgabe 2019 äußerte Judith Marggraf den Wunsch : „….endlich auch ein schöner Wochenmarkt mit mehr lokaler Beteiligung. Mir ist unsere hiesige Landwirtschaft wichtig. Da braucht es städtische Unterstützung, aber auch Eigeninitiative: Ich stelle mir im Frühjahr einen Spargel- und Erdbeermarkt vor und im Herbst etwas rund um Äpfel, Kartoffeln und Kürbisse – etwas, was uns von anderen Stadtteilen abhebt und Lust auf besuchen und einkaufen in Kirchheim macht.“
Wir wünschen den Initiator*innen viel Erfolg bei dieser sicherlich nicht einfachen und zeitintensiven Aufgabe und hoffen, dass sie viele interessante Verkaufsstände anlocken können. Kirchheim hätte einen Markt mit vielfältigen Angeboten verdient.
Bedanken möchten wir uns noch sowohl bei der Berufs- aber insbesondere natürlich auch bei unserer Freiwilligen Feuerwehr in Kirchheim, die bei 2 Großeinsätzen hervorragende Arbeit geleistet hat und uns wieder einmal deutlich machte, wie wichtig sie für unsere Stadt sind.
Sie wollen kleine und feine Läden in Kirchheim? Da hilft nur HINGEHEN!
Wir wünschen Ihnen einen schönen Mai.
Bleiben Sie gesund.
Ihre Meinung interessiert uns. Welche Themen sind für Sie wichtig? Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, dann schreiben Sie uns oder rufen Sie an. Auf unserer Homepage www.gal-heidelberg.de erfahren Sie mehr über unsere Aktivitäten und Ziele.
Ihre Kirchheimer Stadträtin Judith Marggraf und Ihr Stadtrat Michael Pfeiffer
Grün-Alternative Liste

Naturschutzgebiet „Unterer Neckar“: Bitte Rücksicht nehmen auf Tiere und Pflanzen
Presseinformation der Stadt Heidelberg vom 28.04.2021:
Naturschutzgebiet „Unterer Neckar“: Bitte Rücksicht nehmen auf Tiere und Pflanzen
Im Heidelberger Naturschutzgebiet „Unterer Neckar“ gibt es Fischkinderstuben, Brutplätze und bedrohte Pflanzenarten. Das Umweltamt der Stadt Heidelberg bittet zum Start der Freiluftsaison alle Erholungssuchenden, auf die dortige Tier- und Pflanzenwelt Rücksicht zu nehmen. Nicht nur Biber, Eisvogel, Fischadler und Co. fühlen sich am und im Wieblinger Altneckar wohl, auch die Heidelberger Bevölkerung findet die ursprüngliche Flusslandschaft seit Jahren attraktiv. Die heißen Sommer der vergangenen Jahre und aktuell die Corona-bedingten Einschränkungen haben den Besucherdruck weiter verstärkt.
Laut Umweltamt der Stadt Heidelberg und der BUND-Gruppe Heidelberg-Wieblingen verletzen einige Besucherinnen und Besucher leider regelmäßig die Vorschriften, die in diesem Naturschutzgebiet gelten. Die Informationstafeln vor Ort finden wenig Beachtung, werden besprüht und beschädigt. Bedrohte Tier- und Pflanzenarten in diesem bislang ungestörten Lebensraum werden erheblich gestört und verdrängt.
Über 150 Vogelarten in dem naturnahen Flussabschnitt
Das Naturschutzgebiet beginnt an dem Ufer der Insel, die der Wieblinger Neckarwiese gegenüberliegt. Es umfasst die Inseln, den Durchfluss zwischen den Inseln und den Lauf des Altneckars. Nur im Kraftwerksauslauf ist das Schwimmen erlaubt – also in dem Flussabschnitt, der direkt an die Neckarwiese grenzt. Überall sonst sind Schwimmen, Angeln, Anlanden und Betreten verboten.
Über 150 Vogelarten nutzen den naturnahen Flussabschnitt des Schutzgebiets als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet. In den langsam fließenden, kiesigen Bereichen des Altneckars befinden sich zahlreiche Fischkinderstuben. Auch der streng geschützte Biber ist vor einigen Jahren in diese ursprüngliche Flusslandschaft zurückgekehrt.
Regeln zum Erhalt der wertvollen Flusslandschaft
Die Stadt bittet die Bevölkerung, die Regeln auf den Informationstafeln im Naturschutzgebiet zu lesen und zu beachten. Nur so kann die wertvolle Flusslandschaft langfristig erhalten werden. Im Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die das Gebiet oder Teile davon nachhaltig stören, zerstören, beschädigen, verändern oder nachhaltig beeinträchtigen. Es gelten folgende Regeln:
• Auf den vorgeschriebenen Wegen bleiben. Hunde bitte immer an der Leine führen. Rasten, Grillen und Spielen ist nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen gestattet. Pflanzen oder Tiere dürfen nicht entnommen oder beeinträchtigt werden. Es ist verboten, fremde Pflanzen oder Tiere in das Naturschutzgebiet einzubringen.
• Das Betreten der Inseln und Kiesbänke ist verboten – dies gilt auch für Wassersportler. Zelten, Campen, Reiten, Angeln und Baden sind im Naturschutzgebiet ebenfalls nicht erlaubt. Das Gesundheitsamt rät darüber hinaus, auf das Schwimmen im Neckar zu verzichten.
• Die Wege dürfen mit Fahrzeugen aller Art nicht befahren werden, ausgenommen davon sind Menschen im Rollstuhl. Radfahren ist auf den ausgewiesenen Radwegen erlaubt.
• Der Einsatz von Modellflugzeugen, Drohnen oder Modellbooten ist ebenfalls nicht erlaubt. Wasservögel reagieren äußerst empfindlich auf den verursachten Lärm und die plötzlichen Richtungswechsel diese Freizeitgeräte.
Auenlandschaft steht seit über 30 Jahren unter Naturschutz
Vor mehr als 30 Jahren wurde der Altneckar entlang der Heidelberger Stadtteile Bergheim und Wieblingen mit seiner Auenlandschaft und seinen ausgedehnten Binsen- und Schilfbeständen unter Naturschutz gestellt. Den Status als sogenanntes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) hat der Altneckar seit dem Jahr 2000. FFH-Gebiete gehören zum europäischen Natura 2000-Schutzgebietsnetz, das 1992 von der Europäischen Union beschlossen wurde.
Fragen zu diesem besonderen Lebensraum beantwortet das Umweltamt der Stadt Heidelberg unter Telefon 06221 58-18200 oder per E-Mail an sandra.panienka@heidelberg.de. Weiterer Ansprechpartner ist der BUND Heidelberg, Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen (Telefon 06221 25817, E-Mail regine.buyer@bund.net, Instagram https://www.instagram.com/wirbrauchendeinenschutz/).
Sport
In einem Erfahrungsaustausch mit mehreren Sportvereinen erfuhr ich, dass Eltern ihre Kinder vom Sport abmelden, da es pandemiebedingt nicht ausreichend Trainingsangebote gibt. In Sportvereinen lernen/erhalten Kinder von Anfang an Integration, Respekt, Gesundheitsförderung, Sozialkompetenz, Kriminalprävention und Zuverlässigkeit. Und das auch noch mit viel Spaß und nicht selten Freundschaften für ein ganzes Leben. Daher ist es gerade in dieser Zeit wichtig, auch den Sportvereinen den Rücken zu stärken und die vielen Menschen, die sich dort ehrenamtlich und oft auch finanziell engagieren, zu unterstützen. Bleiben Sie Mitglied in Ihrem Verein und wenn Sie Zeit haben, schreiben Sie Ihrem Trainer/Trainerin oder dem Vorstand ein paar nette Zeilen. Das tut gut und motiviert.
Ende des Schleichverkehrs: Poller im Wieblinger Weg wird am Montag, 26. April, aktiviert
Endlich! Die GAL freut sich mit der Siedlungsgemeinschaft Ochsenkopf, dass der versenkbare Poller im Wieblinger Weg nun endlich aktiviert und der Schleichverkehr im Ochsenkopf unterbunden wird. Schon immer hat die GAL dieses Vorhaben zur Verkehrsberuhigung befürwortet und unterstützt.
Pressemitteilung der Stadt Heidelberg 22.04.2021:
Ende des Schleichverkehrs: Poller im Wieblinger Weg wird am Montag, 26. April, aktiviert
Anlieger können den Poller mit einem kostenfreien Magnetchip individuell bedienen
Im Januar wurde er montiert, nun wird er aktiviert: Der zur Verkehrsberuhigung am Ochsenkopf eingesetzte versenkbare Poller im Wieblinger Weg auf Höhe der Hausnummer 88 wird ab Montag, 26. April 2021, dazu beitragen, dass der Schleichverkehr im Ochsenkopf unterbunden wird. Dabei geht es insbesondere um den Durchgangs- und Querverkehr zur SRH, zu den Gewerbeschulen und in Richtung Zentrum. Um eine Verlagerung des Schleichverkehrs und die verbotswidrige Umfahrung des Pollers über den Dreisamweg im Vorfeld zu verhindern, wurden im Kinzigweg auf Höhe von Hausnummer 8 zwei herausnehmbare (nicht versenkbare) Poller verbaut. Die Beschilderungen werden entsprechend angepasst.
Berechtigte des Gebiets Ochsenkopf haben aufgrund ihres Antrages zur individuellen Bedienung des Pollers inzwischen eine kostenfreie Ausnahmegenehmigung in Form eines Magnetchips erhalten. Mit dem Magnetchip können sie den Poller individuell bedienen. Der Poller wird ab 26. April 2021 montags bis freitags von 7.30 bis 9 Uhr und von 13 bis 14.30 Uhr ausgefahren; die Zeiten können aber nachträglich an die tatsächliche Bedarfslage angepasst werden. Die Durchfahrt für Rettungskräfte ist im Einsatzfall stets gewährleistet. Die Installation des Pollers kostete rund 18.000 Euro. Die laufenden Kosten betragen jährlich 2.200 Euro.
Hintergrund: Die Reaktivierung des Pollers ist eine temporäre und übergangsweise Lösung bis zum Anschluss der Ludwig-Guttmann-Straße an den Rittel. Das Projekt Anschluss Rittel mit Verlängerung der Ludwig-Guttmann-Straße ist angesichts der Corona-Pandemie aus finanziellen Gründen vorerst auf Eis gelegt. Darüber war der Gemeinderat am 17. Dezember 2020 informiert worden. Bereits im Februar 2019 hatte der Gemeinderat der Reaktivierung zugestimmt, die aber die Klärung verschiedener rechtlicher Aspekte bis hin zum Regierungspräsidium bedingte.
Infos zum Antrag für die Erteilung eines Magnetchips
Es ist weiterhin möglich, Anträge für die Erteilung eines Magnetchips auf postalischem Weg zu stellen. Pia Dambach vom Amt für Verkehrsmanagement gibt die Transponder nach vorheriger Terminvereinbarung aus (Telefon: 06221 58-30512, E-Mail: pia.dambach@heidelberg.de). Informationen zur Antragstellung sowie das Antragformular sind im Internet abrufbar unter www.heidelberg.de > Rathaus > Stadtverwaltung > Ämter von A bis Z > Amt für Verkehrsmanagement.
