…wenn wir in der kommenden Gemeinderatssitzung Projekte auf den Weg bringen, die in der zurückliegenden Zeit durch Irrungen, Wirrungen und viele Irritationen fraglich erschienen: Das Hölderlin Gymnasium wird generalsaniert, die Bauzeit konnte drastisch verkürzt werden und der Umfang der Sanierung wurde erweitert. Auch kleinere Maßnahmen an Schulen, die seit Jahren anstehen, kommen jetzt auf den Weg: Die Toiletten an der Kurpfalzschule, der zweite naturwissenschaftliche Fachraum an der Geschwister-Scholl-Schule und einiges mehr. Der Karlstorbahnhof wird mit allen Teilbereichen in die Campbell Barracks umziehen, die erhoffte Aufwertung des Heidelberger Südens findet definitiv statt. Auch in der Chapel und der Kommandantur wird es demnächst los gehen – wir freuen uns auf diese Entwicklung!
Gut auch, dass die seit Jahren nur eingeschränkt nutzbare Hebelstraßenbrücke auf der Agenda steht!
Solche „kleineren“ Maßnahmen stehen ständig in finanzieller Konkurrenz zu den wenig diskutierten aber heftig propagierten Großprojekten – es ist unser Ehrgeiz, diese Seite der städtischen Medaille nicht ganz zu vergessen!
Autor: peter
Kein Museum für enthäutete Leichen!
Auch gestern kamen wieder zwei Damen zu mir, um mich als Stadtrat (Kulturausschuss) auf Plakate von den „Körperwelten“, aufmerksam zu machen, die im Stadtraum für die Ausstellung werben (z.B. großformatig an der Litfaßsäule vor Galeria Kaufhof am Bismarckplatz).
Sie beklagten sich sehr verärgert über diese höchst unästhetische und schamlose Zurschaustellung von Leichen wie auch darüber, dass dies in öffentlicher Werbung erlaubt ist. Dabei können wir die Menschen nicht damit trösten, dass dies vorübergehen wird, da eine permanente Ausstellung geplant ist. Solch eine Ausstellung gehört nicht auf die Straße, sondern in die geschlossenen Räume eines medizinischen Instituts. Hier wird mit toten Körpern gespielt. Der Leichnam wird in Posen gezeigt, die mit dem Tod unvereinbar sind. Der Plastinator setzt die Leichen vergleichsweise wie ein Dekorateur die Schaufensterpuppen ein. Der Tote wird hier in seiner öffentlichen Zurschaustellung zur Vermarktung frei gegeben.
Infostand zu Coffee-to-go Mehrwegbecher
Das städtische Amt für Abfallwirtschaft informierte am Donnerstag, 23. November in der Hauptstraße / Ecke Theaterstraße über die Möglichkeiten, gegen die Flut von Coffee-to-go-Einwegbechern vorzugehen. Das Amt zeigte wo man die Mehrwegbecher befüllen lassen kann, teilweise sogar mit Rabatt für das Getränk. Dieser Infostand der Stadt war auch Teil der Maßnahme gegen die Einwegbecherflut, die die GAL Anfang des Jahres gefordert hatte.
Ein herzliches „Dankeschön“ von der GAL an das Amt für Abfallwirtschaft, Rolf Friedel und sein Team, für deren Einsatz!
Immer mehr Menschen greifen zum Einwegbecher, um ihren Kaffee unterwegs zu trinken. Die Nutzungsdauer wird auf 15 Minuten geschätzt. In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht, das sind pro Jahr fast drei Milliarden Stück Einwegbecher. Inzwischen liegt die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee to go-Bechern greift, in Deutschland bei 70 Prozent, mit zunehmender Tendenz.
Doch dieser Trend hat negative Folgen für die Umwelt. Für die Herstellung der Pappbecher müssen Bäume gefällt werden, es wird Rohöl benötigt und die CO2-Emissionen pro Jahr steigen. Neben dem immensen Ressourcenverbrauch verschmutzen viele der weggeworfenen Einwegbecher Straßen, öffentliche Plätze und die Natur. Das könnte ganz einfach vermieden werden, wenn stattdessen Mehrwegbecher oder -tassen verwendet würden.



Zeppelin
Am Dienstag letzter Woche war Frau Dörrié, Vorstand der HANGARWORLD AG im Rathaus, um dem Gemeinderat ein außergewöhnliches Projekt vorzustellen.
Mit einer multimedialen Lern- und Erlebniswelt über Luftfahrt-Pioniere und Visionen des digitalen Zeitalters als Herzstück des Projekts soll spielerisches Lernen in den Mittelpunkt gestellt werden. Es handelt sich um eine weltweit einzigartige Wissens- und Lernwelt mit angrenzender Gastronomie, Hotel und einem Hangar für einen Zeppelin. An 200 Tagen sollen Rundflüge angeboten werden. Es sollen auch in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten Visionen entwickelt werden, wie unsere Erde in der Zukunft aussehen könnte. Die hierfür benötigte Fläche würde ca. 80 000– 100 000 qm betragen, von denen aber lediglich ca. 20% versiegelt wären. Eine Tiefgarage soll den Besucherverkehr aufnehmen. Der größte Anteil soll aufwändig landschaftsgärtnerisch gestaltet werden, eventuell sogar mit einem Wassergraben, in dem im Winter Schlittschuhlaufen möglich ist.
Was halten Sie davon? Schreiben Sie mir ihre Meinung.
Bettensteuer
Die Mehrheit des Gemeinderates ist vor einer kleinen aber feinen Gruppe eingeknickt. Die Hotellerie hat es geschafft, einige, in ihren Fraktionen führende Mitglieder, von dem Bürokratiemonster Bettensteuer das Fürchten zu lehren. Ich denke da weniger an die FDP, die bekanntermaßen die beste Freundin der Hotellerie ist, sondern an diejenigen, die damals noch für die Bettensteuer waren.
In Städten wie u.a. Bonn- Bremen-Dresden-Dortmund-Erfurt-Flensburg-Freiburg-Frankfurt-Hamburg-Köln-Münster-Potsdam-Weimar-Wismar gibt es die „Übernachtungssteuer“. Lassen Sie sich, wenn Sie eine Stadt besuchen und dort privat übernachten möchten, von einer Abgabe zwischen ca. 2-5 € pro Nacht abhalten? Kam dem Gemeinderat in diesen Städten auch der Gedanke, dass es ungerecht ist, die Gäste an den Kosten zu beteiligen oder haben sie mehr an das Wohl ihrer Stadt gedacht?
Ich habe mich darüber gewundert, wie engagiert sich die Bettensteuer-Gegner für unsere Gäste und die Hoteliers eingesetzt haben. Das Wort Lobbyismus wurde in den letzten Tagen häufig ausgesprochen. Fakt ist, dass uns bereits eingeplantes Geld trotz „schönem Rechnen“ fehlen wird.
Neue Gewerbegebiete …
sind keine Frage des Ob, sondern des Wie. Von Gewerbegebieten ist zu verlangen, dass sie sich ihrer Umgebung öffnen, durchlässig sind und die Nähe von Wohnungen zulassen. An der Südostecke des Pattonareals hätte der Bebauungsplan daher eine Wohnnutzung vorsehen müssen, um das Mörgelgewann und die Häuser am Kirchheimer Weg miteinander und mit dem Stadtteil Kirchheim zu verbinden. Das war der Tenor der Bürgerbeteiligung, unseres damaligen Antrags für die CA-Studi-Wohnungen und des Antrags der Grünen in der letzten GR-Sitzung, der freilich verfahrensmäßig spät kam. OB und GroKo im Gemeinderat haben es anders gewollt. Repariert werden kann diese Insellösung erst in ein paar Jahrzehnten.
Weitere Proben stehen in Bergheim an. Auch das Druckmaschinengelände verlangt Durchlässigkeit und Mischung. Beim Betriebshof ist zwischen bisheriger und zusätzlicher Versiegelung abzuwägen. Grund für Glaubenskriege, wie sie das konservative Lager so gerne führt, sind diese Fragen nicht.
Stadthalle – ein Gesamtkunstwerk
Die Heidelberger Stadthalle – vergleichbar mit dem Neapolitanischen und Pariser Theater – ist in Deutschland einzigartig.
Man darf solche Gesamtkunstwerke nicht verändern! Sie sind Zeugen ihrer Zeit und erfüllen bis heute mit minimalen Änderungen noch immer bestens ihre Funktion.
Und auch die Stadthalle, erbaut 1903 als Versammlungs- u. Festgebäude der Bürgerschaft, kann unsere Stadtgeschichte nur in ihrem historischen Bestand unverfälscht repräsentieren. Der geschossübergreifende Große Saal mit dreiseitiger Empore ist mit seiner Raumtiefe u. mit der Bühne im Südteil des Raumes eigens nach Wünschen des dam. Musikdirektors Philipp Wolfrum so konzipiert!
Dagegen wäre das Neukonzept, ähnl. einer römischen Arena, mit einer in den Saal hinein platzenden Mittelbühne ein architektonischer Sündenfall und würde die ursprüngliche Raumarchitektur völlig auf den Kopf stellen. Und wie der Architekt B. Burger, der Konzertveranstalter J. Flamme und Prof. A. Werner-Jensen zu bedenken geben, wäre nach der ganzen Umbauprozedur weder ein akustischer Zugewinn noch eine Verbesserung der Sichtverhältnisse garantiert.
# Hol den Oberbürgermeister
und der kümmert sich ernsthaft oder ist das nur ein guter PR Gag? Fast hundert Kindern und Jugendlichen des Rohrbacher Reitervereins wurde zum Ende des Jahres ihre ‚Heimat‘, der Jugendhof gekündigt. Jetzt baten sie den OB um Unterstützung, wollten ihm ihre Situation und ihr Anliegen schildern. Mit fast 400 Stimmen haben sie große Unterstützung gefunden – der OB lehnt ab.
Klar, der OB wäre nicht gut beraten, sich in privatrechtliche Streitereien einzumischen – aber ist er gut beraten, das voting von so vielen Menschen abzulehnen? Sollte er nicht eine kluge Form des Besuches finden? Ein offenes Ohr, ein kluger Rat, vielleicht sogar eine strukturelle Unterstützung bei der Lösung des Konfliktes? Fast hundert Kinder und Jugendliche vertrau(t)en auf die Aufmerksamkeit des OB. Ist ein knappes, ablehnendes Schreiben jetzt das letzte Wort? Bitte, Herr Oberbürgermeister, enttäuschen Sie nicht das in Sie gesetzte Vertrauen! (P.S.: Der Jugendgemeinderat wurde auch um Unterstützung gebeten, bislang ohne Reaktion…)
Rettet den Reitverein Jugendhof Heidelberg e.V.,
… in dem ihr euch an der Online-Aktion „Hol den Oberbürgermeister“ beteiligt!
Durch die Kündigung des Pachtverhältnisses zum 31.12.2017 ist der Reitverein Jugendhof Heidelberg e.V. in seiner Existenz bedroht! 80 % der Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche (ca. 100), die durch immensen persönlichen Einsatz das Stall- und Vereinsleben selbstständig organisieren und finanzieren.
Beteiligt euch auf der Plattform „Hol den Oberbürgermeister“ an der Abstimmung, damit der Oberbürgermeister uns vor Ort besucht, sich von unserer Arbeit persönlich ein Bild macht und sich mit uns für eine Lösung einsetzt.
Um diese Petition zu unterstützen (d. h. abzustimmen) und weitere Informationen zu erhalten, folgt bitte dem folgenden Link:
https://holdenoberbuergermeister.de/places/rettet-den-reitverein-jugendhof-heidelberg-e-v/
Neue Mensa in der Friedrich-Ebert GS
Lange Zeit mussten die Schüler*innen der Friedrich-Ebert GS in die Triplex-Mensa gehen, um dort gemeinsam mit den Student*innen ihr Mittagessen einzunehmen. Ein Zustand, der suboptimal war und der nun ein Ende hat. Seit diesem Schuljahr haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Mahlzeiten in der neuen Mensa einzunehmen. Hierzu mussten die Kellerräume komplett umgestaltet werden, was dem Architekturbüro ap88 auf eindrucksvolle Weise gelungen ist. Ein eher muffiger und feuchter Keller wurde zu einem lichtdurchfluteten großen Speisesaal mit Nebenräumen und mit in der 70 cm dicken Wand eingelassenen Sitzbänken mit Fenstern. In diesen Räumen fühlen sich die Kinder jetzt wohl und werden sie nicht nur zum Essen nutzen. Es ist wichtig für die Entwicklung der Kinder, dass sie sich in der Umgebung, in der sie sich täglich bewegen, auch wohl fühlen. Dies zu erreichen war ein Grund, warum ich für den Gemeinderat kandidiert habe.
