„Ein gutes Leben für alle“: partizipatives Dialogformat am 9. März 2026 im Welthaus

Liebe politisch Engagierte in Heidelberg,

die Werkstatt Ökonomie lädt am Montag, 9. März 2026, um 19 Uhr, Aktive aus allen gesellschaftlichen Bereichen und interessierte Bürgerinnen herzlich zum nächsten Treffen innerhalb des Projektes „Gesellschaft zusammenbringen“ ins Welthaus ein. Thema ist, wie ein gutes Leben für alle ermöglicht werden kann. Dafür wird das Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ angewendet. Es wurde von Mehr Demokratie e. V. entwickelt und fördert eine demokratische Gesprächs- und Diskussionskultur.

Ziel des Projekts „Gesellschaft zusammenbringen“ ist, einerseits ein Bewusstsein zu schaffen, was wir für ein gutes, zufriedenes Leben wirklich benötigen. Andererseits eine Kooperation und Vernetzung kleiner Akteur*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu fördern, die sich für einen zukunftsfähigen Lebensstil einsetzen. Schließlich geht es darum, „Spielregeln“ neu zu denken und Rahmenbedingungen gemeinsam so zu gestalten, dass sie uns einladen und motivieren, nachhaltig zu handeln.

Die Veranstaltung findet statt:

am Montag, 9. März 2026

um 19 Uhr

im Welthaus Heidelberg, Kurfürsten‑Anlage 25, im Veranstaltungsraum.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ab 18:00 Uhr gibt es: Gemütliches Ankommen, Was bisher geschah?, Einführung zu Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), Bücher- und Infotisch, Bücher zum Verschenken.

!!! Bitte beachten: Das Welthaus hat eine automatische Türöffnung, die nur von innen funktioniert. Von außen ist die Tür geschlossen. Deshalb bitte klingeln und warten, bis jemand kommt und öffnet. Bitte nicht mit Gegenständen (z. B. Kiste oder Keil) die Tür offen halten, das mag der automatische Türmechanismus gar nicht.

Weitere Informationen

Aktueller Stand Gesellschaft zusammenbringen
Werkstatt Ökonomie (WÖK): www.woek.de
Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ): https://germany.econgood.org/

Redebeitrag von GAL- Mitglied Gerd Guntermann anlässlich des 4. Jahrestages des Kriegsbeginns gegen die Ukraine

„Der Kriegsterror des Moskauer Regimes gegen die Ukraine hat viele Facetten – ein Grund, warum ich hier mit der Fahne der Krim-Tataren stehe, die zum Symbol des Widerstands gegen die russischen Besatzer geworden ist.

Dieser Krieg wurde zwar vollumfänglich erst seit 2022 geführt, aber eingeleitet wurde er schon 2014 mit einem militärischen Überfall auf die ukrainische Krim, in dessen Verlauf ein sogenanntes Referendum mit Waffengewalt durchgeführt wurde, das genau so verlogen war wie die ganze russische Propaganda.

Seit 35 Jahren hat Heidelberg eine Partnerstadt auf der Krim: Simferopol, deren Hauptstadt. Diese Partnerschaft liegt logischerweise auf Eis, denn die Annexion widerspricht absolut dem Völkerrecht. 100 000 Menschen verließen seitdem die Krim auf das ukrainische Festland, darunter ein Großteil der Krimtataren, ein ursprünglich auf der Krim lebendes turksprachiges Volk. Unter Stalin wurden sie 1944 unter unmenschlichen Umständen nach Zentralasien, Sibirien und in den Ural deportiert. Dabei starben so viele von ihnen, dass die Deportation heute als Völkermord gilt.

Unter Gorbatschow kehrten sie zurück, was zu Konflikten mit den sowjetischen und postsowjetischen Behörden führte – und mit Teilen der russischen Bevölkerung, die sich auf ihren Liegenschaften angesiedelt hatte. Als die Krim 2014 von Russland besetzt wurde, widersetzte sich ein Großteil der Krimtataren der Annexion.

Eine neue Welle politischer Verfolgung war Folge des Widerstands. Viele Menschen verschwanden spurlos, wurden gefoltert, ermordet oder landeten in Haftanstalten und Straflagern am Polarkreis: eine weitere Facette dieses Krieges.

Seit 1995 ist Simferopol Hauptstadt der autonomen ukrainischen Republik Krim, die 2014 von den Russen dem „Föderationssubjekt Südrussland“ zugeschlagen wurde, seitdem also nix mehr mit Autonomie.
Noch eine Facette des hybriden Kriegs, kaum als solche erkannt: von knapp mehr als 300 000 Einwohnern Simferopols vor 2014 stieg deren Zahl seitdem auf mehr als 500 000, d.h.: Russen aus Russland wurden angesiedelt, ersetzten nicht nur die Geflüchteten und Vertriebenen, sondern wurden zusätzlich geholt: eine Russifizierungspolitik, die Ukrainer und Tataren weiter in eine Minderheitsposition drückt. Wie in Russland macht sich jetzt hier die Unterdrückung jeglicher Menschenrechte bemerkbar. Kinder und Jugendliche werden einer militärischen Früherziehung unterworfen, die Bevölkerung propagandistisch gegen den „dekadenten“ Westen in Stellung gebracht (also gegen uns!): Methoden, die ihre Analogien schon im Hitler- und Stalinreich hatten.

Die Krim ist unter dem Kreml-Regime zu einem Zentrum von Verbrechen gegen die Menschlichkeit verkommen, zu einem stationären Flugzeugträger im Schwarzen Meer, der von dort aus das ukrainische Festland bedroht. Auch diese Facetten des Krieges dürfen nicht vergessen werden.

Und hier gibt es Menschen, die diesen hybriden Krieg in unsere Gesellschaft tragen: ein Markus Frohnmaier, AfD-Kandidat für das Ministeramt in Baden-Württemberg, vor kurzem in Heidelberg aufgetreten, pflegt enge Kontakte zum Kreml und dessen Propagandisten, hatte auch an Treffen mit Putin-Vasallen auf der Krim teilgenommen und lässt sich von dort ideologisch munitionieren.

Das, der hybride Krieg der Moskauer Verbrecher und all seine Facetten sollten uns sehr zu denken geben.“

Gerd Guntermann, 24. Februar 2026, anläßlich des 4. Jahrestages des Kriegsbeginns gegen die Ukraine

35 Jahre Städtepartnerschaft Heidelberg-Simferopol/Krim, Film „Wiederkehr“

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Heidelberg-Simferopol/Krim zeigt das Heidelberger Gloria-Kino in Kooperation mit der Hochschulgruppe von Amnesty International den Film „Wiederkehr“ (Gloria, Montag 23.2.2025, 18:00. D 2023, 61 Min., Krimtatarisch/Russisch, deutscher UT).

Seit der Annexion der Krim 2014 durch Russland liegt die Partnerschaft auf Eis. Die Menschenrechtslage auf der Halbinsel ist seitdem besorgniserregend und hat sich seit Beginn des vollumfänglichen Kriegs gegen die Ukraine weiter verschlechtert. Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit werden mit aller Härte unterdrückt. Krimtataren, Menschenrechtsaktivisten, kritische Jounalisten und Anwälte stehen im Visier der russischen Machthaber.

Der Film „Wiederkehr“ zeigt am Portrait zweier Frauen auf eindrückliche Weise den Alltag der Unterdrückung von KrimtatarInnen. Unter Stalin deportiert, unter Gorbatschow zurückgekehrt, werden sie unter Putin seit 2014 erneut verfolgt, weil sie die Annexion zum großen Teil boykottierten.

Regisseurin Katja Fedulova erzählt die Geschichte frei vom Stigma des muslimischen Terrorismus, das die Moskauer Propaganda Vertretern der Krimtatarischen Gemeinschaft anzuheften versucht. Sie beleuchtet die Repression am Beispiel der beiden Frauen Mumine und Maje, die mit deren Folgen kämpfen. Ihr traditionell weibliches Rollenverständnis steht ihrem Engagement nicht entgegen – ganz im Gegenteil.

Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit Regisseurin Fedulova, die für Q&A digital zugeschaltet wird.

Unter diesem Link gibt es weitere Infos zum Film (nach unten scrollen), dort können auch Tickets bestellt werden.

 

 

Ehrenamtsmedaille für GAL-Mitgründerin Prof. Dr. Ute Straub

Prof. Dr. Ute Straub ist vielfältig ehrenamtlich engagiert, insbesondere in der Frauenpolitik, in die sie sich seit 45 Jahren in Heidelberg einbringt. Hier ist ihr die Vernetzung und Bündelung frauenpolitischer Aktivitäten wichtig. Ab 1979 hat sie im Vorstand des Vereins Frauen helfen Frauen e. V. zum Aufbau des Frauenhauses beigetragen. Um Frauen für die Kommunalpolitik zu begeistern und den Austausch über frauenpolitische Themen zu stärken, gründete sie 1984 die Gruppe „Frauen in die Kommunalpolitik“. Mit dieser machte sie sich für Frauenparkplätze in Tiefgaragen sowie für das Frauennachttaxi stark und initiierte hier entsprechende erste Projekte.

Stadtblatt vom 03.12.2025, Ruprik „Ehrenamtsmedaille 2025“.

Die Ehrenamtsmedaille…

… der Stadt Heidelberg wird jährlich und so auch wieder am letzten Freitag an Menschen verliehen, die sich sowohl für die vielfältige Kulturlandschaft, den Sport oder soziale Projekte einsetzen. Ich war bei der Vorauswahl in der Jury und, wie schon in den letzten Jahren, beeindruckt, mit welch großem Engagement sich die Geehrten, die im Alter von 8 bis 85 Jahren waren, für das Gemeinwohl in unserer Stadt einsetzen. Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft. Herzlichen Dank hierfür.

 

1.000 Tage Krieg in der Ukraine

Zu diesem Anlass schickt die Deutsch-Ukrainische-Gesellschaft am 1.12. oder 8.12. eine Hilfslieferung raus!

Dringend benötigt werden u. a.:

– warme Winterkleidung
– Kerzen
– Medikamente (noch nicht abgelaufen!)
-Taschenlampen und „power banks“
– Fertignahrung
-Katzen- und Hundefutter

Alles ist willkommen in unserer Geschäftsstelle in der Oberen Seegasse in HD-Kirchheim. Einfach auf der Treppe abstellen!

Danke für eure Hilfe und Unterstützung!

Stadtentwicklungskonzept 2035 – Online-Beteiligung bis 25.07.24! Jetzt mitmachen!

Aktuell findet die Online-Beteiligung zum neuen Stadtentwicklungskonzept 2035 statt. Bis zum 25.Juli 2024 kann sich Jeder und Jede unter folgendem Link daran beteiligen: www.heidelberg2035.de

Das Stadtentwicklungskonzept (STEK) ist der Wegweiser für eine nachhaltige Entwicklung Heidelbergs bis zum Jahr 2035. Wie wollen wir hier in Zukunft leben, arbeiten und wohnen? Im STEK werden gemeinsam mit der Stadtgesellschaft die Ziele der Stadtentwicklung erarbeitet und deren Umsetzung angestoßen.

Weitere Informationen zum STEK 2035 und zum Beteiligungsprozess finden sich hier: www.heidelberg.de/STEK2035

 

Respekt?

Bezirksbeiräte und Kinderbeauftragte sind wichtige Mittler zwischen den Stadtteilen und Gemeinderat/ Verwaltung.

Beide Institutionen entstanden auch durch das Engagement der GAL. Jetzt werden sie zunehmend marginalisiert.

Die Tagesordnungen der letzten BBR-Sitzungen umfassen meist 3 oder 4 Punkte: Bürgerfragestunde, irgendein ‚mündlicher Bericht‘, ein (mündlicher) Bericht über das Stadtteilbudget und den Punkt ‚Verschiedenes‘. Wichtige Angelegenheiten des Stadtteils, zu denen der BBR zu hören ist, scheint es nicht mehr zu geben.

Die Amtszeit der Kinderbeauftragten soll von fünf auf drei Jahre verkürzt werden. Einen Grund kann niemand nennen. „Man hört“, die würden gerade zu aufmüpfig….

Ich bitte den neuen Gemeinderat ein Auge auf diese Entwicklungen zu werfen!

Stadtblattartikel von Judith Marggraf vom 15.07.24

Kerchemer Wind 07/24

Liebe Kirchheimerinnen und Kirchheimer,

Heidelberg hat gewählt und wir gratulieren insbesondere den Kirchheimer Kandidierenden Marliese Heldner und Jochen Ricker von „Die Heidelberger“ zu ihrem Wahlergebnis. Außerdem wurde auch Felix Grädler von „Die Grünen“ gewählt, der zwar für die Bahnstadt ins Rennen ging, aber als „Alt-Kirchheimer“ sicherlich unseren Stadtteil weiter vertreten wird. Von uns hat es leider nur Michael Pfeiffer geschafft, in den Gemeinderat erneut einzuziehen. Mit Judith Marggraf, die 25 Jahre die Geschicke unserer Stadt als Mitglied im Gemeinderat mitgestaltete, geht der Kommunalpolitik viel Erfahrung verloren. Ein Viertel Jahrhundert dieses Ehrenamt in insgesamt vielen tausend Stunden mit einem so hohen Engagement auszuüben, ist schon etwas Besonderes und gebührt großen Respekt. Es ist traurig, dass Kirchheim, immerhin der zweitgrößte Stadtteil Heidelbergs, so wenige Mitglieder im Gemeinderat hat. Das haben andere Stadtteile besser hingekriegt.

Der Wahlkampf hat sich für uns nicht in dem Maße ausgezahlt, wie wir es uns erwünscht hatten. Unser Anspruch war, keine Materialschlacht zu führen sondern mit Themen zu punkten und wir waren auch nicht darauf aus, mit mehreren gleichen Plakaten anderen die Möglichkeit zu nehmen, sich ebenso präsentieren zu können. Das Ergebnis der Wahl lässt uns eher an die alte Volksweisheit denken: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“.

Letztendlich haben wir es nicht geschafft, unsere Erfolge, die wir nicht nur gesamtstädtisch sondern auch für Kirchheim errungen haben, der Bürgerschaft ausreichend zu verdeutlichen. Nun gilt es in den nächsten Wochen mit anderen politischen Gruppierungen zu sprechen, welche gemeinsamen Ziele man verfolgt, die einen Zusammenschluss zu Fraktionsstärke ermöglichen.

Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, sprechen Sie uns ruhig an oder schreiben Sie uns an mp-pfeiffer@gmx.net

Wir bieten Ihnen keine monatliche Sprechstunde an. Sie dürfen uns gerne Mo.-Fr. zwischen 9:00-17:00 Uhr anrufen, entweder unter HD-783015 oder 0152 56 16 09 02.

 

 

Ihre Stadträte

Judith Marggraf und Michael Pfeiffer