In einem Erfahrungsaustausch mit mehreren Sportvereinen erfuhr ich, dass Eltern ihre Kinder vom Sport abmelden, da es pandemiebedingt nicht ausreichend Trainingsangebote gibt. In Sportvereinen lernen/erhalten Kinder von Anfang an Integration, Respekt, Gesundheitsförderung, Sozialkompetenz, Kriminalprävention und Zuverlässigkeit. Und das auch noch mit viel Spaß und nicht selten Freundschaften für ein ganzes Leben. Daher ist es gerade in dieser Zeit wichtig, auch den Sportvereinen den Rücken zu stärken und die vielen Menschen, die sich dort ehrenamtlich und oft auch finanziell engagieren, zu unterstützen. Bleiben Sie Mitglied in Ihrem Verein und wenn Sie Zeit haben, schreiben Sie Ihrem Trainer/Trainerin oder dem Vorstand ein paar nette Zeilen. Das tut gut und motiviert.
Kategorie: Stadtblattartikel
Berichte, die im Stadtblatt Heidelberg abgedruckt wurden
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Ankunftszentrum ff.
Schon im letzten Jahr hatten die Bündnisfraktionen (SPD, Linke, BuLi, Partei, HIB und GAL) einen Antrag auf Prüfung eines Standortes für das Ankunftszentrum auf PHV gestellt. Integriert in den Masterplan und ohne Wegfall von Wohnbauflächen… Wir werden unseren Antrag jetzt ergänzen um die Bitte, zusammen mit dem Land zu prüfen, ob Verwaltung und Unterkünfte so voneinander getrennt werden können, dass die umzäunte Fläche gering bleibt.
Die Infovorlage der Verwaltung für den Konversionsausschuss am kommenden Mittwoch wurde vor dem Bürgerentscheid erstellt und lehnt die Behandlung ab. Wir halten den Antrag selbstverständlich aufrecht, weil er die Entscheidungsfindung jetzt richtig beschleunigen würde. Wir sind gespannt, wer ihm zustimmen wird.
Bürgerentscheid
Spiel, Satz und Sieg, so kann man den Ausgang des Bürgerentscheids gegen die Wolfsgärten bezeichnen oder aber schlicht sensationell. Auffällig war, dass der OB (untergetaucht) sein bestes Pferd, Baubürgermeister Odszuck, ins Rennen schickte und sich damit erheblich vergaloppierte. Dessen Ton und Auftreten war des Öfteren überheblich und gegenüber den ehrenamtlich handelnden Menschen des Aktionsbündnisses unangebracht. Ich sehe PHV als einzigen sinnvollen Standort, bei dem keine weitere Fläche versiegelt werden muss. Durch 2 Fehlentscheidungen der Grünen in kurzer Zeit (Betriebshof-Airfield-Ochsenkopf und Ankunfszentrum-Wolfsgärten) musste viel Geld und Zeit aufgewandt werden, um diese Fehler zu heilen. Sie sollten nun dem Willen ihrer WählerInnen folgen.
Die IBA, PHV… und die Pioniere
Erinnern Sie sich an die Kritik aus der Anfangszeit der Bahnstadt: „Es gibt ja noch nicht einmal einen Bäcker“. Ja, weil auch der Bäcker eine gewisse Kundenfrequenz braucht, um sein Geschäft rentabel betreiben zu können. Nun haben wir auf PHV rund 600 (bis max. 2000) BewohnerInnen und über 400 Mitarbeitende. Auch die wollen was einkaufen, brauchen einen Pausensnack und sitzen vielleicht gerne mal im Café… Warum rechnet die IBA diese Menschen ‚raus‘ und droht damit, dass wir dann „eine Wohnsiedlung neben einem Ankunftszentrum“ bauen würden? Das sind doch auch Menschen! BewohnerInnen und Arbeitsplätze! Eine solche Rechnung ist unseriös. Stimmen Sie am 11.4. mit „Ja“ und lassen Sie uns einen fairen Stadtteil entwickeln!
Die IBA, PHV … und die Flüchtlinge
In der RNZ hat Prof. Braum seine Idee von PHV als „Stadtteil der Vielfalt“ erläutert. Das Ankunftszentrum will er dort nicht, aber „ es wird einen hohen Anteil an Anschluss-Wohnraum für Menschen mit Flüchtlingshintergrund geben“.
Da wird (absichtlich?) geflissentlich etwas übersehen! Solange wir in Heidelberg ein Ankunftszentrum haben, solange genießen wir das sog. „LEA-Privileg“: Wir sind von der Zuweisung neuer „Geflüchteter“ befreit. Die IBA muss also keine Sorgen haben, dass benötigter Wohnraum von diesen Menschen okkupiert wird. Stattdessen kann Wohnraum für Gutverdiener, Mittelständler, Alleinerziehende und Schwellenhaushalte geschaffen werden. Gut so. Aber ein Ankunftszentrum hätte da auch noch Platz!
Die IBA, PHV …. und der Zaun
In der RNZ vom Wochenende erläutert Prof. Braum von der IBA seine Idee von PHV als „Stadtteil, in dem echte Vielfalt gelebt wird“. Das Ankunftszentrum will er nicht, weil „Ich sehe keine Zäune, auch nicht an den Gärten“.
Ein Zaun um das Ankunftszentrum dient ja nicht dazu, die Menschen dort ‚einzusperren‘, sondern deren Sicherheit vor Übergriffen. Sowas hatten wir jahrelang rund um die vielen amerikanischen Liegenschaften in unserer Stadt – hat sich keiner drüber aufgeregt.
Spricht man mit einem Landschaftsgärtner, sagt der einem, dass das doch kein Problem sei: „Baut den notwendigen Zaun, sät schnell duftende Wicken, großblütige Prunkwinden und pflanzt unten Feuerdorn. Wenn der etwas gewachsen ist, will und kann dort niemand mehr durch!“
Verkehrsprävention
Seit dem 1. Januar bin ich im Ruhestand. Knapp 27 Jahre habe ich mich als Polizist der Verkehrsprävention für mehr Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt und mehr als 40.000 kleine und große Heidelberger:innen unterrichtet und beraten. Gemeinsam mit engagierten Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung wurden die Mobilitätstage, der Laufende Schulbus und die Kinderwegepläne auf den Weg gebracht, es wurde der Realverkehr für die Radfahrausbildung eingeführt. Gemeinsam mit den Kinderbeauftragten wurden die bundesweit beachteten kinderfreundlichen Verkehrsleitlinien beschlossen und der ADFC beim Projekt SchulRadler unterstützt. Auch wenn ich nun nicht mehr die Kinder unterrichten werde, so hat für mich als Stadtrat das Thema Verkehrssicherheit weiterhin oberste Priorität.
Eine gute Verbindung…
…von Süden und Westen ins Neuenheimer Feld, eine Entlastung für die Walz-Brücke, ein Angebot für mehr und sicheren Fahrradverkehr – die Brücke für Fuß- und Radverkehr über den Neckar.
Jetzt liegt die Jury-Entscheidung vor, aber mit Fragezeichen: Warum diese hohe „lichte Höhe“, die v.a. am Nordufer lange Rampen mit einigem Gefälle/Steigungen nötig macht? Der Bezirksbeirat Neuenheim schlägt vor, die Notfallzufahrt zum Klinikum anders zu regeln, damit die Brücke etwas niedriger wird und die Rampen entschärft. Scheint sinnvoll. Zumal die ausladenden Rampen große landschaftsarchitektonische Maßnahmen erfordern. Auch die Kosten spielen eine Rolle: Der Gewinner liegt mit 3,4 Mio € über dem Kostenrahmen. Wir beantragen, auch den 3. Preisträger noch einmal zu prüfen.
Silvester
Immer noch gab es ausreichend Silvesterknallerei aber deutlich weniger als in den Vorjahren. Hierdurch wurden in Deutschland ca. 3.500.000 kg Plastikmüll eingespart! Positive Nebeneffekte waren auch weniger Verletzte, Brände, Müll, der durch unsere Straßenreinigung entsorgt werden musste und Lärmbelästigung für ältere Menschen, Kleinkinder und Tiere. Das traditionelle Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist nicht mehr zeitgemäß. In Pforzheim hatten 2 junge Männer die Idee, anstatt dem Feuerwerk beleuchtete Drohnen in den Himmel zu schicken. Eine wunderbare Lichterschau, die man im Internet sehen kann. Die von Privatleuten abgefeuerten Raketen wirkten nur noch störend. Wäre das nicht auch etwas für Silvester 2021 in Heidelberg, warum nicht neue Wege gehen?
Eigentlich…
…wollte ich über meine Fassungslosigkeit nach der letzten Gemeinderatssitzung schreiben, über grünes Rumgeeiere, moral-verbrämte Anträge und Argumente, die je nach Gusto für oder gegen den gleichen Sachverhalt eingesetzt werden. Aber ich will weder mir noch Ihnen zum Jahresabschluß die Laune verderben… Stattdessen will ich, auch im Namen meiner Fraktionskollegen, allen danken, die dieses besondere Jahr mit ihrer Arbeit, ihrem Engagement und ihrer Kreativität erträglich gemacht haben. Wir denken auch an die, die besonders betroffen sind, sei es persönlich oder wirtschaftlich. Bleiben Sie trotz allem zuversichtlich, das kommende Jahr wird bestimmt besser!
Wir wünschen frohe Weihnachten, einen guten Start ins Neue Jahr – und bleiben Sie gesund!
