Bergheim-West, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 17.6. 2013

 In Bergheim-West ist jetzt also der halbe „Penta-Park“ weg. Mit 15 zu 13 Stimmen war der Gemeinderat der Meinung, dass öffentliches Grün direkt am Fluss weniger wichtig ist als die Erweiterungswünsche des angrenzenden Hotels.

Als Ersatz dürfen sich die Menschen nun möglicherweise auf einige Bänke im verkehrsumtosten „Gneisenau-Park“ freuen…

Demnächst geht es dann mal um den Theaterplatz: Hier reden wir dann über Brunnen, Lichtbänder, grüne Wände und Blumenbeete und v.a. über Bürgerbeteiligung.

 

Natürlich ist mir klar, dass ein direkter Vergleich hinken würde. Dennoch fällt auf, dass schon alleine Intensität und Sensibilität in Diskussion und Verfahren höchst unterschiedlich sind.

 

Ob das für unsere Stadt so richtig ist?

 

Neu-Gestaltung Altstadt, Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 10.6. 2013

Die Absicht und der Beschluss, in den Seitengassen der Altstadt den bestehenden Bodenbelag abzureißen und mit Pflastersteinen zu belegen, erweist sich nach dem europäischen Protesttag der „Menschen mit Behinderung“ einmal mehr als falsch.

Wie die Aktion „Stadträte in Rollstühlen“ gezeigt hat, ist eine Bepflasterung für „Menschen mit Behinderung“ unannehmbar. Darüber hinaus raubt man der Stadt das Charakteristisch- Alte, um sie im neuen Glanze der globalen Erneuerungs-Ästhetik erstrahlen zu lassen.

Dies nützt zwar der Bauwirtschaft, ist aber für die Alt-Stadt eine Mogelpackung. Es widerspricht dem historisch gewachsenen Stadtbild, das Anfang 20. Jh. abgeschlossen ist! Das Asphaltierte und Geflickte sollte bleiben, da es von gelebter Geschichte spricht und vom kulturbewußten und nachhaltigen Handeln zeugt.

Über das Abtragen der Bürgersteige muss von Neuem beraten werden. Dasselbe sollte auch für die neuen Mastleuchten gelten.

 

Schöne Theaterstraße?, Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 3.6. 2013

Vor vier Jahren wurde die Anna-Blum-Spielfläche wegen des Theaterneubaus abgebaut, nach unseren Beschlüssen und dem, was den Kindern damals versprochen wurde, sollte sie jetzt wieder hergestellt werden. Nichts ist geschehen, vielmehr wurden dort kürzlich 12 zusätzliche Container aufgestellt. Warum eigentlich und wann kommen endlich die Kinder dran?

Apropos Container, bislang waren sie in Heidelberg ein Notbehelf, jetzt werden sie Mode. Schon zum zweiten Mal steht ein wenig ansprechender Riesencontainer auf dem Platz am Theater, diesmal für zwei Wochen Kunstverein St. Pauli.

 

Dieser Platz wurde gerade für Altstädter und Theaterbesucher provisorisch hergerichtet, zudem findet aktuell zum Thema eine Bürgerbeteiligung statt. Wie kann man ein solches Projekt genehmigen, das weder unserem Theater noch der Umgebung ästhetisch gerecht wird?

 

 

Was weg ist, ist weg. Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 13.5. 2013

Das gilt auch für ein bislang nicht sehr gepflegtes Stück Grün am Neckar!

Potentielles Bauland mit Neckarblick und eigenem Schiffsanleger für die einen, ein kleines Stück Grün, Blick und Luft für die anderen.

Die Entwicklung in Bergheim West wird zunehmend wichtig: Bahnstadt, Kino, Radwegverbindung ins Neuenheimer Feld, die ehemalige Feuerwache nach der Zwischennutzung …. Dieses Stück Heidelberg soll nicht nur Parkplatz und Verkehrsverteiler zwischen Wohnanlagen sein!

 

Für die Erweiterungswünsche des Marriott-Hotels muss die Stadt bei der Suche nach Standorten helfen, für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils muss die Stadt sich Flächen und Optionen offenhalten.

 

Eine Bebauung auch nur der halben Fläche des sog. 'Pentaparkes' ist nicht zukunftsorientiert!

 

 

 

 

Aufwertung Hauptstraße, Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 6.5. 2013

Bei der Installation von Beleuchtungssystemen in der Hauptstraße steht leider der Versuch, ein modernes Designprofil für die Wissenschaftsstadt Heidelberg zu finden, im Vordergrund. Das Zeitmodische aber entwertet unsere Altstadt. Bei der Gestaltung des historischen Stadtbildes darf man eine „klassisch-Moderne“ nicht mit einer „Zeitgeist-Moderne“ verwechseln, die nach 30 Jahren wieder entfernt werden muss, um einer neuen Generation zu gefallen. Für die Hauptstraße passend sind zweiarmige Leuchten in schlicht historisierender Form …

Bei der Installation von Beleuchtungssystemen in der Hauptstraße steht leider der Versuch, ein modernes Designprofil für die Wissenschaftsstadt Heidelberg zu finden, im Vordergrund. Das Zeitmodische aber entwertet unsere Altstadt. Bei der Gestaltung des historischen Stadtbildes darf man eine „klassisch-Moderne“ nicht mit einer „Zeitgeist-Moderne“ verwechseln, die nach 30 Jahren wieder entfernt werden muss, um einer neuen Generation zu gefallen. Für die Hauptstraße passend sind zweiarmige Leuchten in schlicht historisierender Form in Annäherung an alte gusseiserne Gaslampen (z.B. Weststadt) oder man bleibt bei den vorhandenen.
Alles andere ist abzulehnen.
Bezüglich der Bänke plädieren wir absolut für Holzbänke – nicht überlang und natürlich mit durchgehenden Rückenlehnen.

So nicht!, Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 29.4. 2013

Der Abriss des Eleonoren-Hauses entsetzt Bürgerschaft und Gemeinderat, alle fühlen sich hinters Licht geführt.

Das ist kein Sturm im Wasserglas, sondern berechtigte Empörung derjenigen, denen der Erhalt und nicht eine Kopie versprochen wurde. Der Unterschied zwischen Erhalt und Wiederherstellung stadtbildprägender Bauten ist vielen nicht klar. Zukünftig muss der Gemeinderat solche Planungen sehr viel genauer unter die Lupe nehmen, hinterfragen und eventuell auch ablehnen. Vertrauen???

Die neuen KITA-Entgelte waren in der städtischen Vorlage für die unteren Einkommensstufen überproportional hoch angesetzt.

In zwei Ausschüssen musste die GAL heftig für eine Neuberechnung kämpfen, niemand wollte das Problem sehen. Der Gemeinderat beschloss letztendlich doch die vorgeschlagene sozial ausgewogenere Verteilung. Soziale Gerechtigkeit???

Konversionsausschuss, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 22.4. 2013

Ab Mai hat der Gemeinderat ein neues Gremium: den Konversionsausschuss.

Hier werden alle Fragen, Aufgaben und Planungen die die Konversionsflächen betreffen diskutiert und zur Entscheidung vorbereitet. Damit werden Informationen, Anregungen und die Arbeit aus dem Entwicklungsbeirat, der Konversionsgesellschaft und den Bürgerforen zusammengeführt, wenn notwendig ergänzt und in hoffentlich zielführende Entscheidungen überführt.

Auch wenn ein neuer Ausschuss zusätzlich Zeit- und Arbeitsaufwand für uns StadträtInnen bedeutet, ist es mehr als sinnvoll, das wichtige Thema Konversion ganzheitlich und nicht ‚in Einzelteilen‘ in verschiedenen Ausschüssen zu behandeln.

Ich wünsche mir für das neue Gremium viel Transparenz, gute Beratungen und – für unsere Stadt – gute Entscheidungen!

Lux-Harmonie – Literaturhaus?, Stadtblattartikel von Wassili Lepanto am 15.4. 2013

Der Wormser Hof ist geradezu prädestiniert dazu, viel mehr zu sein, als ein Kaufhaus!

Wollte man nicht längst der negativen Entwicklung der Hauptstraße als Shopping-Center entgegenwirken? Was hier gesucht wird, wäre ein weitsichtiger und stadtliebender Investor, der bereit wäre, hier ein Geschenk von größter Tragweite zu ermöglichen: ein Kulturhaus, in dem Raum für Literatur, Lesungen, Vorträge, Zusammenkünfte der Bürger ohne kommerziellen Hintergrund und ein Archiv der Heidelberger Romantik, geschaffen wird. Ein offenes Bürger-Zentrum, in dem Leben mitgestaltet, neue Impulse gegeben werden.

Auch der Theaterplatz ist prädestiniert als Bürgerpark: für Theaterbesuche, Begegnungen Alt und Jung, als Ruhepunkt ab des geschäftlichen Treibens. Eine so realisierte Nutzung wäre ein Geschenk für die nächsten 100 Jahre, das unsere Stadt auszeichnen würde.

Transparenz – Teilhabe – Toleranz , Stadtblattartikel von Gabi Faust-Exarchos am 8.4. 2013

Im März konnte ich beim Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin einen Vortrag zur „Heidelberger Bürgerbeteiligung“ aus Sicht einer Stadträtin halten. Teilnehmer aus der gesamten Republik tauschten sich engagiert zum Thema „Stresstest Bürgerbeteiligung“ aus.

Besonders unser verbindliches Regelwerk und die Vorhabenliste fanden großes Interesse, aber auch die Rolle der gewählten Räte und Veränderungen im Verwaltungshandeln wurden intensiv diskutiert.

Die Vorbehalte bei allen Akteuren – Bürgerschaft, Verwaltung und Politik- sind noch stark. Nur durch ein Mehr an Toleranz und Vertrauensbildung öffnen sich die Türen für eine gute, sachorientierte Beteiligungskultur.

Das bedeutet aktuell u.a., die Spielregeln einzuhalten, im laufenden Verfahren keine Fakten ohne Absprache zu schaffen und Zeitdruck zu vermeiden.

Ihre Erfahrungen interessieren uns sehr!

Radkultur, Stadtblattartikel von Judith Marggraf am 18.3. 2013

Es tut sich viel in Heidelberg: Der Radweg von Wieblingen in die Altstadt wird in Angriff genommen, das Radwegenetz Bahnstadt nimmt Gestalt an durch die Verbindung Richtung Südstadt und die geplanten Gleisquerungen und der letzte Bauabschnitt Richtung Rohrbach Markt wird eine Lücke nach Süden schließen.

All diese begrüßenswerten Projekte dürfen aber nicht vergessen machen, dass für Lotte Normalradlerin radeln in der Stadt nach wie vor eine Herausforderung und oft genug ziemlich unsicher ist: schön markierte Radwege, die da aufhören, wo es eng oder unübersichtlich wird; Aufstellflächen die niemanden interessieren; Radspurstückchen die ratlos machen, weil unklar ist wo’s weitergeht.

Heidelberg hat nicht nur Schnell- und Kampfradler, auch Lotte N. möchte gerne entspannt in und durch die Stadt radeln!