In der Bahnstadt wird die Straße „Langer Anger“ für den Autoverkehr durch einen Poller gesperrt. Weder Zebrastreifen noch Ampel waren lt. Stadtverwaltung geeignet, die Sicherheit der Kinder der Grundschule zu gewährleisten. Bunsen Gymnasium: Der Elternbeirat fordert ein Tempolimit auf der Berliner Straße im Bereich der Schule auf 30 km/h-Abgelehnt. Eine Verlängerung der Grünphasen für den Fußverkehr-Abgelehnt. Ein gelbes Warnblinklicht für Rechtsabbieger in die Mönchhofstraße-Abgelehnt. OB Würzner: Die Sicherheit unserer schwächsten Verkehrsteilnehmer hat höchste Priorität, dennoch müssen wir die Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigen. Ja, was denn nun?
Der Heidelberger Frauennotruf…
…veranstaltet kostenfreie, durch die Stadt finanzierte, Selbstbehauptungskurse unter dem Motto „starke Frauen haben viele Gesichter“. Frauen kennen unterschiedliche Übergriffe – von Ignoranz über Anmache bis hin zur Vergewaltigung. Diese Situationen in den jeweiligen Situationen frühzeitig zu erkennen, sich entsprechend davor zu schützen oder sie erfolgreich abzuwehren, ist das Ziel dieses Seminars. Ferner ist es das Ziel, die ganz persönlichen Möglichkeiten der Selbstfürsorge und Selbstbehauptung jeder Frau zu stärken. Damit soll die ihr privater und beruflicher Handlungsspielraum, ihre Lebensqualität, ihre Lebensfreude vergrößert werden. Termine ab 6./7.10. von 18 bis 21 Uhr.
Anmeldung: info@frauennotruf-heidelberg.de / Telefon: HD 181622.
RNZ Beitrag zur Kooperation GAL/FWV
Rhein-Neckar-Zeitung 17.09.2019

Wir sind gespannt…
…wie es nun mit dem Betriebshof weitergeht.
Was machen wir mit dem Ergebnis des Bürgerentscheides? Akzeptieren oder aus formalen Gründen verwerfen? Zur Erinnerung: Beim Bürgerentscheid über den Verkauf der GGH Wohnungen auf dem Emmertsgrund wurde das Quorum auch verfehlt – der Gemeinderat hat das Mehrheits-Ergebnis dennoch akzeptiert… und Rechenspiele nach dem Motto ‚aber viel mehr HeidelbergerInnen haben sich eigentlich nicht gegen den Ochsenkopf entschieden“ sind in einer Demokratie schwierig. Wieviele HeidelbergerInnen haben beim letzten mal den OB ‚eigentlich‘ nicht gewählt?
Wir müssen jetzt „in die Puschen“ kommen. Doch Ochsenkopf oder der alte Standort oder Prüfung eines neuen Standortes? Zeit und Geld laufen uns davon und Diskussionen wird es noch genügend geben!
Heidelberger Energiegenossenschaft: Klimanotstand & Gründächer und Photovoltaik
Am 09.05.2019 hat Herr Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner für Heidelberg den Klimanotstand ausgerufen.
Die Heidelberger Energiegenossenschaft mit ihren 600 Mitgliedern unterstützt gerne die Stadtpolitik bei der Umsetzung von Maßnahmen für mehr Klimaschutz mit ihrer Expertise.
Sie haben dazu Empfehlungen zum Klimanotstand beschrieben. Häufig werden Gründächer und Photovoltaik als Konkurrenz gesehen. Dazu haben sie gemeinsam mit anderen Organisationen eine Stellungnahme geschrieben.
Altstadtlärm
Nun ist es soweit. Die Altstadt stirbt aus, da die Sperrzeit unter der Woche um 24 Uhr und am Wochenende um 2:30 Uhr beginnen soll. Zumindest wird es nun von den Befürwortern langer Kneipenöffnungszeiten prognostiziert. Ich frage mich, ob das die täglich unmittelbar betroffenen Anwohner, die Familien mit Kindern und ältere Menschen auch so sehen. Wollen wir die alle rausschmeißen, wenn es ihnen nicht passt? Die GAL hat die Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat immer davor gewarnt, zu liberale Zeiten zu beschließen. Wir hatten uns für 1 Uhr unter der Woche und 3 Uhr am Wochenende eingesetzt. Die Altstadt ist keine (Schnaps)Drosselgasse und keine Saufmeile. Sie soll durch ihre Geschäfte, Cafés, Lokale und Kneipenszene aber auch durch erträgliches Wohnen lebendig bleiben.
Bezirksbeirat Gerd Guntermann über Freilassung von Oleg Senzow
Rhein-Neckar-Zeitung 9.09.2019

GAL hält was sie verspricht!
Im Kommunalwahlkampf dieses Jahr hat die GAL Tütchen mit Sommerblumensamen verteilt. Und so sehen nun die GALischen Wahlgeschenke aus:
Foto von Wolfram Fleschhut

Dafür waren aber wohl mehrere Tütchen nötig…
Foto von Cornelia Kenntner

Für dieses Ergebnis zwei Tütchen…
Sind das nicht tolle Sommerblumen? Die Bienen freuen sich jedenfalls.
Wer hat auch so einen schönen Erfolg mit den Samen? Schicken Sie uns doch Ihre Bilder!
Foto von Cornelia Kenntner
Sommer am Fluss…
…konnten wir alle am letzten Wochenende von der Alten Brücke bis zur Stadthalle erleben. War bei der offiziellen Einweihung der neu gestalteten Neckarpromenade östlich der Stadthalle durch OB Prof. Würzner eher herbstliches Wetter, wurden die zahlreichen Besucher am Sonntag durch strahlenden Sonnenschein entschädigt. Große Sandsteinbänke am Neckarlauer waren schnell von den Menschen belegt. Vorteil der Steinbänke: bei Sonnenschein erwärmen sie sich schnell und bei Regen trocknen sie schnell ab. Hier ließ es sich bei kühlen Getränken und Snacks gut aushalten. Der Blick auf Heiligenberg und ins Neckartal erfreute viele der zahlreichen Touristen, die oft gar nicht registrierten, dass hier unser OB einen Meilenstein für „HD an den Fluss“ eröffnete. Danke an alle Ämter, die das Konzept geplant und umgesetzt haben. So kann es weitergehen.
Sperrzeiten in der Altstadt wieder unwirksam – Eine „never ending story“? Mit Antworten zur RNZ Umfrage von Stadträtin Judith Marggraf
Seit über 10 Jahren beschäftigt sich der Gemeinderat mit den Sperrzeiten in der Altstadt. Hier eine kurze Chronik:
Der Interessenskonflikt zwischen Anwohnern und Wirten und ihren Gästen in der Altstadt besteht schon seit langen. Die einen möchte ihre Nachtruhe, die anderen gern lange feiern. Lärm, Dreck, und Randale wurden in der Altstadt immer schlimmer, so dass es in den Jahren 2009 und 2010 diverse Runde Tische „Pro Altstadt“ gab, bei denen ein 58-Punkte-Plan entwickelt wurde. Dieser sah u.a. einen Erlass einer Sperrzeitverordnung zur Verbesserung der Gesamtsituation für die Anwohner vor.
Die Landesregierung ließ ab dem 1.1.2010 längere Öffnungszeiten für Gaststätten zu: bis 3 Uhr bzw. in den Nächten auf Samstag/Sonntag bis 5 Uhr. Der Gemeinderat Heidelberg hat jedoch am 17.12.2009 beschlossen dieser Verkürzung der Sperrzeiten nicht zu folgen und die bisherigen beizubehalten: bis 2 Uhr bzw. in den Nächten auf Samstag/Sonntag bis 3 Uhr. Der Karlstorbahnhof ist von dieser Regelung ausgenommen. Bestehende Ausnahmeregelungen behielten Gültigkeit. (4 Nein Stimmen, 3 Enthaltungen und 1 Befangene Stimme).
2010 wurde eine Klage von Anwohnern beim Verwaltungsgericht Karlsruhe erhoben, um anwohnerfreundlichere Sperrzeiten zu erreichen. 2013 hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg eine Berufung zugelassen und dargestellt, dass die Sperrzeitverordnung korrigiert werden muss. Die Stadt Heidelberg hat einem Vergleich zugestimmt und sich verpflichtet ein Lärmgutachten erstellen zu lassen und auf dessen Grundlage die Sperrzeiten neu festzulegen.
Das Lärmgutachten vom 14.10.2014 ergab, dass im Kerngebiet (Untere Straße, Mittelteil der Hauptstraße, sowie die Seitengassen Heugasse, Kettengasse, Krämergasse, Steingasse und Leyergasse) mit hoher Kneipendichte über den gesamten Betrachtungsraum Überschreitungen prognostiziert werden.
Am 18.12.2014 entschied der Gemeinderat mit 12 Gegenstimmen die Landesregelung einzuführen. D.h. ab dem 1.1.2015 durften Kneipen und Gaststätten wochentags bis 3 Uhr und am Wochenende bis 5 Uhr öffnen. Die Liberalisierung sollte die Besucherströme entzerren. Zusätzlich wurde der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) auf 12 MitarbeiterInnen aufgestockt.
Dem Vorschlag der Verwaltung wochentags bis 1 Uhr und in den Nächten auf Samstag und Sonntag bis 3 Uhr in demjenigen Teil der Altstadt, der nach den Ergebnissen des Lärmgutachtens besonders belastet ist, öffnen zu dürfen, folgte der Gemeinderat nicht.
Aus einem Erfahrungsbericht, der am 23.03.2016 im Gemeinderat beraten wurde, wurde klar, dass zwischen 3 und 5 Uhr durch alkoholisierte Ruhestörer und laut unterhaltende Gäste die Nachtruhe der Anwohner empfindlich gestört ist. Eine Zuordnung dieser Personen zu bestimmten Gaststätten war jedoch in den meisten Fällen nicht möglich. Weitere Maßnahmen wurden festgelegt: Verlängerung der Probezeit, Vorbereiten eines Konzepts für ein Förderprogramm für Lärmschutz mit Lärmschutzfenstern, Erarbeiten einer Selbstverpflichtungserklärung mit allen interessierten Gastronomiebetrieben in der Heidelberger Altstadt.
Nach einer zweijährigen Probephase hat der Gemeinderat am 20.12.2016 wieder für neue Sperrzeiten gestimmt. Das neuste Lärmgutachten hatte nämlich ergeben, dass es im östlichen Bereich der Altstadt, in dem die Kneipendichte sehr hoch ist, nachts zu laut ist. Die neuen Sperrzeiten ab dem 1.1.2017 waren: 2 Uhr unter der Woche, 4 Uhr am Wochenende. Neu war ein „langer Donnerstag“, d.h. von Donnerstag auf Freitag durften die Kneipen nun bis 4 Uhr öffnen. Mit 25 Ja, 16 Nein und 2 Enthaltungen ging die neue Regelung durch. Zu prüfen blieb, ob es wieder für die drei Diskotheken im betroffenen Gebiet (Tangente, Cave54, Club 1900) Ausnahmeregelungen gibt, so wie es bis Ende 2014 der Fall war. Die Stadtverwaltung hatte angesichts der Ergebnisse des Lärmgutachtens einen anderen Vorschlag gemacht: Gaststätten sollten wochentags bis 1 Uhr und in den Nächten auf Samstag und Sonntag bis 3 Uhr öffnen dürfen. Dem ist der Gemeinderat aber nicht gefolgt.
Anwohner wandten sich mit einem Normenkontrollantrag gegen diese Sperrzeiten und der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg erklärte die Verordnung vom 20.12.2016 der Stadt Heidelberg Ende März 2018 für unwirksam.
Mit knapper Mehrheit beschloss der Gemeinderat am 24.7.2018 daher wieder neue Sperrzeiten für den östlichen Teil der Altstadt. Mit 22 Ja und 19 Nein Stimmen sowie 4 Enthaltungen wurden folgende Sperrzeiten ab dem 2.08.2018 festgelegt: auf Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um 1 Uhr, auf Freitag um 3 Uhr, auf Samstag und Sonntag um 4 Uhr. Zusätzlich wurden mehrere Maßnahmen beschlossen: Aufstockung des KOD, Moolinerabfahrten am Uniplatz und dort mehr Sicherheitspersonal, Verantwortungszone in jeder Kneipe sowie ein Lärmbeauftragter.
Anwohner stellten daraufhin eine Normerlassklage, sie wollten dass das Gericht Sperrzeiten für die Kernaltstadt festlegt: Mitternacht unter der Woche und 1 Uhr am Wochenende. Da alle außergerichtlichen Einigungen gescheiterten, befasste sich das Verwaltungsgericht Karlsruhe mit dem nächtlichen Lärm in Heidelberg. Bei der Gerichtsverhandlung am 31. Juli 2019 befand das Gericht nun unter der Woche ist um Mitternacht Schluss und am Wochenende um 2.30 Uhr. Die Vorgaben sind bindend für den Gemeinderat, nur den exakten Geltungsbereich der neuen Sperrzeiten könne er festlegen.
Als Grundlage für die Argumentation des Gerichts gilt das Lärmgutachten des Büros Genest und Partner, die den Schallpegel von Mai bis Juli 2016 an fünf zentralen Punkten in der Altstadt gemessen hat: in der Unteren Straße auf Höhe des Fischmarkts, an der Ecke Hauptstraße / Floringasse, in der Kettengasse (wo etwa die „Tangente“ liegt), in der Dreikönigstraße und in der Hauptstraße auf Höhe des Kurpfälzischen Museums. Höchstwerte wurden vor allem in der Unteren Straße und im zentralen Teil der Hauptstraße festgestellt – vergleichbar sind diese mit vorbeifahrenden Lkw oder Motorsägen. Diese Werte, so das Gericht, entsprächen der Lärmkulisse eines Gewerbe- und Industriegebiets – und nicht denen eines Wohn- und Mischgebiets. Für die Anwohner bedeutet dies lärmbedingte Gesundheitsgefahren. Das Gericht machte deutlich, dass mindestens 6 Stunden Nachtruhe für einen Gesundheitsschutz notwendig seien. Außerdem mahnte das Gericht an, dass fast keine der beschlossenen Maßnahmen zur Lärmreduzierung ausgeführt wurden.
Zum Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe in Sachen Sperrzeiten machte die Rhein-Neckar-Zeitung eine Umfrage bei den Gemeinderäten. Hier die Antworten unserer Fraktionsvorsitzenden Judith Marggraf:
1. Wie sehen Sie die Entscheidung des Gerichts, dass die Kneipen künftig werktags um Mitternacht und am Wochenende um 2.30 Uhr schließen müssen?
Wir begrüßen die Entscheidung, bedauern aber durchaus, dass das auch viele Gastronomiebetriebe trifft, die sehr verantwortungsvoll mit der Lärmproblematik umgegangen sind. Darüber hinaus ist die Entscheidung des Gerichtes eine berechtigte Ohrfeige für einen Gemeinderat, der sich mehrheitlich über die Interessen der Altstadtbewohner hinwegsetzte und alle Warnungen, u.a. der Verwaltung, in den Wind schlug.
2. Werden Sie dafür stimmen, Berufung einzulegen?
Nein. Das Gericht hat uns einen Rahmen vorgegeben, der jetzt mit politischen Entscheidungen ausgestaltet werden muss. Die Situation war und ist schwierig, jetzt noch eine Runde vor Gericht zu drehen, wird das nicht ändern.
3. Wie kann der Konflikt in der Altstadt zwischen Anwohnern und Kneipiers noch befriedet werden? Und wie wollen Sie dies als Fraktion angehen?
Wir warten jetzt auf einen Vorschlag, für welche Gebiete die neuen Sperrzeiten tatsächlich angewendet werden sollen, welche der (beschlossenen) flankierenden Maßnahmen nun umgesetzt werden und was sich daraus dann ergibt. Vielleicht muss man auch einmal über ein Bonus-/Malus-System nachdenken, um die Altstadt-Gastronomie nicht über „einen Kamm zu scheren“.
Den dazugehörigen RNZ Artikel vom 7.8.2019 können Sie hier nachlesen:

